Pro domo et mundo

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Nicht troeten – Trueten!

Eigentlich, und nur “eigentlich”, schweige ich ja schon länger. Aaaber … :-D Falls Ihr noch nicht dort wart, kuckt doch bitte auch gelegentlich zu Thommy Trueten rüber, denn da ist noch ehrliches Engagement zu finden. Außer dem von mir ebenfalls geschätzten Fritz Güde zwar kaum Literarisches, und auch keinerlei versöhnliches Angebot an den Mainstream, dafür aber klare Ansage, viel Regionales auch, gute Mucke und schräges Cinema :-)

Und ich sag’s nur einmal, bevor ich wieder weg bin: Ein Besuch lohnt sich!

Frank B.

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In Blogosphäre, Meinung am 7. Oktober 2012 um 14:06

Amazon und Hungerlohn

Von Frank Benedikt

Ja, ich gestehe – auch ich habe schon bei Amazon Bücher gekauft und dort sogar eine “Wunschliste”. Daß dieser Moloch den Einzelhandel, sprich: die klassischen Buchläden austrocknet, war mir auch stets klar und ich fühlte mich unwohl dabei. Dem Buchhandel um die Ecke geht es seit langen Jahren zunehmend schlecht und der Druck durch das Internet und den amerikanischen Grossisten verbessert die Situation natürlich nicht. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Wirtschaft am 28. November 2011 um 15:34

Demokratie ohne Teilnehmer?

Von Frank Benedikt

Bereits von der Weimarer Republik hieß es zu ihrer Zeit, sie wäre eine “Demokratie ohne Demokraten”. Jetzt, 78 Jahre später, drängt sich zunehmend der Vergleich zur heutigen Bundesrepublik auf: Die Parteien zerfasern, neue kommen hinzu und bald könnten sechs Parteien im Reichstag sitzen. Dazu gesellen sich Skandale und Skandälchen, das Postenkarusell kreist und die Wähler werden zunehmend partei- wie politikerverdrossen, zumal alle wesentlichen Entscheidungen nicht vom eigentlichen Souverän, dem Volk, sondern augenscheinlich von einem Konsortium aus Parteien, Wirtschaft und Hochfinanz getroffen werden. Gerade in der Frage der Banken- und Eurorettung, die auf Generationen hinaus dieses Land verschulden kann (und womöglich wird), treten die Partikularinteressen einiger Gruppen deutlich zu Tage. Kann man aber das Wohl Einzelner auf die Dauer über das Wohl der Gesamtheit stellen? Ganzer Artikel »

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In Aktionen, Demokratie, Deutschland am 12. Oktober 2011 um 13:08

Geliefert wie bestellt

Von Lutz Hausstein

Der Lieferservice FDP steht unter massivem Druck. Diesen wollte der neue Parteichef Philipp Rösler beseitigen, indem er sofort nach seinem Amtantritt als FDP-Vorsitzender am 14. Mai 2011 vollmundig versprach: „Ab heute wird die FDP liefern.“ Rösler beschrieb den Weg zurück auf die Erfolgsspur so, dass sich seine Partei „auf die Lebenswirklichkeit der Menschen, auf deren Alltagssorgen konzentrieren“ werde. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Parteien, Politik am 11. Oktober 2011 um 10:32

Fuck you, Spammer!

(Anm. d. Red.: Der Blogbetreiber bittet um Nachsicht für den nachfolgenden Wutausbruch, aber er hat noch Wäsche aufzuhängen, zu kochen und zu arbeiten.)

Bisher sah ich das ja noch halbwegs mit einem lachenden Auge, aber eben hat mir der Kommentarspam die Nerven gekillt: Täglich 20 bis 30 Werbespams im Kommentarbereich sind bei einem kleinen, aber durchaus “eingeführten” Blog wie meinem normal und ich habe die mittags erst aufgeräumt. Daß ich aber seitdem eben 213(!) neue im Spamfilter vorfand, entnervt mich gerade. Ich weiß wirklich Besseres mit meiner begrenzten Zeit anzufangen, als all diesen Müll zu sichten, da ja doch ein ernsthafter Kommentar versehentlich darin gelandet sein könnte. Aus letzterem Grund mache ich das dann ja doch. Ganzer Artikel »

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In Blogosphäre, Internet am 6. Oktober 2011 um 01:28

Da läuft was schief – eine Kritik der aktuellen Politik

Von Moritz Clauß

Jeder macht mal Fehler. Auch Politiker. Doch vor allem ihnen fällt Einsicht oft schwer, da sie in vielen Fällen ihrem Ansehen und dem Ansehen ihrer Partei schaden kann. Das Wohl der Bevölkerung wird da schnell mal in den Hintergrund gedrängt, kritisiert acht9-Redakteur Moritz Clauß. Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Gesellschaft, Politik am 12. September 2011 um 18:05

Entscheidungen, immer nur “Entscheidungen”

Erstmalig sitze ich da und frage mich, was denn nun eigentlich “meine Pflicht” ist, denn die Zeit reicht nicht mehr aus und ich “muß Prioritäten setzen”. Fahre ich nun ins Pflegeheim zu meiner Mutter – oder diskutiere ich mit ein paar von Euch etwas aus und versuche gar, “die Diskussion voranzutreiben”? Soll ich ebenfalls versuchen, meine Beziehung zu retten, auch wenn es da wohl nichts mehr zu “retten” gibt? Ganzer Artikel »

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In Privatkrams am 3. September 2011 um 13:24

Rousseau für Arme

Von Frank Bendikt

So könnte man das vermutlich nennen, was ich seit bald zwei Jahren hier zeitweilig betreibe. Ich biete Euch – neben anderen Kommentaren und Infos – Privates an, ungeschminkt und ohne Schnörkel und Gedöns. Ihr könnt es es annehmen oder lassen – es ist Eure freie Wahl. Früher war das auch nicht meine Art, aber schon lange, bevor ich die Confessions gelesen und auch die Kritik daran rezipiert habe, fand ich ein solches Unterfangen kühn und bereichernd. Ganzer Artikel »

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In Kurz notiert, Privatkrams am 2. Juni 2011 um 16:48

Alte Hüte mit neuen Federn

Die Süddeutsche Zeitung hat also einen neuen Internetauftritt. Das ist durchaus erfreulich, denn der alte war nicht gerade durch Übersichtlichkeit gekennzeichnet. Was sich wohl leider nicht geändert hat, ist die uneinheitliche Ausrichtung der Redaktion: Neben einem Heribert Prantl, der mit Sach- und Sprachverstand kommentiert und jeder Redaktion zur Zierde gereichen würde, sind leider auch Bellizisten wie Stefan Kornelius und neoliberale Sprachrohre wie Marc Beise (der bereits über seine eigene “Anti-Fangemeinde” verfügt) Teil des SZ-Angebots. Zudem ist gerade die Süddeutsche in letzter Zeit nicht durch Liberalismus in Sachen Urheberrecht und Unterstützung freier Meinungsäußerung aufgefallen, hat sie doch – zusammen mit der FAZ – auch den Commentarist zum einstweiligen Schweigen gebracht. Wird diese Zeitung, heutzutage eher: Medium, nun besser? Ich fürchte, nicht. In den frühen Achtzigern arbeitete ich dort mit vielen Rentnerinnen, deren Rente nicht zum Leben ausreichte, in der Druckerei am Fließband, während ich gleichzeitig Freunde/Bekannte in Redaktion und Lektorat (ja, das gab es damals noch!) hatte – schon damals stand der Profit vor dem Menschen. Diese “Zeitung” ist zunehmend ein Konsumprodukt, das nicht mehr seiner eigentlichen Aufgabe dient und wird so wachsend wahrgenommen. Parteiensterben, Zeitungssterben … warum wohl?

Frank Benedikt

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In Internet, Kurz notiert, Medien am 24. Mai 2011 um 11:13

TEPCO hat “geschlampt”?

Nein! Derlei Aussage (heute journal gerade) ist haarsträubend blöd und unverantwortlich, denn der Fukushima-Betreiber hat natürlich in bester kapitalistischer Gewinnerzielungsabsicht gehandelt und alle vermeidbaren Kosten gespart. Auch auf Kosten der Sicherheit …

[fb]

P.s.: Nö, ich bin jetzt nicht wieder hier, aber im Moment furchtbar wütend und sähe gerne die Verantwortlichen statt “Freiwilliger” die Scheiße aufräumen.

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In Ausland, Umwelt, Wirtschaft am 21. März 2011 um 22:29

Karneval und Mummenschanz

Der (Polit-)Karneval ist in vollem Gange und die gestrigen Pro-Guttenberg-Demos haben sich als unfreiwillige Bereicherung erwiesen ;-) Die ungezählten Tausende Guttenbergfreunde bei fakebook haben den Sprung aus der Virtualität zwar nicht geschafft, dafür gab es ein wenig Spaßguerilla seitens der Guttenberggegner. Besonders die als eher “steif” verschrieenen Hamburger nahmen die Gutti-Fans ziemlich auf die Schippe: Ganzer Artikel »

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In Absurdistan, Humor am 6. März 2011 um 12:34

Ist Widerstand Bürgerpflicht?

Hartz V und der Artikel 20 Abs. 4 des Grundgesetzes

Von Jens Holger Matzkeit

Am Freitag, den 25. Februar 2011, wurde nach langem Ringen die vom Verfassungsgericht ein Jahr zuvor geforderte Anpassung der Sozialgesetzgebung beschlossen und hat bei vielen Leuten einen bitteren Geschmack im Mund hinterlassen. Neben den Betroffenen, kritischen Medien, wie zB. den NachDenkSeiten, und Politik- wie anderen Geisteswissenschaftlern, allen voran Prof. Dr. Christoph Butterwegge von der Universität Köln, haben selbst an der Verabschiedung beteiligte Politiker ihre Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der neu aufgesetzten Gesetzgebung bekundet. Sie alle sind der Meinung, daß dem Verfassungsgerichtsurteil gar nicht, beziehungsweise nur ungenügend entsprochen wurde. Eine erneute Überprüfung vor dem Verfassungsgericht erscheint ihnen deshalb so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch ich bin dieser Meinung. Mehr noch bin ich mir sicher, daß wir es hier mit einem bisher einmaligem Präzedenzfall in der bundesrepublikanischen Geschichte zu tun haben: Einem bewussten, gegen jedes bessere Wissen durchgeführten Verfassungsbruch unter in Kauf genommener Auflösung von Teilen unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. In Konsequenz bedeutet dies auch, daß ein wesentlicher Aspekt des Art. 20 Abs. 4 des Grundgesetzes damit bereits erfüllt wurde. Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Deutschland, Hartz IV, Meinung am 5. März 2011 um 15:25

Schwarz-gelber Schwanengesang?

Zum Zustand der Koalition am Tag nach dem Abgang von zu Guttenberg

Von Frank Benedikt

Karl-Theodor zu Guttenberg hat endlich die Konsequenzen gezogen und ist nach einem unwürdigen Rückzugsgefecht, wie auch hier gefordert, zurückgetreten. Der “Lügenbaron” hat zuletzt wohl eingesehen, daß angesichts einer zunehmend erdrückenden Beweislast in der Plagiatsaffäre seine Stellung nicht mehr haltbar war. Zu viele Stellen, an denen er offenkundig plagiiert hat, tauchten auf, in der Union begann sein Rückhalt zu erodieren und schließlich wandte sich sogar sein Doktorvater von ihm ab. Time to say guttbye! Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Politik am 2. März 2011 um 09:29

Laßt den Freiherrn in Frieden!

Warum man, mit Bedacht auf bayerische Verhältnisse, von und zu Guttenbergs Affäre ruhen lassen sollte.

Ein Gastbeitrag von Roberto J. De Lapuente

In einem kurzen Artikel erzählt Harald Martenstein, dass die Affäre um Guttenberg gar keine sei, sondern eher ein Initiationsritual, welches jeder CSUler von Format über sich ergehen läßt, um für höhere Weihen in Betracht zu kommen. Das ist insoweit richtig, wie es gleichfalls nur die halbe Wahrheit ist. Denn es ist nicht nur ein innerparteilicher Ritus, es ist vielmehr einer, der dem konservativen Bayer ohne Parteiabzeichen imponiert und den er dann auch für maßgeblich beim Urnengang erachtet. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Meinung, Politik am 28. Februar 2011 um 20:37

Geistferne Zeiten?

Zu Guttenbergs Plagiat und die kleinbürgerliche Intellektuellenfeindlichkeit

Von Markus Weber

Eine Überlegung: Ist eine Ursache dafür, dass Guttenberg trotz seines Plagiates bei der deutschen Bevölkerung nach wie vor so beliebt ist, vielleicht, dass die meisten Deutschen noch nie eine wissenschaftliche Arbeit, geschweige denn eine Promotionsarbeit gelesen haben? Für diese erscheint es als eine Lappalie, wie ein Abspicken bei einer Klausur, wenn Guttenberg große Teile seiner Doktorarbeit einfach von anderen übernommen hat, ohne dies kenntlich zu machen. Im Gegensatz dazu wird jeder Erstsemesterstudent bei einem kurzen Blick auf die Arbeit wissen, woran man ist: bei einer unglaublich dreisten wissenschaftlichen Schummelei (und das ist noch höflich ausgedrückt).  Ganzer Artikel »

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In Bildung, Deutschland, Gesellschaft am 27. Februar 2011 um 12:54

Ägypten? Da war doch was …

Von Frank Benedikt

Noch ist der Kairoer Tahrir-Platz belagert – von Demonstranten, die 30 Jahre Militärherrschaft und Korruption unter Husni Mubarak beenden wollen, und von außen von “Gegendemonstranten”: Parteigänger des Mubarak-Regimes, die das demokratische Aufbegehren gerne niederschlagen würden, wenn nicht das Militär derzeit halbherzig die junge Demokratiebewegung schützen würde. Noch ist die Situation in Kairo wie im Land weiterhin ungeklärt, aber die ersten Journalisten wurden bereits abgezogen, wie Sonja Zekri in einem ebenso ehrlichen wie nachdenklich stimmenden Artikel in der Süddeutschen zu berichten weiß. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 8. Februar 2011 um 15:07

Von einem, der auszog um die Linken zu hassen

Von Stefan Sasse

Die sechs Kolumnisten, die sich SpiegelOnline gegönnt hat und die an allen sechs Werktagen jeweils ihre Kolumne herausgeben, sind schon ein buntes Völkchen. Jakob Augstein ist als linksliberales Gewissen unterwegs, Sascha Lobo darf Weisheiten zum Web 2.0 zum Besten geben, das ja außer ihm niemand versteht, Steffi Kammerer schreibt Glamouröses und Georg Diez darf sich dem Feuilleton hingeben, während Sybelle Berg das “Vermischte” bedient. Und dann ist da noch Jan Fleischhauer. Ganzer Artikel »

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In Medien am 8. Februar 2011 um 13:27

Orientalischer Basar der politischen Entscheidungen

Von Lutz Hausstein

Die gerichtlich angeordnete Neuberechnung der verfassungswidrig zustandegekommenen Hartz-IV-Regelsätze versinkt im Vermittlungsausschuss in den Tiefen parteipolitischen Taktierens und wird somit endgültig zur Farce

Als das Bundesverfassungsgericht am 09. Februar 2010 die Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze als verfassungswidrig einstufte und die Bundesregierung zur transparenten Neuberechnung bis Ende 2010 aufforderte, bezeichneten dies die politischen Oppositionsparteien als „schallende Ohrfeige für die Regierung“ und lasen sofort im Kaffeesatz des Urteils, auf welchen Betrag daraufhin zu erhöhen sei. Hierbei stellten sie Beträge in den Raum, welche gleichfalls dem gerade gefällten Urteilsspruch widersprachen, da sie weder transparent noch bedarfsgerecht ermittelt wurden. Ganzer Artikel »

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In Hartz IV am 4. Februar 2011 um 13:28

Kinder, wat isset mühselig …

Da ist man schon alt und müde, wird vom Kapitalismus in seinen letzten Zuckungen doch noch erneut herausgefordert, und muß sich dann ein weiteres Mal über eine gespaltene Linke ärgern. Nicht, daß das etwas Neues wäre, denn wir haben ja immer gerne alle unsere eigenen Theorien gehegt und auch “Sektierertum” ist uns nichts Unbekanntes. Die Linke wird es überleben, so sie sich nach der Spaltung von 1914 jemals wieder vereinigen sollte. Ganzer Artikel »

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In Blogosphäre am 31. Januar 2011 um 02:08

Es nervt!

Warum eigentlich vergeude ich hier mein bißchen Leben? Dafür, daß ich mir für mein “Engagement” anhören darf, daß ich ein “Sexist”, “Faschist”, “Streber” oder gar ein Arschloch bin? Und meine Freunde gar dazu?

Nein, das habe ich nicht nötig und ich kucke mir gerne interessiert an, wie die Dümmeren von Euch sich an die Gurgel gehen, weil Ihr es einfach nicht verstehen wollt.

Warum sich für Euch den Arsch aufreissen wollen? Ihr wisst es doch besser!

Und,  oh nein – dieses Blog endet damit nicht, sondern fängt erst an, also macht Euch auf etwas gefasst.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Benedikt

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In Privatkrams am 27. Januar 2011 um 23:08

Wann wurde es illegal, ein Linker in Israel zu sein?

Von Gideon Levy, Haaretz

Es wird höchste Zeit, ein juristisches Verbot gegen die israelische Linke zu erlassen. Warum reden wir weiter um den heißen Brei herum? Warum benötigen wir solch einen strapaziösen Rechtsprozess, bis ein Gesetz nach dem anderen erlassen wird? Was ist der Sinn all der verschiedenen Vorschläge und Veränderungen? Anstelle von all dem eben Erwähnten lasst uns eine sehr einfache Sache erledigen: die Linke in Israel für illegal erklären. Von jetzt an gehört jeder, der links denkt, links handelt, links demonstriert und links toleriert ins Gefängnis. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Nahost am 9. Januar 2011 um 11:32

“Wollen wir darüber sprechen?”

Von Frank Benedikt

Tja, wollen wir denn nun oder nicht? Wir haben JETZT die Möglichkeit, uns ohne großen Aufwand und Kosten sogar “global” zu verbreiten und dennoch – vieles, was dabei rauskommt, ist doch nur smalltalk, um nicht zu sagen: Geschwätz. Das aber können wir doch wohl auch privat oder? Ganzer Artikel »

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In Blogosphäre, Meinung am 8. Januar 2011 um 15:55

Schuld sind nicht immer nur die anderen

Von Moritz Steglitz

Flachbildfernseher, iPad, Handy und Auto: Bei allem wollen wir das Beste vom Besten. Mit einer Ausnahme: Essen. Das muss in erster Linie günstig sein und gut aussehen, doch die Qualität unserer Nahrung ist für viele stark in den Hintergrund gerückt. Und so kommt es, dass es uns in vielen Fällen egal ist, wie das Schwein in unserem Schnitzel zu seinen Lebzeiten ernährt wurde oder ob Hühner eng aneinander gepresst in Käfigen leben. Als Legebatterien, die in ihrem ganzen Leben kein einziges Mal das Tageslicht erblicken und Tag für Tag bis zum Rand mit Mischfettsäuren vollgestopft werden. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Umwelt am 7. Januar 2011 um 08:52

Obama ist ein Dummkopf … mindestens

Kann man es nicht schon länger wissen oder bedarf es noch einer Ausführung? Obama ist ein Dummkopf oder aber gleich ein weiterer Lügner: “Obama reklamiert Fortschritte im Afghanistan-KriegGanzer Artikel »

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In Ausland, Politik am 16. Dezember 2010 um 11:50

Die deutsche Desinformationsgesellschaft

Ein Gastbeitrag von Moritz Steglitz

Es geht mir auf den Keks. In all diesen großen Streitfragen, von Stuttgart 21 über die Kernenergie bis hin zur Konfliktlösung in Israel oder der hiesigen Integrationsdebatte: Über alles reden die Leute, aber die wenigsten von ihnen beschäftigen sich wirklich damit. Die Menschen bilden sich ihre Meinung nicht, in dem sie viele verschiedene Medien zu Rate ziehen, sondern sie beschränken sich in den meisten Fällen auf ein Medium, oder sogar auf gar keines. Hintergrundwissen ist nicht gefragt, die Beschäftigung mit den Themen ist tabu. Ganzer Artikel »

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In Gesellschaft, Meinung am 13. Dezember 2010 um 10:00

Selbstverständnis

Also irgendwie werde ich langsam ein wenig grantig. Das ist das Vorrecht der Bayern, auch wenn sie oft genug als stur und rückwärtsgewandt gelten :-) Dieses Blog ist, wie mehrfach hier erwähnt, als Grundlage für Diskussionen gedacht, nicht aber als affirmative Auf-die-Schulter-klopf-Plattform oder pseudo-intellektuelle Wixvorlage des Verantwortlichen. Ganzer Artikel »

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In Blogosphäre, Meinung am 11. Dezember 2010 um 15:29

Neoliberale wollen doch nur spielen

Von Marc Schanz

Das liebste Kind der Neoliberalen ist ihre eigene Ideologie. Wer will ihnen das missgönnen? Schließlich ist eine Ideologie bequem, sie vereinfacht komplexe Zusammenhänge und erklärt obendrein dem Dümmsten die große, bunte, weite Welt in einfachen, schlichten Farben. Ganzer Artikel »

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In Politik, Wirtschaft am 2. Dezember 2010 um 19:13

Der Zug ist abgefahren, das Problem bleibt

Von Frank Benedikt

Der Castortransport hat erwartungsgemäß sein Ziel in Gorleben erreicht – trotz zahlreicher Versuche, ihn aufzuhalten. Es bleibt die Frage, was aus seiner strahlenden Fracht werden soll.

Vor dem Hintergrund der massenhaften Proteste gegen den neuerlichen Castor-Transport scheint die Frage “Wohin nur mit dem Zeug?” in den Hintergrund getreten, dabei sollte sie doch die Kernfrage überhaupt sein. Die Verbringung von Atommüll nach Gorleben, das zunehmend schon rein sicherheitstechnisch nicht den Anforderungen an ein Endlager zu genügen scheint, zu verhindern, löst ja nicht das Grundproblem der Entsorgung. Über 8.000 Kubikmeter hochradioaktiven Materials werden bereits heute in Europa zwischengelagert und jährlich wächst diese Menge um rund 280 Kubikmeter an. Ganzer Artikel »

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In Politik, Umwelt am 12. November 2010 um 23:45

“Wo ist Dein Mitgliedsausweis?”

Von Frank Benedikt

Oh ja, ich liebe es! Menschen, die mir erzählen, daß ich doch eigentlich nicht zu ihnen gehöre, da ich keinen offiziellen Nachweis darüber habe. Einen Ausweis muß ich haben, gar Mitgliedsbeiträge trotz Ha(r)tz IV abdrücken – ich bin davon natürlich völlig angetan und erkaufe mir sofort meine Mitgliedschaft bei diesen tollen Menschen. Ganzer Artikel »

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In Anarchismus am 31. Oktober 2010 um 19:20

Ich bin toll!

Ja und? Meine FreundInnen finden mich wohl so, und meine Gefährtin sieht mich anscheinend gar so, aber – ich bin doch einfach nur ein Mensch. Mit Stärken und Schwächen und den “üblichen Fehlern”.

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In Privatkrams am 30. Oktober 2010 um 16:48

Schweineherbst

Von Markus Weber

Im Herbst 2010 trauen sie sich also wieder aus ihren Löchern. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt: Man darf in Deutschland wieder hassen, man darf endlich die Schuld an echten und vermeintlichen gesellschaftlichen Problemen wieder einer einzigen Gruppe zuschieben. Sie wollen einer angeblich schweigenden Mehrheit eine Stimme verleihen, die in Deutschland längst keine schweigende Mehrheit mehr ist: Den empörten Spießbürgern, den Stammtischen. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Politik, Rassismus am 29. Oktober 2010 um 00:07

Mal kurz lesen?

“Leseempfehlungen” gibt es hier leider(?) nicht mehr oft, aber unser Kollege Markus Weber hat in seinem eigenen Blog eine recht nüchterne Bilanz des ersten Jahres der schwarz-gelben Koalition gezogen und auch eine hübsche Bewertungsmöglichkeit eingebaut. binsenbrenner.de empfiehlt dies daher nachdrücklich :-)

[fb]

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In Deutschland, Meinung, Politik am 29. Oktober 2010 um 00:02

Neoliberalismus, eine Ideologie der Idiotie

Von Marc Schanz

Der freie Markt mit seinen unsichtbaren Händen ist das einzig Wahre und Gute in der Welt, der Staat ist abgrundtief böse. Der einzig alternativlose Weg ist Wachstum, Wachstum, Wachstum und dafür müssen wir sparen, sparen, sparen.

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In Politische Theorie, Wirtschaft am 19. Oktober 2010 um 18:30

Der Schoß ist fruchtbar noch …

Von Frank Benedikt

Das Zitat aus Brechts Stück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui gewinnt gerade wieder aktuelle Bedeutung, denn die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland vorgelegt. Unter dem Titel Die Mitte in der Krise bieten die Autoren ebenso bemerkenswerte wie beänstigende Einsichten zur Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts in der Bevölkerung.

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In Deutschland, Faschismus, Gesellschaft, Rassismus am 18. Oktober 2010 um 19:57

Während die einen schlafen,

… arbeiten andere unermüdlich. Am Beispiel “Stuttgart 21″ will ich mal eine Lanze für meine NachbarInnen brechen, die sich zu Recht entrüsten und ihr Privatleben wie ihren Schlaf opfern, um eine – vorsichtig gesagt: dumme – Entscheidung, die gegen den Willen der Mehrheit der Betroffenen nun mit Gewalt durchgesetzt werden soll, gewaltfrei anzufechten.

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In Deutschland, Innenpolitik, Meinung, Wirtschaft am 5. Oktober 2010 um 05:29

Zwei Finger

Von Uri Avnery

Ehud Olmert hob seine beiden Hände, die beiden Zeigefinger berührten sich beinahe, und er sagte: „Wir waren so nah!“

Er sprach über die Verhandlungen, die er persönlich mit Mahmoud Abbas geführt hatte, kurz bevor er selbst gezwungen wurde, das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben. Das war der Höhepunkt der Rede, die er letzte Woche bei einem Treffen der „Genfer Initiative“ hielt. Bevor wir diese analysieren, ein paar Worte über den Gastgeber und über den Redner.

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In Nahost am 3. Oktober 2010 um 00:15

Gandhis Weisheit

Von Uri Avnery

Während ich zwischen Fernsehkanälen surfe, komme ich zufällig in einem amerikanischen Sender ( Fox – ist kaum zu glauben) zu einem Interview mit dem Enkel von Mahatma Gandhi.

„Mein Großvater sagte uns, wir sollen den Feind lieben, selbst dann, wenn wir gegen ihn kämpfen“ sagte er, „er kämpfte entschlossen gegen die Briten, aber liebte sie.“ ( Ich zitiere aus dem Gedächtnis.)

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In Nahost am 26. September 2010 um 15:42

Sarrazins Tabubruch

Von Marc Schanz

Es war einmal ein Land namens Schland, in dem ein Volk unter der brutalen Knechtschaft der Gutmenschen lebte. Doch eines Tages, als die Menschen schon längst der Mut verlassen hatte, kam auf einem blendend weißen Schimmel der Bösmensch Sarrazin angeritten und zog aus seiner Scheide das sagenumwobene Schwert mit dem in Schland allseits bekannten Namen “Tabubruch”. Allein der gleißende Schein des güldenen Schwertes vertrieb die Dunkelheit im Nu, die gutmenschlichen Dämonen flohen vor dem Licht der Wahrheit, und das geknechtete Volk erlangte seine sehnlichst erwartete Freiheit wieder!

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In Gesellschaft, Meinung, Rassismus am 20. September 2010 um 03:13

Much ado about nothing,

… sachte mal olle Shakespeare, und oft finde ich, er hatte recht. Gerade das Netz bietet ja Raum dafür, und Selbstdarstellung scheint an der Tagesordnung, weshalb ich auch mal meine Meinung dazu äußern möchte.

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In Meinung am 17. September 2010 um 13:55

Für eine Handvoll Euro

Von Lutz Hausstein

Deutschland ist raus. Raus aus dem Kampf um die Fußballweltmeisterschaft, raus aus dem Rennen um die Krone der zuschauerträchtigsten Sportart der Welt. Die Niederlage gegen die iberischen Fußballkünstler war gerechtfertigt, aber ehrenvoll. Die deutsche Elf hat gekämpft, aber auch gespielt, so gut es der spanische Gegner zuließ. Überhaupt war ihr Auftreten bei der Weltmeisterschaft in Südafrika eine positive Überraschung, spielerisch, wie auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Die als Rumpelfüßler oder seelenlose Panzer verschrieenen Deutschen überzeugten nicht nur die einheimischen Fans, sondern gewannen auch internationale Herzen aufgrund ihrer meist herzerfrischenden offensiven Spielweise.

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In Sport am 9. Juli 2010 um 14:47

Don’t feed the troll?

Von Markus Weber

Immer wieder findet man vor allem im Internet das Argument, man solle mit einer Diskussion über ein bestimmtes Thema – über etwa einen aktuellen politischen Vorstoss, der nicht die eigene Meinung repräsentiert – doch nicht “DIE auch noch stärken”, indem man sich überhaupt mit dem jeweiligen Thema beschäftigt. Egal, worum es geht: Man kann sich sicher sein, dass sich irgendwann jemand in einer Diskussion findet, der sich beschwert, dass diese Diskussion überhaupt stattfindet. Ganzer Artikel »

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In Gesellschaft, Politik am 8. Juli 2010 um 14:27

Willkommen in der Wirklichkeit – 20 years after

Von Lutz Hausstein

Betrachtungen eines Teilnehmers der Leipziger Montags-demonstrationen des Herbstes 1989

20 Jahre – ein Zeitraum, in dem eine neue Generation heranwächst. 20 Jahre – ein Zeitraum, den man über sich ergehen lassen musste, um in der DDR einen „Lada“ zu bekommen. 20 Jahre – ein Zeitraum, den wir seit der „Wende“ zurückgelegt haben. 20 Jahre – Zeit für ein Resümee.

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In Deutschland, Innenpolitik am 4. Juli 2010 um 23:10

Deutschland, einig Vaterland?

Von Frank Benedikt

[Update:  Im Forum findet sich jetzt dazu ein eigener Thread samt Umfrage]

Zwanzig Jahre ist es kommenden Herbst her, daß die Deutschen in Ost und West zu einem gemeinsamen Staatswesen zusammenfanden/ zusammengefügt wurden. Zwanzig Jahre, in denen viel geschehen ist – angefangen vom Versprechen “blühender Landschaften”, von Ausbrüchen extremer Fremdenfeindlichkeit, über den Niedergang ganzer Regionen, bis hin zum kollektiven Sündenfall neuerlicher Kriegsbeteiligung. Welche Erfahrungen haben unsere Leser in dieser Zeit gemacht, was ist Euer Fazit nach dieser Zeit?

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In Deutschland, Innenpolitik am 2. Juli 2010 um 20:52

Texte von der Stange? Kein Problem!

Von Frank Benedikt

Immer häufiger finden sich in den Print- und Onlinemedien nicht nur umgeschriebene Versatzstücke, sondern komplett übernommene Agenturmeldungen. Ein besonders gelungenes Beispiel fand sich bei einer kleinen Suche, die vorhin eine Kollegin und ich unternommen haben. Sie suchte einen Beleg für eine Nachricht, die sie heute im TV gehört hatte und in der es um eine Petition ging, die eingereicht werden soll, um das zweite Tor der Engländer aus “Fairnessgründen” anzuerkennen. Dabei fanden sich drei von den ersten zehn Treffern bei Onlineausgaben bekannter Zeitungen.

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In Kurz notiert, Medien, Meinung am 30. Juni 2010 um 01:49

Bin ich kein Deutscher?

Von Frank Benedikt

Turnusgemäß alle zwei Jahre stellt sich mir eine Frage, die ich so leicht gar nicht zu beantworten weiß, obwohl in meinem Reisepass doch die Antwort stünde. “Der Inhaber dieses Passes ist Deutscher” Deutscher? So einfach ist das also? Diese 33 Zeichen in einem Dokument, das mich zum dauernden Aufenthalt in einem Land berechtigt, in das zu flüchten oder auszuwandern viele Tausende in aller Welt jährlich anstreben und dabei öfter jämmerlich zu Tode kommen? Diese sechs Worte, die ein mir zweifelhaftes Glück bescheinigen?  Kann ich überhaupt ein Deutscher sein? Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Meinung am 18. Juni 2010 um 03:56

Haben wir Angst?

Angst davor, unsere Meinung auch mal öffentlich zu sagen? Angst, unser Gesicht zu zeigen und zu dem zu stehen, was wir für richtig halten? Nun – hier stehen wir zunehmend auch mit Klarnamen und Foto (ist nicht immer taufrisch *g*) für unsere Worte ein. Es wäre feyn, wenn auch Ihr da so langsam manifest würdet, denn wir alle haben nicht mehr viel Zeit, miteinander klarzukommen.

[fb]

P.s.: Der “Artikel” für heute ist ausgefallen – ich hatte noch nicht mal Zeit zum Gegenlesen.

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In Meinung, Organisatorisches am 16. Juni 2010 um 03:03

Das Dilemma mit der Rente

Von Frank Benedikt

Erst vor rund drei Jahren hat der Bundestag die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre beschlossen. Begründet wurde dies damit, daß  die Bundesbürger immer älter würden und die Renten andernfalls nicht mehr finanzierbar wären. Nun legt Brüssel, einem Bericht der FTD zufolge, nach und schlägt bis 2060 eine weitere Anhebung vor, die für Deutschland nach der jetzigen demographischen Entwicklung ein Renteneintrittsalter von knapp 70 Jahren bedeuten würde. Grundsätzlich stellt die wachsende Überalterung der Gesellschaft natürlich ein ernstes Problem für die Rentenversicherung dar, aber die vermeintlich naheliegendste Lösung – eben die Lebensarbeitszeit zu erhöhen – dürfte aus zwei Gründen zu kurz greifen. Ganzer Artikel »

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In Politik, Soziales am 29. Mai 2010 um 00:32

Meine Minne für Madame Merkel :-)

Ich muß ja gestehen, ich bewundere die Kanzlerin schon länger – für die Art, wie sie wirkungsvoll alle Konkurrenten um das Thronerbe von Helmut dem Dicken weggebissen hat und dafür, daß sie ihn in puncto “Aussitzen” gar noch übertrifft. Lange wußte ich nicht, wie ich ihr meine uneingeschränkte Adoration zu Füssen legen kann, aber die Tage habe ich endlich eine passende Liebesgabe gefunden:

Derlei ist doch wirklich “extra-ordinaire” und toppt sogar den unsäglichen Micky Krause(?). Warum diese Morgengabe gar nicht so übel ist, steht drüben in der Jukebox und – AAANGIE!!! Ich will Dich … wählen ;-)

P.s.: Wer ob der Wampe jetzt vermutet, daß gar ich Bubi Elektrick bin und mein “Werk” promoten will, liegt doppelt falsch. *lol*

[fb]

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In Humor, Musik am 20. April 2010 um 02:03

Über den Wolken …

ist die Freiheit zur Abwechslung tatsächlich mal wieder grenzenlos und nur die Vögel tummeln sich am Himmel. *g* Und auch wenn man uns seit Tagen mit Schlagzeilen und Sondersendungen bepflastert – fand außer Staatsstrauer in Polen und einer “handelsüblichen Naturkatastrophe” auf Island eigentlich nichts Wesentliches statt? Ganzer Artikel »

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In Kurz notiert am 19. April 2010 um 20:17

Alles wird gut!

So sprach’s die Dame im Fernsehen, so glaube ich das auch. Deshalb glaube ich auch daran, daß die geschätzten Leser sich selbst einen Reim auf folgende fröhliche “Fox-News” machen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7eHTgjYg-b8&hl=de_DE&fs=1&]

Zwie- bzw.  Doppeldenk? Nee, dreimal denken ist mindestens erforderlich …

[fb]

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In Medien, Umwelt am 8. April 2010 um 11:41

Bankrotterklärung

Eine solche scheint langsam angebracht, – nicht nur “persönlich”, sondern auch, wenn man betrachtet, was wir in den letzten rund 30 Jahren zustande gebracht haben. “Club of Rome”? Ein alarmistisches Irrenhaus, wie es inzwischen gesehen wird, Greenpeace, attac und Co. – mittlerweile etablierte “Alarmisten”, die mit der Zeit eher kontraproduktiv erscheinen. Danke! Ganzer Artikel »

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In Nach(t)schlag am 26. März 2010 um 03:09

Kein Rückzug, kein Aufgeben!

Dieser profane Satz, der dem eigentlich eher belanglosen Martial-Arts-Streifen “Karate Tiger” von 1986 entstammt, kam mir in den Sinn, als ich vorhin mit einer befreundeten Bloggerin sprach. Seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Gesetze setzt sie sich vehement gegen diese – und für ihre Mitmenschen – ein und scheint nun resigniert und gebrochen, wenn es auch in ihrem täglichen Engagement noch nicht so offensichtlich zu Tage tritt. Die unaufhaltsam erscheinende Entwicklung in der Sozialgesetzgebung und der Rechtsprechung, letztere gerade in den vergangenen drei Wochen (Ablehnung der Prozesskostenhilfe für Thomas Kallay, kein Kleider-Mehrbedarf für schnell wachsende Kinder), scheint nun auch sie “zur Räson gebracht” zu haben -  Resignation und Lethargie folgen auf dem Fusse. Ganzer Artikel »

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In Hartz IV, Meinung am 24. März 2010 um 03:51

"Sie treiben es wie die Tiere …"

Der Satz fehlt mir ja noch in meinem Sammelsurium an Verunglimpfungen der ALG-II-Empfänger. Nach Vorwürfen seitens fast aller Parteien, wir wären faul, machten es uns in der sozialen Hängematte” bequem, lägen den lieben langen Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher und würden uns dabei zusaufen oder auch – wie Thilo Sarrazin schon kräftig vorpreschte – munter “Kopftuchmädchen produzieren”, warte ich eigentlich nur noch auf diesen Satz, der diese “Debatte” dann endlich dorthin verweist, wo sie eigentlich schon die ganze Zeit geführt wird – unter die Gürtellinie. Ganzer Artikel »

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In Notizen aus dem Prekariat am 9. März 2010 um 14:22

Notebooks nerven!

Seit 1992 schlage ich mich mit tragbaren  Computern – wahlweise Laptops, “Schlepptops” oder Not(e)books genannt – herum und es nervt mich zunehmend, da die Teile mir nicht etwa Zeit sparen helfen, sondern diese zunehmend auffressen. Ganzer Artikel »

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In IT, Meinung am 7. März 2010 um 04:05

Skandal um Rosie – dritte Strophe

Schon zweimal sah ich mich hier an dieser Stelle genötigt, auf ein Phänomen einzugehen, das man bei oberflächlicher Betrachtung sicher als nebensächlich, vielleicht auch als regional bedingt einstufen könnte, das mir allerdings schon bei der Erwähnung den Blutdruck hoch- und die Schamesröte ins Gesicht treibt. (Ja, doch, die Schamesröte, es war vordem der Zorn, der mich trieb, mittlerweile schäme ich mich nur noch dafür, immer noch einem Staat anzugehören, in dem solche Personen öffentlich sein können und dürfen.) Nun muss ich leider, allein schon um wenigstens einigermaßen mein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden, erneut auf diese Kreatur eingehen. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 24. Januar 2010 um 20:01

Die größere Bedrohung

Schon die Erste Allgemeine Verunsicherung versicherte, nicht als Erste, aber allgemein, dass das Böse immer und überall sei. In dieser Prägnanz und vorsichtshalber auch noch mit einer “brillanten” englischen Übersetzung versehen -”the evil is always and everywhere”- weiß nun auch der deutsche Bürger, was die Uhr geschlagen hat; besonders dann, wenn’s um Terroristen geht. Oder die Jagd nach ihnen. Oder die Mittel zur Jagd nach ihnen. Oder die Beschaffung der Mittel zur Jagd nach ihnen. Oder die Mittel zur Beschaffung der Mittel zur Jagd nach ihnen. Oder die Beschaffung der Mittel zur Beschaffung der Mittel zur Jagd nach ihnen. Den Terroristen. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 23. Januar 2010 um 22:31

Das große Mitleidstheater

Haiti hat seit Jahrzehnten unter dem Totalembargo und dem Erfüllungsverbot der Bundesrepublik dahinvegetiert. Seine Regierung, ansässig in Washington, hat der Zustand in dieser ärmsten Ecke ihres Hinterhofs hundert Jahre lang nur insoweit interessiert, als man viermal Besatzungsarmeen schicken muss, wenn die massive Unterstützung von Putschen nicht ausreicht, um den Status eines Vasallenstaats zu garantieren.

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In Meinung am 19. Januar 2010 um 13:11

Keine politische Justiz?

Von Frank Benedikt

Von den Palmer Raids der Zwanziger Jahre bis zu den Fällen Peltier und Abu-Jamal durchzieht ein roter Faden die amerikanische Rechtsgeschichte – der der politischen Justiz

Zwei mal drei Meter – das sind die Abmessungen der Zelle, in der der wohl bekannteste Todeskandidat der Welt seit 1995 eingekerkert ist. Seit 1982, als er wegen Polizistenmordes in einem fragwürdigen Verfahren zum Tode verurteilt wurde, hat der Journalist und Aktivist Mumia Abu-Jamal stets den Tod vor Augen. An seiner Schuld bestehen seit langem erhebliche Zweifel, dennoch droht ihm weiter die Hinrichtung. Das Todesurteil, das im März 2008 vorläufig aufgehoben wurde, wird in den kommenden Tagen vom Obersten Gerichtshof der USA entweder bestätigt oder in lebenslange Haft umgewandelt werden, ungeachtet weltweiter Initiativen, die seit langem eine Freilassung Abu-Jamals oder zumindest eine Wiederaufnahme des Verfahrens fordern. Dass es bei dem Verfahren gegen das ehemalige Black Panther- und MOVE-Mitglied zu eklatanten Verstössen gegen rechtsstaatliche Standards kam, heben auch internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch hervor. Gerade letztere Organisation betont auch nicht zuletzt die politische Komponente in diesem Fall, die bei der Urteilsbemessung eingeflossen sei. Ein “militanter” Afroamerikaner – eine doppelte Herausforderung für das überwiegend weiße und konservative Justizsystem der USA, das auf emanzipatorische und “linke” Bestrebungen schon früher mit staatlicher Härte reagiert hat. Ganzer Artikel »

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In Ausland, Justiz, Politik am 12. Januar 2010 um 06:56

„Das sehe ich anders.“

Über die Kritiken des demokratischen Kapitalismus lässt sich in der Blogosphäre unschwer ausmachen, dass ihre Beschwerden überwiegend tendenziell auf einen Kapitalismus mit menschlichem Gesicht hinauslaufen. Ganzer Artikel »

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In Parerga und Paralipomena am 4. Januar 2010 um 06:48

Die Wut zum Jahresende

Eine bissige, nicht ganz ernstgemeinte Retrospektive auf 2009

Es gibt drei Gründe, weshalb mir die Tage “zwischen den Jahren” unglaublich auf die Felgen gehen. Erstens begehen wir ein christliches Fest und kein toter Hund schert sich noch um dessen christlichen Charakter, zweitens muss jeder unbedingt besinnlich, freundlich und seinem Nächsten in Liebe zugewandt sein, auch, wenn es sich bei diesem Menschenkind um einen ausgemachten Vollhorst handelt, den man normalerweise nur mit Fußtritten regalieren würde, und drittens sind jetzt überall alberne Jahresrückblicke so auffällig plaziert, dass man kaum daran vorbeikommt. Na, gut, gegen Letzteres kann ich etwas tun: Ich kann auch einen Rückblick verfassen, objektiv und umfassend, wie ich nun mal bin. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 25. Dezember 2009 um 17:31

Lügenmärchen

Und es begab sich in jenen Tagen,
als der Prophet Amos ganz unausgewogen und einseitig über die herrschende Elite herzog, die er als „fette Kühe“ zu denunzieren sich erdreistete, „die den Kopf des Armen in den Kot treten, und das Ende des Sabbat kaum erwarten können, dass sie Korn feilhaben mögen und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, auf dass sie die Armen um Geld und die Dürftigen um ein paar Schuhe unter sie bringen und Spreu für Weizen verkaufen“,
dass der Beleidigungsprozess wegen Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten mit dessen Einweisung in eine psychiatrische Anstalt endete.

Heute, da die Ansprüche des Wachstums der fetten Kühe identisch sind mit allseits Verbindlichem, würde selbst eine entmoralisierte Fassung davon den guten Mann wegen Anti-Semitismus, Anti-Amerikanismus, Paranoia und allgemeiner moral insanity in die politische Inkorrektheit, also ins Leere laufen lassen.

[ck]

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In Gesellschaft am 23. Dezember 2009 um 07:42

Franz: Regelsatz um 30 Prozent kürzen!

Pünktlich zum Fest der Liebe kommen aus der neoliberalen Ecke wieder Geschenke der anderen Art. Einem Bericht der WELT zufolge empfiehlt der Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung, Wolfgang Franz, eine Absenkung des ALG II-Regelsatzes um 30 Prozent. Franz, der gleichzeitig Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist, plädiert im Gegenzug dafür, die Zuverdienstmöglichkeiten zu erhöhen. Ganzer Artikel »

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In Kurz notiert am 21. Dezember 2009 um 19:16

It's not a trick …

it’s a “So nie”. Zeit für einen kleinen Rant. Ganzer Artikel »

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In Musik am 19. Dezember 2009 um 23:42

Jedöns

Unter “Jedöns” versteht der Rheinländer ein “Getue”, überflüssige, verkrampfte Begeisterung ebenso wie bemühte Entrüstung oder geheuchelten Aktionismus. Kopenhagen ist die Hauptstadt von Dänemark, die dortige Klimakonferenz ist Jedöns. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 19. Dezember 2009 um 19:22

Gegen die Freiheitsrelegionäre (sic!)

Der Übergang vom Feudalismus zur Demokratie geschieht in der Ersetzung der persönlichen Abhängigkeitsverhältnisse durch die erzwungene Anerkennung ihrer freien Abhängigkeit von der strukturellen Gewalt der „Sachzwänge“ durch jede einzelne Seele. Ganzer Artikel »

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In Politik am 19. Dezember 2009 um 14:28

Erika Steinbach,

ihres Zeichens Berufsvertriebene

Jenseits der Konjunkturen unterworfenen Aktualität dieser merkwürdigen Fußnote der Geschichte gibt es so etwas wie eine Befassungswürdigkeit mit dem Thema dieser Funktionärin ohne Gegenstandsbereich. Denn sie verbürgt durch ihre leibhaftige Leibhaftigkeit, dass es die Vertriebenen nicht etwa bloß noch als geschichtliches Phänomen gibt. Ganzer Artikel »

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In Politik am 17. Dezember 2009 um 07:54

Jugend forscht – jetzt auch in der Politik!

Aus einem Beitrag von Klaus Bölling in Ortszeit: Politisches Feuilleton im Deutschlandradio Kultur am 11.12.2009, 12:50 h.

Es geht, Entschuldigung, nicht um Galanterie, es geht um pure Politik oder, genauer, um politischen Instinkt. Die Kanzlerin hat einer eben 32-jährigen Parteifreundin ein Ressort mit der gleichsam universellen Postanschrift anvertraut: „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 15. Dezember 2009 um 20:02

Wissenschaft als Talkshow

Ich hasse es, den Journalisten machen zu müssen. Aber manchmal kommt man um eine tagesaktuell geartete Wortmeldung einfach nicht herum, und gegen sich nicht an. Z. B. wenn im „Nachtstudio“ des ZDF über den Krieg und seine Undefinierbarkeit quer durch die letzten paar Jahrtausende kulturvoll, also begriffslos, darauf los gepanzert wird. Ganzer Artikel »

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In Medien, Politik am 14. Dezember 2009 um 15:42

Im Dreck

(Ein Gastbeitrag von Roberto De Lapuente)

In der Unterschicht, dort wo das karge Leben in fleckiger und dreckiger Blüte steht, wird das Dasein nicht zu knapp zur Kette. Eine Kette, die an der Existenz hält, die das Enteilen aus misslichen und betrüblichen Zuständen vorenthält. Das Leben wird zum bedrückenden Angekettetsein, zum Unverlassbaren – beharrlich liegt zuviel Dasein in der Luft, erschlägt einen die wuchtige Unabänderbarkeit der notdürftigen Existenz. Existieren als Bürde, nicht als Gnade. In der Unterschicht, wo das Leben brummt, brummt vor Sorge und Not, sich grämt vor Zukunftsangst und Unsicherheit, sich übergibt vor Druck und Ausgrenzung, dort ist Leben eine Serie ineinandergefügter Glieder, schier undurchtrennbar, stählern im Widerstand. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 13. Dezember 2009 um 01:12

Keiner Zuhause? Keiner Zuhause!

Worüber, zum Kuckuck, soll ich denn schreiben? Worüber mich aufregen? Was passiert denn gerade? Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 12. Dezember 2009 um 21:00

Davos 2010 – eine Chance für Partizipation?

Eben stolperte ich noch über einen Aufruf von Arianna Huffington, der Gründerin der Huffington Post. In diesem Aufruf fordert sie die Bürger der Welt auf, teilzunehmen am nächsten Weltwirt-schaftsforum in Davos.  Das wäre ja alles “ganz toll und demokra-tisch”, nur hat es leider einen Haken: Diese Teilhabemöglichkeit ist mit einem einem Auswahlprozess verknüpft und letzten Endes darf nur ein einziger “Otto Normalbürger” von rund 6,8 Milliarden teilnehmen und sein gewähltes Thema zur Sprache bringen. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Politik am 12. Dezember 2009 um 00:33

Morgen, Kinder, wird's was geben …

Weihnachten steht vor der Tür, aber für die braven Buben der Bundespolizeidirektion St. Augustin war bereits dieser Tage Bescherung. Mit glänzenden Augen und stolzgeschwellter Brust standen sie um ihr neuestes Spielzeug herum und bewunderten es gebührend – den “Wasserwerfer 10.000″, kurz auch “Wawe 10″ genannt. Jetzt würden sie es der linken Canaille und den langhaarigen Bombenwerfern aber zeigen … Ganzer Artikel »

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In Meinung am 7. Dezember 2009 um 23:08

Ein Ausbruch ist kein Beinbruch

Nachdem die nordrhein-westfälische Justizministerin zunächst die Leiterin der JVA Aachen als Sündenbock präsentierte, scheint nun der Westfälische Frieden ausgebrochen.

Mag ja sein, dass mein Gefühlsleben ein wenig aus dem Lot ist, aber bei mir nun von “klammheimlicher Freude” zu sprechen, seitdem ich erfahren habe, welch’ rasante Entwicklung die anfangs ja doch etwas spröde Beziehung zwischen Roswitha Müller-Piepenkötter und der Aachener JVA-Leiterin Reina Blikslage nimmt, wäre ein unhaltbarer Euphemismus. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 5. Dezember 2009 um 23:09

Klarsicht ist das einzige Laster, das frei macht – frei in einer Wüste.

Anmerkungen zu E. M. Ciorans “Vom Nachteil, geboren zu sein.” oder: Digitalis, delikat dosiert, ist ein Stärkungsmittel

Man sollte diese und seine anderen Aphorismensammlungen nicht vor dem Einschlafen zu sich nehmen:

Der Aphorismus? Ein Feuer ohne Flamme. Man versteht, dass niemand sich daran wärmen möchte.

Dieses Scheitern ist gerade das Ehrenvolle aller Literatur, ganz gleich was sich das sozialpädagogische Engagement über die Fleischwerdung des Worts in die Tasche lügt. Harriet Beecher-Stowes “Onkel Toms Hütte” hat jedenfalls nicht den Sezessionskrieg angezettelt, und Aubers “Stumme von Portici” nicht das Opernpublikum zur belgischen Revolution aufgestachelt. Ganzer Artikel »

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In Literatur am 5. Dezember 2009 um 13:55

Wahrlich kein Feiertag

Heute feiert Bhopal natürlich nicht. Es wäre ja auch ein Jubiläum der besonderen Art: der 25. Jahrestag der Katastrophe. *Tschingderassassa* – der größte Industrieunfall der Geschichte! Ganzer Artikel »

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In Meinung, Umwelt am 3. Dezember 2009 um 21:23

Erstens kommt es anders …

Pläne … Eben schrieb ich noch in einem Forum etwas über “Pläne” und bin darob wieder ein wenig munter geworden, wiewohl es spät ist. Dann halt doch noch einen Gedanken vom “Hausherrn” – auch wenn es meine armen Co-Autoren in ihrer Seriosität wieder kompromittiert. Ganzer Artikel »

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In Vermischtes am 25. November 2009 um 04:41

Die Wut zum Sonntag – Montagsausgabe

Potzblitzdonnerwettersackermentnocheinmal – reicht es denn nicht, wenn ich mich einmal pro Woche mit einem besonders schweren Fall von überbordender Verkommen- oder Dummheit herumschlage? Nein? Teilt jetzt irgendein höheres Wesen den Unsäglichkeiten unseres öffentlichen Lebens ihre “Sendezeit” zu, in der sie auf unsere empfindlichen Gemüter eindräuen dürfen? So etwa jeden Tag eine besondere Idiotie oder eine hervorstechende Schmutzigkeit, nur, damit der arme Autor des Auto-Anthropophagen einfach irgendwann die Lust verliert, resigniert und zu schimpfen aufhört? Das hättet ihr wohl gern, hm? Aber keine voreilige Schadenfreude, ihr Halbschlauen und Unmoralischen, auch nach einem Sechzehnstundentag kann ich noch zubeißen, wenn’s sein muss, und heute muss es eben sein. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 23. November 2009 um 20:29

Wie es Euch gefällt?

Nee, nicht wirklich ;-) Das hier ist ein Blog und da Blogs auch das Leben abbilden sollten, ist man nie vor Überraschungen sicher … Der Hausherr stolperte bei seiner ‘Morgenlektüre’ just über Peter Richters “Parteijournalisten neuen Typs” und ging spontan d’accord – sowohl, was die unsägliche Meinungsmache gegen Lafontaine und Die Linke anbetrifft, wie auch hinsichtlich der Einstufung des Spiegel als “BILD für Intellektuelle”. Der Kollege trifft m.E. den Nagel auf den Kopf und außer “danke” bleibt mir da nichts mehr zu sagen.

Autsch, etwas bleibt doch, weil eben noch was vom Kollegen von Radio Utopie reinkam: Jena brennt! Zwar nicht wirklich, aber der offene Brief der Jenaer Studenten macht deutlich, wie heiß das Thema “Bildung” mittlerweile geworden ist. Daß nun auch in den USA, noch dazu im altehrwürdigen Berkeley, Studenten wieder politisch aktiv werden und die Uni besetzen, scheint mir ein Zeichen, daß “die jungen Leute von heute” so apolitisch und desinteressiert gar nicht sind, und daß die globale Situation an einer Wendemarke angelangt ist.

[fb]

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In Meinung, Politik am 22. November 2009 um 14:25

…als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz

Wirklich, ich wollte(!) über die Studenten schreiben, über ihre Streik- und Protestaktionen, wie sehr ich es hochachte, dass sie, trotz Gleichrichtung in Schule und dann Hoch-Schule, noch immer offenbar instinktiv spüren, dass das, was sie in den Hörsälen seit Neuerem erleben, kein Studium mehr ist, sondern bestensfalls die Weiterführung eines schlechten Gymnasiums mit all’ den gleichen Mitteln. Ich wollte darüber jubeln, dass meine alte “Arbeiter- und Bauernfakultät” in Duisburg weit vorne ist bei den Protesten für eine sinnhafte Bildungsdefinition und für das Ideal eines Menschen, der mehr ist und mehr wert ist als, nur ein akademischer “another brick in the wall”. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 21. November 2009 um 22:00

Ihr kommt alle dran,

Ihr Hetzer, Lügner und Besitzstandswahrer. Das mit einem Lächeln im Knopfloch, denn wir haben keine Angst, dafür aber ein paar gute Anwälte :-) Wir sind ein Team, das sich nicht scheut, Euch alle zu filetieren, da wir Euch nur zu gut kennen – da fliegen dann auch mal schnell die rechten Dumpfbacken mit “linken” Arbeitslosigkeitsverwaltern in einen Topf und der Spaß wird demnächst hier seinen Anfang nehmen. “Spaß”? Wohl eher nicht, schon gar nicht für die Leute, denen wir  zunehmend auf die Zehen treten werden. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 18. November 2009 um 04:04

Im Sumpf

Von Frank Benedikt

Nachdem im Dezember wieder einmal die Verlängerung des Bundeswehrmandats in Afghanistan zur Diskussion ansteht oder besser: durchgewinkt werden wird, ist es wohl an der Zeit, sich im Jahre Acht nach der deutschen Beteiligung am ISAF-Einsatz einmal mehr vor Augen zu führen, was “dort hinten am Hindukusch” eigentlich vor sich geht. Ist dies wirklich ein “Stabilisierungseinsatz” im Sinne von “Nation Building” oder erleben wir hier eine klassische Eskalation? Ganzer Artikel »

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In Krieg am 15. November 2009 um 08:03

Epitaph auf einen Versuch

In all’ den wichtigen, erschütternden, erheiternden, neben-sächlichen, lokalen und dramatischen, immer aber von den selbst ernannten Qualitätsmedien mit unnachahmlicher Schmierigkeit dargebotenen, Neuigkeiten ist eine untergegangen, die zwar nur wenige Zeilen umfasste, mich aber dennoch oder vielleicht gerade deshalb besonders ansprach. Es stand in der Netzeitung nämlich zu lesen, dass die Netzeitung zum Ende des Jahres nach beinahe 10 Jahren des Bestehens eingestellt wird; schlanke 17 Zeilen, die noch die, für die zur Entlassung anstehenden Redakteure entste-henden, Härten bedauert, betont, dass vertragliche Verpflich-tungen auch noch im ersten Quartal 2010 erfüllt werden, und das war’s. Ende ohne Wende. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 14. November 2009 um 23:41

Moral und Widerstand

Gestern jährte sich das Attentat im Bürgerbräukeller zum siebzigsten Male und wenn es meine Zeit erlaubt hätte, hätte ich gerne etwas zu Georg Elser und den Motiven geschrieben, die ihn dazu bewegten, als Einzelner ein Attentat auf Hitler zu versuchen. Da ich aber nicht dazu kam und ich ihn für einen Menschen halte, der äußerst moralisch war, kam mir der folgende Gastbeitrag meiner geschätzten Kollegin Rebecca Evan sehr gelegen: Ganzer Artikel »

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In Politik am 9. November 2009 um 02:11

Das Blöken der Belämmerten

Unter diesem Titel könnte man ja beinahe über alles Aktuelle von heute schreiben. Die Arbeitsmarktpolitiker blöken wie belämmert, weil die Agentur für Arbeit auch im kommenden Jahr wieder ein Riesenfinanzloch aufweisen wird, die NATO-Staaten blöken, weil Afghanistan immer noch ein Schrecken ohne Ende ist, und sogar der FC Bayern hat derzeit genug Probleme, die zum Himmel blöken. Was also soll ich heute mal anpieksen? Ach ja, da kommt mir die blitzartige Idee, mir doch mal den Opelblitz näher anzusehen. (Hier wäre übrigens die neumodische Binde-strichschreibung völlig fehl am Platze, denn beim Opel-Blitz handelt es sich um einen Lieferwagentyp und nicht um das Firmensymbol.) Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 8. November 2009 um 04:53

Leserkritik einmal anders

Für gewöhnlich bedeutet “Leserkritik” ja die – mehr oder minder gerechtfertigte – Kritik des Lesers an einem Autoren, aber heute wollen wir den Spieß einmal umdrehen, ganz im Sinne von Handkes Publikumsbeschimpfung. Ganzer Artikel »

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In Medien am 7. November 2009 um 00:28

Panoptikum

Real existierender Irrsinn aus Deutsch-Absurdistan

(Hier wird der Blogvater künftig Fundstücke und Absurditäten vorstellen, die ihm oder seinen Lesern aufgefallen sind und die dem bundesdeutschen Alltag entstammen.) Ganzer Artikel »

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In Vermischtes am 6. November 2009 um 01:35

Das Ende des Abendlandes …

steht zwar noch nicht unmittelbar bevor, aber – nach Ansicht des Verfassers – heute wurde wieder ein gewichtiger Schritt in diese Richtung unternommen, da das tschechische Verfassungsgericht den Lissabon-Vertrag für “vereinbar mit dem nationalen Recht” erklärt hat. Nachdem bereits schon die Iren abgestimmt wurden, bis sie “das richtige Ergebnis” produzierten, ist damit wohl der letzte Stolperstein für eine “Festung Europa” gefallen. Eine militaristische, unsoziale EU-Verfassung wurde uns undemo-kratisch oktroyiert – wir werden zu reagieren wissen.

Willkommen in Newropa!

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In Europa, Politik am 3. November 2009 um 14:12

Bildnis mit Sumpflandschaft

Neues aus dem Sumpf im Saarland: Dort wird auch munter gemobbt und “auf Linie” gebracht. Jens hat ja neulich schon was dazu geschrieben, und ich denke, das wird nicht das letzte Wort gewesen sein. Der Kollege Trottelbot hat versucht, das noch ein wenig zu ergänzen, da er die lokalen Verhältnisse aus eigener Anschauung kennt, und eines können wir jetzt schon sagen – wir werden ein wachsames Auge auf die Herren an der Saar haben!

Da fällt mir was Böses ein: “Die Saar ist deutsch!” Nö, die ist eher italienisch :-P Zwei Volksabstimmungen in einem Jahrhundert, nur um “Sumpfland” zu behalten – die Folgen dieser Abstimm-mungen tragen wir alle.

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In Politik am 2. November 2009 um 07:54

"1984" revisited

Es ist nun 25 Jahre her, daß Eric Arthur Blairs (besser bekannt als “George Orwell”) Roman “1984″ seinen Zeitrahmen erreichte – seitdem hat sich so manches getan. Überwachung und Bespitzelung der Bürger erreichen ständig neue Rekorde, und auch “Neusprech” ist weiter auf dem Vormarsch. Wenn ich was von “Entsorgungsparks” oder “sozialverträglichem Frühableben” höre, läuft es mir kalt den Rücken runter und ich warte nur darauf, daß auf der Hardthöhe das “Minipax” steht. “Zwie-” bzw. “Doppeldenk” scheint ja auch immer mehr um sich zu greifen … Ganzer Artikel »

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In Politik am 2. November 2009 um 05:45

Der Wählerauftrag

Neulich hatten wir ja bei den Binsenweisheiten gehalten, jenen Sätzen, deren Wahrheitsgehalt so einfach erweislich wahr ist, dass sie als Gemeinplatz gelten. Ich gebe zu, dass auch ich nicht damit gerechnet hätte, so schnell einen Vorgang zu finden, der die Binsenweisheit so verblassen lässt, wie es manchmal die (vor allem politische) Realität der Satire antut. Und doch, wie die Binsenweisheit sagt, „Unverhofft kommt oft“, so las ich jüngst in der Netzeitung diese  Überschrift und dann mit leicht fiebrigen Augen den dazu gehörigen Artikel. Darin wird beschrieben, dass die Allwissendsten der Auguren, jene, die alles vorhersehen und (meist im Nachhinein) auch alles erklären können, die sich, wenn überhaupt, höchstens der normativen Kraft des Faktischen, niemals aber der Vernunft, beugen, dass also die Meinungsforschungsinstitute herausgefunden haben wollen, dass die Zustimmung zur FDP in der Bevölkerung im Schwinden begriffen ist und der Höchststand aus den Tagen der Bundestagswahl mittlerweile deutlich unterboten wird. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 1. November 2009 um 07:14

Aus is' …

Resümee einer Internet-Kampagne

Ja, wir haben gekämpft – mit Zähnen und Klauen -, was nichts daran geändert hat, daß wir schmerzhaft dabei gescheitert sind, die Online-Petition von Ralph Boes doch auch noch nur in die Nähe von 50.000 nötigen Mitzeichnern zu bringen. Gestern war die Zeichnungsfrist beendet und die Petition bei traurigen 6.316 Mitzeichnern angelangt. Niederschmetternd! Ganzer Artikel »

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In Meinung, Soziales am 30. Oktober 2009 um 05:29

Vom Verfall des Intellekts …

Es ärgert mich gerade, eigentlich war ich auch endlich mal beim “Feierabend” angelangt, aber dann mußte ich bei Telepolis noch neue Dummheiten von Rudolf Maresch lesen und habe mich natürlich nicht entblödet, sondern ihm den Fehdehandschuh hingeworfen: Ganzer Artikel »

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In Meinung am 25. Oktober 2009 um 07:15

Chili from hell!

Was jetzt? Das darf ich nicht? Nur, weil ich mal Aristoteles, Kant, Wittgenstein, Quine & Co. gelesen habe? Standesdünkel? Oder weil’s wieder nicht “politisch”, sondern menschlich ist (wobei Sinnen und Trachten aller Politik doch nur genau dem gelten sollte!)? Fi donc! Ganzer Artikel »

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In Vermischtes am 25. Oktober 2009 um 06:10

Das Aufschwimmen der Tigerente

Nun gut, es kam, was zu erwarten war: Die neue Koalition ist in trockenen Tüchern, die “Tigerente” ist vom Stapel gelaufen und unternimmt ihre ersten Schwimmversuche. Zwar wird mal erneut an den Beiträgen zu den Sozialkassen, an der Gesundheitspolitik, an den Laufzeiten von AKWs u.a. herumgeschraubt werden, aber wie meine Lieblingsphilosophin Nina Ruge stets zu sagen pflegt: “Alles wird gut!” Ganzer Artikel »

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In Politik am 25. Oktober 2009 um 05:26

(Dach-)Schadensbericht

Als Ergänzung zu meiner Notiz für Peter Sloterdijk ein Kommentar von Otto Köhler (Mitherausgeber des Ossietzky) im Neuen Deutschland. Darin hält Köhler fest, daß Herr Sloterdijk wohl neben der Spur liegt, Sarrazin sehr kalt berechnend in seinen Aussagen ist und eine langjährige “Komplizenschaft” zwischen “Pöbel-Thilo” und dem amtierenden Bundespräsidenten, Horst Köhler, besteht. Ganzer Artikel »

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In Philosophie, Politik am 24. Oktober 2009 um 22:56

Der Untergang des Laberlandes

Mein alter Kumpel Michael Sailer hat es mal so getauft und – er tat recht daran. Nach dem Gestümpere, das ich eben im Cicero lesen durfte(?),  bin ich endgültig überzeugt davon. Da wird des Chefredakteurs Kolumne mit Ganzer Artikel »

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In Medien am 22. Oktober 2009 um 06:31

Bitte halten sie ihre Papiere bereit, wir nähern uns der Armutsgrenze

Die neuen US-Armutsberichte lassen auch auf dieses Land rückschließen

Es ist ja kaum zu verhindern, aber man ärgert sich doch jedesmal, wenn man bemerkt, dass einem eine eigentlich wichtige Nachricht durchgerutscht ist, dass man sie nicht mitbekommen hat. So ging es mir gestern auch mit dem kurzen Hinweis unseres Haus- und Hofkannibalen auf die Armutsuntersuchung in den US of A und den daraus resultierenden Schwierigkeiten und Disharmonien zwischen den sie deutenden Kristallkugelkoryphäen. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 22. Oktober 2009 um 05:45

Das Hartz IV-Casino hat geöffnet!

Laut einem Bericht des SWR soll ein Angestellter der Konstanzer Agentur für Arbeit (AfA) zwischen 2007 und 2009 rund 250.000 Euro veruntreut und größtenteils in Onlinecasinos verspielt haben. Aufgedeckt wurde dies erst von einem aufmerksamen Kollegen. Ganzer Artikel »

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In Soziales am 20. Oktober 2009 um 20:07

Ein klarer Fall von Hinterhältigkeit

Wie in allen Lebensbereichen, so gibt es natürlich auch in der Politik ewige Wahrheiten, die so oft in der Praxis erprobt wurden, dass man sie nur noch als “Binsenweisheiten” bezeichnen kann, weil jeder ihren Wahrheitsgehalt kennt. Wer zum Beispiel wüßte und glaubte nicht, dass Politik ein schmutziges Geschäft sei, dass sie den Charakter verdirbt und dass die Steigerungsformen von “Feind” die Nomen “Todfeind” und, im Superlativ, “Parteifreund” sind. Ebenso bekannt, aber weitaus weniger beherzigt, ist das Bismarck’sche Postulat, wonach Politik die Kunst des Machbaren ist. Besonders der letzte Satz ist einigermaßen tiefgründig und daher geeignet, als Leitlinie zu gelten, die anderen spiegeln lediglich Erfahrungen wider, die von jedem geteilt, aber eben nicht von jedem formuliert werden konnten und können. Beide Darstellungsweisen haben ihre Berechtigung, können der Erbauung des Publikums dienen und auf diese Weise an der politischen Willensbildung mitwirken. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 18. Oktober 2009 um 07:55

Innere Logik

Als ich bei Telepolis auf diesen Artikel stieß, war meine erste Reaktion vergleichsweise ungläubiges Staunen. Ich hatte zwar nie vermutet, dass italienische Soldaten bereit seien, ihr Vaterland in der Region des Hindukusch allzu intensiv zu verteidigen, aber dass man den Taliban für eine Art von “Nichtangriffspakt” Zehntausende von Dollars gezahlt haben soll, überraschte mich denn doch ein wenig. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 17. Oktober 2009 um 06:01

Kopfschütteln als erste Bürgerpflicht

Welch’ ein wunderbarer Sommer liegt hinter uns! Es war “Superwahljahr” und die Parteien, die ja laut Grundgesetz an der politischen Willensbildung mitwirken sollen, gaben sich sich schwere Mühe, den Eindruck zu erwecken, als könne ihnen dies sogar einmal in vier oder fünf Jahren gelingen. Dabei kamen zwar größtenteils auch nur nichtssagende Bilder von in jeder Hinsicht und in jeder Legislaturperiode nichtssagenden Kandidaten heraus, die völlig zusammenhanglos von nichtssagenden Slogans umrahmt waren, denen die Beteuerung zu Grunde lag, dass man die Kraft habe (kein Mensch wusste, wofür) oder auch, dass Deutschland es besser könne (kein Mensch hätte dieses unpersönlichste aller Personalpronomina namhaft machen können) und so weiter und so fort ad libitum im immer gleichen Trott des antiken, seit sechzig Jahren geübten Rituals. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 14. Oktober 2009 um 05:04

Stand up and shout!

Diesen Titel meines Lieblingsmusikers Ronnie James Dio stelle ich einem Beitrag voran, in dem ich leise Kritik an unserem Gastgeber üben möchte, oder, um es mir mit dem freundlichen Kannibalen von nebenan nicht zu verscherzen: Ich möchte gern einmal eine etwas andere Sichtachse in die Diskussion bringen. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 11. Oktober 2009 um 00:18

Der Triumph der Ignoranz?

Sagt mal, liebe Mitbürger, was ist eigentlich mit Euch los? Da werden im letzten Jahr im Rahmen des § 31 SGB II beinahe 800.000 Menschen mit Sanktionen überzogen, die die Betroffenen im schlimmsten Fall verhungern oder ohne Obdach lassen – und Ihr schaut nur zu! Da werden solch rigide Maßnahmen verhängt, aufgrund von Willkür, “Irrtum vom Amt”, Boshaftigkeit oder auch infolge eines Versäumnisses des “Kunden”, welches aber nicht derart inhumane Bestrafung(!) erfordern würde – und Ihr schaut nur zu! Da liegt nun seit dem 20.8.  auf den Bundestagsservern eine E-Petition, die die Abschaffung dieser Grausamkeiten fordert – und Ihr schaut nur zu! Ganzer Artikel »

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In Meinung am 6. Oktober 2009 um 02:43

Wenn "Freunde" keine sind …

Tja, manchmal erhofft man sich noch was, wenn man mal wieder jemand kennenlernt, von dem man glaubt, daß er auf der gleichen Welle schwingt. Oft genug entpuppt sich dies nur als Trugschluß – Männer erweisen sich als fühllos/brutal, Frauen als “zickig” – und Menschen, mit denen man sich “seelenverwandt” wähnt, als simple Blender, hinter deren Potjomkinscher Fassade gähnendes Nichts herrscht.

Nein, es macht nicht stets Freude, ein “Mensch unter Menschen” zu sein, zu geben und zu geben, während nur genommen wird, gleichzeitig einem aber  versichert wird, daß man doch soo doll liebgehabt wird.

All diese “Liebhaber” haben ja auch all die anderen Menschen soo furchtbar lieb, wollen nur ihr Bestes und dirigieren sie deshalb entweder im Kreis herum wie Zirkuspferde, oder aber denken im Kreis, weil sie es soo gut meinen und sich damit nie der “Praxis” stellen brauchen.

Ich habe sie satt – die Dirigenten, wie auch die Gutmeiner! Könnten wir vielleicht mal zur Tagesordnung übergehen …?

[fb]

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In Meinung am 1. Oktober 2009 um 04:49

Die "Schlacht" ist geschlagen …

und erwartungsgemäß regiert in Berlin nun Schwarz-Gelb. Wer aber erwartet hat, daß damit schon alles vorbei ist, der hat sich getäuscht: Jetzt geht es erst richtig los ;-)

Die ersten Freunde und Kollegen haben sich schon gemeldet und sich zu einer Fortsetzung des “Kampfes gegen die Koalition” bereiterklärt, da auch sie weiteren Sozialabbau, Aufweichung des Kündigungsschutzes, Fortführung des Krieges und “den Ausstieg aus dem Ausstieg” erwarten. Wir werden also in den kommenden Tagen ein Forum einrichten, in dem wir uns alle treffen und über künftige Aktionen beraten können. Auch darüber, wie wir eine gerechtere und lebenswerte Gesellschaft erreichen wollen, werden wir uns da dann hoffentlich unterhalten.

Solidarische Grüße

Frank, der Auto-Anthropophag

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In Politik am 28. September 2009 um 20:09

Die Meinung, die Freiheit und der Rat

Während der Hausherr, sprich der Auto-Anthropophage, außer Haus auf Wahlkampftour ist, tanzen die Mäuse, sprich seine Autoren, auf dem Tisch. Doch zunächst wollen wir Frank zu seinen Bemühungen, die wir mit ebenso so viel Sympathie verfolgen, wie diejenigen des jamaikanischen Bobteams bei den Olympischen Winterspielen, viel Erfolg wünschen, mehr jedenfalls, als die farbigen Sportsleute im weißen Kanal hatten. Die Aussichten sind gut, denn auch, wenn die Partei, für die er eintritt, sicherlich bei den Wahlen keine Goldmedaille erringen wird, so wird es doch eben auch kein zweiundzwanzigster Platz von dreiundzwanzig Gestarteten werden. Also, Menschenfresser: Dabeisein ist alles und “citius-altius-fortius” fortan Dein Motto. Wenn Du jetzt noch darauf achtest, Deine Dopingmittelchen erst nach Schließung der Wahllokale in Deiner Stammwirtschaft einzufüllen, wird Deinem Erfolg nichts mehr im Wege stehen. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 27. September 2009 um 22:46

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Toll! Die SPD ist weiter im Aufwind, wie der Cicero zu berichten weiß. Ändert das irgendwas? Wir werden für fünf(!) weitere Jahre eine Kanzlerin Merkel haben, die einer – wie auch immer gearteten – Koalition der sozialen Grausamkeiten vorstehen wird.
  • Mehr Merkel: Die FAZ riskiert einen Blick auf “Die Fremde“. Fremd? Wieso? Die paßt doch hervorragend zu diesem Land …
  • Mal wieder ein wenig Hintergründe zu ‘den Taliban’, ebenfalls bei der FAZ. Die durchaus komplexe Situation “am Hindukusch” so runterzubrechen, wie es in der öffentlichen Diskussion hier gerne gemacht wird, ist halt nicht hinrei-chend.
  • Reizend. Die NPD verschickt vor der Wahl Heimreise-aufforderungen an ausländische Mitbürger. Can this be true? Nachzulesen beim Fokus(!).
  • Oho! Frau Merkel meint im Interview mit der Frankfurter Rundschau, ganz im Gegensatz zu Guttenberg und Steinbrück, nach der Wahl Einschnitte vermeiden zu können. Wäre ja nett, wenn sich dei Regierugschefin von morgen um ihre Sprüche von gestern kümmern würde.
  • Tom Strohschneider plädiert beim Freitag gegen die Idee einer “Wahlpflicht” und ich gebe ihm recht. “Pflicht” sollte es doch allen Bürgern auch ohne “Druck von oben” sein – es liegt doch in ihrem ureigensten Interesse, eine bestmögliche Regierung zu bekommen.
  • Noch wird über die Arbeitsplätze bei Opel und anderen großen Konzerne gesprochen, während die mittelständischen Unternehmen durch “Heuschrecken” systematisch ausge-plündert werden und Jobs en gros wegfallen. Zu lesen heute in der Jungen Welt.

Aus der Nachbarschaft:

  • Paulinchen sagt es ganz klar und simpel: Jeder kann wissen, was er oder sie wählt, oder es aber einfach bleiben läßt. Wer seinen A*** nicht hochkriegt, um sich für seine Rechte einzusetzen, ist selber schuld. Punkt.
  • Daß irgendetwas mit unserer Gesellschaft wohl nicht stimmt, keiner aber daran schuld sein will, schreibt heute erneut Antiferengi. Die Pointe (“Conclusio” für die Frickeler hier) habe ich aber vermißt, denn die gehört nun mal dazu ;-)
  • Interessante Notiz seitens eines Gastkommentators bei der Chefarztfrau: “No pasarán!” Leider kommen “sie” durch und “wir” werden entweder ohnmächtig zusehen oder unsere Är***e hochbekommen.

Ja, sorry, es hätte imo noch einiges zu erwähnen gegeben, manches zur Diskussion zu stellen, aber auch mein Tag hat eben nur 24 Stunden :-( Gute Nacht, Deutschland – wo immer Du bist ;-)

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In Medien am 23. September 2009 um 22:07

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Daß die Krise inzwischen auch die Geldbörsen der Menschen erreicht hat, findet sich bei der heutigen Frankfurter Rundschau.  Zum zweiten Mal in Folge sind die Reallöhne gesunken. Ist das nur der ‘Krise’  oder nicht auch dem neoliberalen Kurs der Regierung geschuldet?
  • Ausgerechnet Zbigniew Brzezinski warnt Israel vor einem Angriff auf Iran und droht mit Konsequenzen. Nachzulesen in der Jungen Welt.
  • Martin Ling hält im Neuen Deutschland fest, daß die Armen bein G 20-Gipfel in Pittsburgh mal wieder keine Stimme haben haben. Wenigstens ein ‘Katzentischchen’ wäre als dekoratives Feigenblatt doch angebracht gewesen, meine Damen und Herren ‘Entscheider’!
  • Beim Perlentaucher gibt es eine interessante Preview zur heute erschienenen Mehring-Biographie von Carl Schmitt. Einen Buchauszug gibt es obendrein. Leseempfehlung!
  • Nicht zu unrecht weist das Erwerbslosen Forum Deutschland darauf hin, daß die Bürger doch zur Wahl gehen sollten. Mit stumm zuhause rumsitzen ändert sich auch nichts, es bestätigt nur die Verfechter der “Agenda 2010″ und eines neoliberalen Kurses. Quelle: PR-SOZIAL
  • In die Klimadebatte kommt wohl langsam wieder etwas Bewegung: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, Bush dem Dümmeren Jüngeren, sieht Barack Obama anscheinend das Bedrohungspotential der sich abzeichnenden Klima-katastrophe und will gegensteuern. Gefunden beim SPON ;-)
  • “Feind hört mit!” So boshaft könnte man titeln, wenn man den Staat per se als ‘Feind’ betrachten würde ;-) Die Süddeutsche weiß heute von einem signifikanten Anstieg der Telefonüberwachungen zu berichten – vor allem in Bayern. Hey, da werde ich meine ’subversiven’ Telefonate mit Euch aber einschränken müssen :-)
  • Auch das Thema ‘Folter’ darf nicht in Vergessenheit geraten! Bei der taz ist heute was über Folterung bis zu Hirnschäden zu lesen. Wichtig!
  • [Erg.] Leider vorhin völlig vergessen: Reinhard Jellen hat für Telepolis ein ausführliches Interview zur Hartz IV-Sanktionierungspraxis geführt. “Lesebefehl” ;-)

Aus der Nachbarschaft:

  • Zwar “von gestern”, aber noch aktuell: Weissgarnix zur Wahlempfehlung der FTD, zur “inhaltslosen Kanzlerin” und mit dem Aufruf, wählen zu gehen.
  • Angesichts des jüngsten Amoklaufes hält der 7Schläfer fest, daß weiterhin nur an den Symptomen herumgepfuscht wird, anstatt sich endlich mal mit den gesellschaftlichen Wurzeln dieses Phänomens zu befassen. Lesenswert!
  • Chris von f!xmbr ist mal wieder sehr kritisch mit den Piraten, aber das tut imho auch not. Die Lapsi und Fehler häufen sich in letzter Zeit und auch ich bin nicht bereit, weiter eine Partei zu unterstützen, die anscheinend weder ein klares Programm noch eine klare Abgrenzung zu den Rechten hat.
  • Auch beim Spiegelfechter, der den Piraten anfangs – wie ich – mit großer Sympathie gegenüberstand, mehren sich die Bedenken. “Klarmachen zum Kentern?“, fragt der Jens heute und die Fragen, die er aufwirft, sind m.E. berechtigt. Nach dem ‘Nachweis’ der Unkenntnis der politischen Landschaft in Deutschland durch  ihre Führungsspitze, der fehlenden Abgrenzung nach Rechts, und die generelle Monothematik, die ganz wesentliche Aspekte der Gesellschaft einfach ausläßt, muß sich die ‘Maus-schubserfraktion’ doch mal fragen lassen, ob sie denn nicht als IG oder AG oder AK in einer der vorhandenen Parteien besser aufgehoben wäre. ‘Bürgerinitiative’ wäre natürlich auch eine Möglichkeit … Für eine ‘Partei’ ist es derzeit jedoch definitiv zu wenig.

Entschuldigung, lieber Leser, wenn das heutige “Aufgelesen” erst so spät kommt, aber ich war heute irgendwie anders ‘verplant’ ;-)

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In Medien am 22. September 2009 um 21:03

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Sehr schön – nach den Wahlen wartet schon die nächste kleine soziale Grausamkeit auf die Bürger: Die gesetzlich Krankenversicherten sollen ab 2010 einen Zusatzbeitrag an die Kassen zahlen, so der NRW-Sozialminister Laumann (CDU) in einem Interview mit der Welt. S. dazu auch den Beitrag in der Jungen Welt von heute.
  • Die HSH Nordbank muß sich zwar vom Staat (und damit den Steuerzahlern)  vor der Insolvenz retten lassen, hat aber anscheinend noch Geld zu verschenken. Wie heute bspw. bei der FAZ zu lesen ist, hat die Bank Goldman Sachs 45 Millionen Dollar ohne jede  Zahlungsverpflichtung trans-feriert, was in Bankerkreisen – laut einem Bericht des NDR – als “Geschenk” bezeichnet wird.
  • Beim Deutschlandradio findet sich die dürre Notiz, daß die CSU nach der Wahl die Einkommenssteuer in zwei Schritten senken will. Ah ja, und wie soll das gegenfinanziert werden? Höhere indirekte Steuern oder weitere Einsparungen in den Bereichen Soziales und Bildung? Auch die FTD ist da einstweilen nicht schlauer.
  • Wieder ‘Überhangmandate’: Der Fokus spricht im Titel doch glatt von “verfassungswidrig“, wiewohl sie ein letztes Mal vor einer Neuregelung zugelassen wurden. Ja was denn nun?
  • Die Löhne sinken wieder und die Frankfurter Rundschau schlüsselt es ein wenig auf.
  • ‘Überhangmandate’, die hoffentlich letzte (nicht ganz – von Jens gibts jetzt noch was Komplexeres bei TP dazu). Laut FTD gehen einige grüne Bundestagskandidaten nun dazu über, ihre potentiellen Wähler darum zu bitten, die Erststimme der SPD zu geben.
  • Sehr ernüchternd heute Hans-Jürgen Jakobs in der Süddeutschen; der Tenor – egal, wie es kommt, Merkel bleibt uns als Kanzlerin erhalten. Noch ernüchternder seine Anmerkung: “Mit einer perfekten Demokratie hat dies alles wenig zu tun.”
  • Und weil’s gar so hübsch ist: “Piraten fordern Internetminister“, so die heutige taz. Kollegen, geht’s noch? Ist ja sehr nett von Euch, daß Ihr an die “sozial Schwachen, älteren Menschen und Geringqualifizierten”, die irgendwie unterversorgt und unterbelichtet sind, denkt, aber dafür gleich ein weiteres Ministerium schaffen? Reicht da nicht eine Abteilung in einem der bestehenden Ministerien, die sich mit Sozialem, Wissenschaft, Kultus etc. beschäftigen, aus? Irgendwie bekomme ich zunehmend Zweifel an Eurer Kompetenz …

Aus den Blogs:

  • Bei ad sinistram hat der gute Roberto mit Konsequenz und beredt richtig geschrieben, daß Demokratie aus einer Kultur heraus enstehen muß, und ihr nicht oktroyiert werden kann. Lesenswert, da sehr ernsthafte Gedanken!
  • Antiferengi setzt sich ironisch mit dem angedachten Sparkurs von “Gutti” & Co. auseinander; sparen wir uns nicht endlich mal Hartz IV?
  • “Flatter” bringt es bei Feynsinn imo auf einen Nenner: “… dann wählt mal schön!” Zu all dem Absurden um uns herum, zu all dem Irrationalen, gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen.
  • Die Opposition stärken will Chris von fx!mbr. Sehr löblich, aber wohl nicht “zielführend”, da (unter seiner Prämisse der Fortsetzung der GroKo) weder Grüne noch FDP imho als “Opposition” gewertet werden dürften.

Und jetzt ist ‘Feierabend’ – ich will mal was essen und dann vielleicht noch Die Grünen niederschreiben :-)

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In Medien am 21. September 2009 um 20:35

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Einen recht unkritischen Nachruf auf Irving Krystol kann man heute bei der FAZ lesen. Krystol, der am Freitag im Alter von 89 Jahren starb,  war einer der Vordenker und Führer der amerikanischen Neocons und seit den Achtzigern von großem Einfluß auf die Politik der Republikaner.
  • In Afghanistan will die CIA ihre Präsenz ausbauen, um verstärkt gegen den Widerstand vorgehen zu können, da die Taliban ihre größte Stärke seit 2001 erreicht hätten, wie heute die L.A. Times berichtet.
  • Über die “wahren Bürger in Uniform” schreibt Hans Wallow beim Freitag. Kritische Meinungsäußerungen bei den Streitkräften werden immer noch nicht gerne gesehen und immer wieder auch sanktioniert.
  • Im Tagesspiegel verweist Harald Schuman auf den Widerspruch  zwischen den Wahlkampfparolen und den Steuersünden der Parteien  in den letzten Jahren. Seine Forderung: “Macht euch ehrlich
  • Von “Wahlbetrug” ist bereits die Rede, da Grüne und SPD eine Regierung, die nur durch Überhangmandate zustande kommen sollte, für “illegitim und verfassungswidrig” halten, so die heutige taz. Zu Geschichte und Rechtskonformität der Überhangmandate findet sich Näheres in der gestrigen Zeit.
  • Ebenfalls in der taz kann man lesen, wie sich auch hochqualifizierte Migranten hier oftmals mit Putzjobs über Wasser halten müssen, da ihre Abschlüsse und Diplome in Deutschland häufig nicht anerkannt werden.

Aus den Blogs:

  • Beim Saarbreaker sieht Arno Hirsch das System festgefahren und votiert für ein Umdenken in der Gesellschaft – für mehr Verantwortungsbewußtsein und Solidarisierung statt Vereinzelung.
  • Über den Irrtum, daß Wahlstimmen für kleine Parteien automatisch Schwarz-Gelb stärken schreibt heute unser Spiegelfechter Jens.

Soweit die ‘Medienschau zum Tage’; heute war irgendwie nicht viel geboten, wie ich finde ;-)

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In Medien am 20. September 2009 um 20:20

Wahltag ist … Sonntag

Auch, wenn es mit dem freien Auge beinahe nicht wahrzunehmen ist, so wird doch in naher Zukunft gewählt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mein Vater zu solchen Gelegenheiten die fromme Spruchweisheit “Wahltag ist Zahltag” zu zitieren pflegte, vermutlich wohl, um mich darüber zu beruhigen, dass die sprechenden Köpfe, die man ständig in der Flimmerkiste sah, und die damals noch Brandt, Wehner, Strauß und Barzel hießen, in zunehmendem Maße das Gefühl verbreiteten, dass man, einmal an der Spitze der Idiotenhierarchie namens “Subsidiarität” angelangt, offenbar unter Naturschutz steht und damit tun und lassen kann, was immer einem gerade einfällt. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 20. September 2009 um 00:27

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Fast fühlt man sich an eine Bananenrepublik erinnert, wenn man liest, daß die OSZE Beobachter für die Bundes-tagswahlen in Deutschland entsandt hat. Der Cicero hat den Missionschef in Berlin besucht.
  • „Peak-Oil“? Wohl eher „Oil Rush“ in Afrika. Die FAZ berichtet über neuentdeckte Öl- und Gasvorkommen auf dem Schwarzen Kontinent und die Chancen wie Probleme, die damit einhergehen.
  • Die Lohndrücker sind wieder unterwegs. In der Jungen Welt von heute ist nachzulesen, wie die Bahn AG versucht, die Löhne im Regionalverkehr zu drücken – teils um bis zu 25 Prozent. Fi donc!
  • Eine „Entfesselung staatlicher Gewalten“ und „eine Militarisierung der inneren Sicherheit“ beklagt der Bürgerrechtler Rolf Gössner im Neuen Deutschland. Nicht zu unrecht konstatiert er einen „permanenten Ausnahme-zustand„.
  • Thomas Mitsch hält bei Nachrichten Heute fest, daß gemäß einer neuen Analyse von SIPRI die Rüstungsexporte weiter steigen und Deutschland weiterhin drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist. Dazu auch der Song von Konstantin Wecker, den ich vorhin eingestellt habe.
  • Weitere schwere Fehler wirft der SPON dem Oberst Klein vor: So habe dieser nicht nur wahrheitswidrig behauptet, daß eine akute Bedrohung vorgelegen habe, sondern auch das Angebot der Piloten, zunächst eine Machtdemonstration vorzunehmen, einfach abgelehnt.
  • In den USA wird derweil der Krieg zunehmend unpopulärer. Laut Tagesspiegel ist mittlerweile eine Mehrheit von 51% der US-Bürger der Ansicht, daß Afghanistan den Kampf nicht wert sei.
  • Afghanistan zum Dritten: Matin Baraki, Afghanistan-Experte von der Uni Marburg, schätzt gegenüber der Berliner Umschau, daß die NATO eine Million Mann benötigen würde, um Afghanistan zu sichern.
  • Wie die Mafia Schiffe mit Atom- und Sondermüll im Mittelmeer versenkte, darüber schreibt Michael Braun bei der taz. Vermutlich mehr als 30 Frachter mit nuklearen Abfällen liegen vor Italiens Küsten auf Grund.
  • Daß die Kanzlerin und die CDU angeblich “sozial-demokratisiert” sein, dieser Propagandaente nimmt sich heute Albrecht Müller auf seinen NachDenkSeiten an. Ein weiteres Beispiel dafür, wie die großen Medien desinformieren und manipulieren.

Aus den Blogs:

  • Antiferengi hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar Worte zu Joschka Fischers neuer Beratertätigkeit für BMW zu finden. Fein, denn dann muß ich das nicht machen ;-)
  • Zur Plausibilität der jüngsten Terrordrohung gegen Deutschland macht sich flatter beim Feynsinn so seine Gedanken. Das besagte Video von Bekkay Harrach findet sich bspw. in der Röhre.
  • Luise schreibt bei Duckhome was zum “Bauernaufstand in Europa” und findet die Solidarisierung der Milchbauern so bemerkenswert wie vorbildhaft.
  • [Erg.:] Tammox hat heute mal einen Blick auf die Pharmalobby riskiert und an zwei Beispielen ihre Verflechtung mit hochrangigen Politikern belegt.

Soweit die ‘Medienschau zum Tage’. Nach Mitternacht gibt es dann eine neue “Wut zum Sonntag”, denn Andreas war wieder fleißig ;-)

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In Medien am 19. September 2009 um 20:00

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Nachdem sich unlängst bereits der DIW-Chef Zimmermann für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aussprach, stößt nun der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes (HWWI) in’s selbe Horn. Für den SPON entwirft er eine “Agenda 2020“, die u.a., neben einer weiteren Senkung der Lohnnebenkosten, die Forderung enthält, die indirekten Steuern anzuheben. Den Verbraucher wird’s freuen …
  • Neues über den Luftangriff weiß die FTD zu berichten: Anscheinend hat der deutsche Oberst unter Vorspiegelung der falschen Tatsache, man stünde “in direktem Feindkontakt” , den Luftschlag befohlen.
  • Laut GFP stellten gestern äthiopische Menschenrechtler Strafanzeige gegen die Bundesregierung wegen ihrer langjährigen Unterstützung der Regierung in Addis Abeba, der schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Der deutsche Botschafter, Claas Dieter Knoop, bezeichnete 2006 das Land in einem ‘Sonderbericht’ an die Hanns-Seidel-Stiftung als “von besonderer Rolle für die deutsche Außenpolitik”.
  • Der Gerichtspsychiater Norbert Nedopil schreibt in der heutigen Süddeutschen über die Entwicklung jugendlicher Gewalttäter und warum diese von Geburt an ohne Chancen wären.
  • Wie einer Reuters-Meldung zu entnehmen ist, steht die WestLB kurz vor der Gründung der ersten “Bad Bank”.  Risikopapiere im Wert von über 80 Milliarden Euro sollen in der Folge in diese ausgelagert werden.
  • Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster  zum Kraftwerksbau in Datteln (Andreas schrieb hier eine bissige Polemik zu dem Thema) mußten gestern die Bauarbeiten wenigstens teilweise eingestellt werden. Die taz schreibt von “Klimakiller vor dem Aus” und einer “gigantische[n] Investitionsruine“, die E.ON dort in die Landschaft gesetzt hat.
  • Signore Berlusconi scheint etwas weniger lernresistent als seine deutschen Kollegen, denn er will nach dem jüngsten Vorfall die italienischen Truppen möglichst schnell vom Hindukusch heimholen. Nachzulesen in der heutigen online-Zeit.
  • Einen dramatischen Laugeneinbruch im Atommüllager Asse meldete heute Mittag der Fokus. Beim Betreiber herrscht nun Alarmbereitschaft, da es “im schlimmsten Fall zu einem unbeherrschten Zustand” kommen könne.
  • ‘Armut abschaffen durch HiTech-Waffen’ – so boshaft könnte man wohl reimen, wenn man der aktuellen Studie des Think Tanks EUISS folgen mag. Darin wird die Vorbereitung für den Militäreinsatz gegen Armutsflüchtlinge gefordert, wie heute wieder bei der Neuen Rheinischen Zeitung zu lesen ist. [Anm.d.A.: Dazu möchte ich gerne was schreiben, doch hat die Studie 175 Seiten, die ich erst noch lesen muß]

Aus den Blogs:

  • Antiferengi hat einen weiteren Teil seiner Serie “Wer uns wirklich regiert” fertiggestellt und nimmt heute die ‘Wissenschaftsjournalisten’ ein wenig unter die Lupe.
  • Über das Ende der “Eiszeit” zwischen Washington und Moskau schreibt heute mein ‘Cheffe’, der Spiegel-fechter-Jens. Nach der einstweiligen Einstellung des Raketenschirm-Projekts in Osteuropa dürften sich die bilateralen Beziehungen wieder verbessern, wenn auch einige NeoCons und Politiker in Polen und Tschechien vor Wut mit den Zähnen knirschen und sich unsere Kanzlerin wieder mal auf der Gewinnerseite wähnt.
  • Ein Gedicht zur Lage der Praktikanten fand ich heute bei Zeitgeist: “Deutschland – ein Sommer- wie Wintermärchen“. Metrisch nicht ganz einwandfrei, dafür aber gut die Situation beschreibend.

Soweit die ‘Medienschau zum Tage’, ich muß jetzt mal wieder was arbeiten ;-)

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In Medien am 18. September 2009 um 19:58

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Die europäischen Milchbauern gehen wieder auf die Barrikaden und streiken, wie bspw. der Tagesspiegel zu berichten weiß. Anlaß ist die Liberalisierung des Milch-marktes durch die EU und der Druck von Lebens-mitteleinzelhandel und Molkereien auf die Bauern, die inzischen in der Verlustzone operieren.
  • In Afghanistan wird anscheinend auch die Haupstadt Kabul zunehmend das Ziel von Angriffen “der Taliban”: Laut FAZ wurden bei einem Anschlag mindestens 16 Menschen, darunter sechs italienische Soldaten, getötet.
  • Über die möglichen Konsequenzen der Wahlmanipulation in Afghanistan schreibt Lutz Herden beim Freitag. Kurz, aber prägnant.
  • Eine gute Zusammenfassung der sehr persönlich geschil-derten Erlebnisse und Gespräche von Jürgen Todenhöfer in Afghanistan gibt es bei der Jungen Welt. Grundlage bildet eine Reportage bei der Frankfurter Rundschau. Sein Gegenüber zu verstehen, ist m.E. immer der erste Schritt zur Auflösung von Konflikten.
  • Laut SPON wurde der Kopf hinter der Sauerland-Zelle von einer US-Drohne getötet. Frage an Radio Eriwan: Sind wir jetzt wieder ein Stück sicherer? Radio Eriwans Antwort: Im Prinzip ja, aber …
  • Präsident Obama hat es wahrlich nicht leicht mit seinem honorablen Versuch, den US-Amerikanern endlich eine vernünftige und erschwingliche Krankenversicherung zu bescheren: Die Widerstände, gerade seitens diverser Lobbies, scheinen einfach zu stark und und er muß sich sowohl mit rassistischen, “Sozialismus”- und Lügen-Vorwürfen herumschlagen. Der republikanische Abgeordnete Joe Wilson bspw. nennt Obama einen “Lügner”, wie die SZ berichtet, und hat damit einen Eklat verursacht. Die Zeit sieht gar die Reform-Pläne des Präsidenten als “so gut wie gescheitert” an.
  • Der Tagesspiegel (unter Bezugnahme auf Die Zeit und dpa) meldet, daß Präsident Obama wohl “keine baldige Truppenverstärkung” in Afghanistan plane – auch gegen die Begehrlichkeiten des eigenen Militärs.
  • Wikileaks erfährt durch die heutige online-Zeit eine ‘Aufwertung‘. Im Sinne von Transparenz, Demokratie und “Aufklärung 2.0′”ist dies nur zu begrüssen ;-)
  • Eine Reuters-Meldung, die mich zum Stutzen brachte: “Iran ist keine ernste Bedrohung” Aha? Seit Jahren wird allerorten das Gegenteil behauptet, es werden Kriegsszenarien angedacht und Sanktionen verhängt, und nun kommt ausgerechnet Ehud Barak, der israelische Verteidigungsminister(!), mit dieser Aussage daher. Verkehrte Welt …

Aus den Blogs:

  • WEISSGARNIX hat wieder zwei sehr feine Beiträge gebracht: Eine liebevolle Buchempfehlung zu Ernst Noltes “Geschichte Europas 1848-1918” und eine ‘Solidaritäts-erklärung eines Besserverdienenden‘. Chapeau!
  • Wie hart Steuerbord segeln die Piraten?“, fragt Chris bei f!xmbr. Eine berechtigte Frage, denn die Positionen der Partei sind alles andere als klar und die jüngsten Fehler im Umgang mit der Jungen Freiheit lassen hinsichtlich der politischen Orientierungsfähigkeit Arges schwanen.
  • Mein ‘guter alter Jens’, seines Zeichens Spiegelfechter, ist der merkwürdigen Geschichte um die Arctic Sea ein wenig mehr auf den Grund gegangen, findet weitere Ungereimtheiten und merkt an, daß wohl lieber keiner was Genaues wissen will …

Soweit subjektiv aus den Medien und Blogs – ich mach jetzt mal Mittagspause ;-) Nachher gibt es noch einen Themenschwerpunkt zum Ende der US-Raketenabwehrpläne in Europa.

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In Medien am 17. September 2009 um 22:23

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Nichts dazu gelernt, und den Rest vergessen: So ließe sich wohl am ehesten ein Fazit zum Lehman-Debakel ein Jahr danach ziehen. In der Jungen Welt kommt dazu heute Joseph Stieglitz zu Wort, der davor warnt, daß das internationale Finanzsystem noch unsicher als vor einem Jahr sei.
  • Berlin bleibt das Armenhaus Deuschlands“, weiß der Tagesspiegel zu berichten. Im Mai dieses Jahres hatten die ALG II-Empfänger einen Anteil von 18,6% an der Stadtbevölkerung – der Spitzenwert in Deutschland.
  • Den ‘Vormarsch’ der EU nach Zentralasien verfolgt German Foreign Policy mit kritischem Blick. Einflußnahme und Einmischung dort scheinen auf der politischen Agenda zu stehen.
  • Seehofer im Wahlkampf: Nachdem er sich für eine Vervierfachung des Schonvermögens für ALG II-Empfängern ausgesprochen hat, spricht sich das Erwerbslosen Forum Deutschland bei PR-Sozial sarkastisch für “zehn Schippen drauf” aus und verweist zurecht darauf, daß kaum ein ‘Hartzie’ über die Mittel verfügt, um derlei Rücklagen anlegen zu können.
  • Beim SPON findet sich heute die Meldung, daß Israel mit allen diplomatischen Mitteln gegen den Gaza-Bericht der UN (ich verlinkte den bereits gestern) vorgehen will, damit er nicht vor den Weltsicherheitsrat oder den Internationalen Srafgerichtshof kommt.
  • Laut der Süddeutschen sieht der UN-Generalsekretär die Klimaschutz-Verhandlungen in einer Sackgasse. Verantwortlich dabei seien vor allem die USA, die sich mit Europa nicht einigen könnten.
  • Eva Völpel schreibt bei der taz über Niedrig- und Niedrigstlöhne, führt ein Beispiel aus der Praxis an und nennt die diesbezüglichen Wahlprogrammpunkte der Parteien. (S. auch meinen Beitrag zu Niedriglöhnen hier.)
  • Afghanistan und kein Ende (abzusehen): Wieder wurden acht deutsche Soldaten verwundet, wie die FAZ berichtet. Kein Krieg?
  • Bei den Wahlen in Afghanistan gab es offenbar massiven Betrug. Wie die EU-Wahlbeobachterkommission mitteilt, sind offenbar mehr als ein Viertel der Stimmen gefälscht bzw. stehen unter dem Verdacht einer Manipulation, so heute der Tagesspiegel.
  • Von einem besonders grausamen Fall eines Hinrichtungsversuches in Ohio ist bei der Zeit zu lesen. Ohne Worte …
  • Roberto macht sich bei ad sinistram zurecht Gedanken über die Sinnhaftigkeit einer posthumen Ordensauszeichnung für das Opfer von München. Leider instrumentalisieren inzwischen auch schon die Politiker den Vorfall …
  • Beim Antiferengi gibt es heute wieder was zum “Globalen Denken“, ein paar Zahlen und Relationen. Nachdenkenswert!
  • Sprachregelungen, “vorweggenommene Sterbefälle” und manche Politiker bechäftigen gerade Tammox. An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen …

Soweit für heute meine subjektiven Wahrnehmungen, morgen gibt es neue ;-)

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In Medien am 16. September 2009 um 20:06

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Deutschlandradio berichtet, daß der Mindestlohnausschuss sich  zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen hat. Immerhin ein Anfang …
  • Werner Vontobel kritisiert beim Freitag fachkundig Sinns Verteidigung der Agenda 2010. Das Format ist leider verunglückt :-(
  • Die Lage in Gaza nach dem letzten israelischen Angriff ist katastrophal, wie die Junge Welt zu berichten weiß. Wirtschaftslage wie Wasserversorgung geben Anlaß zu größten Bedenken.
  • Interessante Fragen von LobbyControl an die Bundestagsparteien, auch interessante Antworten ;-)
  • Israel sieht sich – laut NZZ – in einem neuen UN-Bericht mit dem Vorwurf zahlreicher Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen konfrontiert.
  • Ziemlich dreist: Der Verfassungsschutz beobachtet alle Bundestagsabgeordneten der Linken. Nachzulesen bspw. bei der Süddeutschen.
  • “Land of the free”. Freiheit auch zum Hungern. Der Tagesspiegel macht die Rechnung auf, daß 35 Millionen US-Amerikaner aktuell von Hunger bedroht sind. Geld für Rüstung, Kriege und die Sanierung des Finanzcasinos ist aber da …
  • Die Piratenpartei legt zunehmend ein seltsames Gebahren an den Tag. Jetzt wurde der Junge[n] Freiheit ein Interview  gewährt, wie die taz kritisiert.
  • Feynsinn wendet sich gegen die Verteufelung der Linken und nennt sie als einzige Partei “außenpolitisch verfassungstreu”.
  • Mit der Nutzlosigkeit von “TV-Duellen” und dem Zustand der Parteiendemokratie befaßt sich heute der 7Schläfer. Sein Fazit: Würfeln oder eine Casting-Show daraus machen ;-)
  • Last but not least: Roberto hält bei ad sinistram ein glühendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit und ‘Moral’ – wider die rein nüchtern-sachliche Betrachtung der Dinge.

Soweit vom Tage. Ist heute leider spät geworden, da ich anderweitig eingespannt war und es auch vieles zu lesen gab.

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In Medien am 15. September 2009 um 23:01

Aufgelesen

Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:

  • Beim Freitag kommentiert Jakob Augstein süffisant das gestrige “Duell” von Merkel und Steinmeier und hält fest, daß es eigentlich ja schon wichtige Streitpunkte geben würde. Richtig.
  • Immerhin scheint die scheidende Regierung doch noch etwas Nützliches zustande zu bringen: Wie der SPON zu berichten weiß, wird das Kabinett wohl noch vor der Wahl 40 Hochsee-Windparks absegnen.
  • Ein umfangreiches Dossier zum “Lügengrab Asse” und der Gefahr der Freisetzung von 126.00 Tonnen Atommüll findet sich in der heutigen online-Version der Zeit. Lesenswert!
  • Heribert Prantel bricht in der SZ nach der tödlichen Attacke von München eine Lanze für die Zivilcourage und appelliert an den Staat, seine Bürger dabei zu unterstützen.
  • Beim Oeffinger nimmt sich Stefan Wolfram Weimers an, der im aktuellen Stern eine üble Breitseite gegen Lafontaine und Die Linke abgefeuert hat.
  • Matthias Matussek und Norbert Bolz sind heute das Thema einer differenzierten Betrachtung von WEISSGARNIX. In Hinblick auf die aktuelle ‘Matussek-Diskussion’ sehr inter-essant.

Soweit der Überblick zum Tag, im Laufe des Abends folgen noch Updates und Ergänzungen.

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In Medien am 14. September 2009 um 17:48

Im Tal der Ahnungslosen

Eingefahrene Rituale sind doch was Schönes, denn sie sind so – verläßlich. Eines dieser Rituale ist das regelmäßige mediale ‘Duell’ zwischen den Kanzlerkandidaten vor den Bundestagswahlen – zur ‘Prime Time’, bei allen großen Sendern. Gestern war es wieder soweit und eine weitere Lektion in ‘Demokratie’ wurde exerziert, oder sollte ich sagen: simuliert? Nun ja.

Ich bin das ja schon lange leid und nehme mir jedesmal vor, mir das nicht mehr anzutun, aber das Fleisch ist billig und der Geist schwach … Nach der Heimkehr von der Kundgebung gegen die Gesundheitsreform (darüber berichte ich noch) und dem unvermeidlichen Kampf mit dem Haushalt überkam mich doch noch ein gewisses Interesse und ich skypte meinen Kumpel Spiegelfechter an, um mir seinen Segen zu holen; der, als ‘Meinungsbildner’,  ist für mich nämlich durchaus eine Instanz. Nach Erhalt der Jens’schen Absolution (so kurz nach 20.00 Uhr) machte ich mich also an’s Werk …

Dumm nur, daß ich schon lange keinen Fernseher mehr habe, noch dümmer, daß seit Wochen die TV-Karte nach einem Zusam-menbruch meines PCs streikt, aber wofür gibt es “Zattoo”? Dummerweise scheinen aber mehr Leute auf die Idee gekommen zu sein, sich dort den Livestream anzusehen, denn ich kam erst gar nicht rein. Gut, dachte ich mir, kuckst Du halt im Netz nach anderen Streams und natürlich zunächst bei den beteiligten Sendern. Der Mensch denkt, doch die Wirtschaft lenkt … nicht ein brauchbarer Stream war zu finden. Allmählich bewegte sich der Uhrzeiger (im übertragenen Sinne) auf 21.00 Uhr zu, und ich wurde doch langsam nervös, denn irgendwie war ich wieder ‘angefixt’. Was tun?

In einem Akt der Verzweiflung beschloß ich, kurzerhand die TV-Karte nochmalig zu installieren, et voilá – Angie und Frank-Walter erschienen in ihrer ganzen Strahlkraft auf meinem Monitor. Dumm nur, daß – gerade als ich anfing, der ‘Debatte’ zu folgen – eine meiner rheinländischen Cousinen anrief und mich in ein längeres Gespräch verwickelte, womit ich den Rest des ‘Duells’ ebenfalls versäumte. Versäumte? Das weiß ich ja eben nicht, denn seit heute lebe ich im Tal der Ahnungslosen.

[fb]

P.s.: Natürlich sehe ich mir gerade die Aufzeichnung bei der ARD an – via Stream ;-)

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In Meinung am 14. September 2009 um 01:55

Der Untergang des Abendlandes

Nee, nicht Spengler, sondern noch viel schlimmer – “The Boss” spielt “London Calling” von den Clash:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gGouM6xDYeU&hl=de&fs=1&]

Da fehlt jeglicher Biss, jede Wut, die das Original ausgezeichnet hat – it’s pure entertainment -, und Mighty Joe Strummer rotiert vermutlich im Grab. Seit ein paar Monaten höre ich auch in meinem lokalen Supermarkt so feine Sachen wie die Kings of Leon, Sinéad O’Connor u.a. und ich erinnere mich einer Prophezeihung aus den frühen Achtzigern, nach der wir in der Zukunft mit all dem, was damals noch “Tabu” war, im Fahrstuhl und im Supermarkt bedudelt werden. Dieses Orakel stammte entweder von Clara Drechseler in der Spex, Diedrich Diederichsen in der Sounds oder einem Autor beim Musikexpress und – es kam so.

Nun, ich habe damals kurz gestutzt, ungläubig gelacht und bin dann – trotz gewisser Ahnungen  – wieder zum Alltag übergegangen. Mit dem Aufkommen des Grunge und dem Revival des Punkrocks in den Neunzigern wurde mir jedoch bewußt, daß ‘der Trend’ tatsächlich auch da hinläuft und ich habe – nach erneutem Stutzen und Lachen – für mich beschlossen, daß ich mich Musik nur noch periphär interessiert ;-)

Was will ich nun damit sagen? Nun, vielleicht, daß sich ‘der Kommerz’ in jede Nische des Lebens reindrängt und somit kaum noch Freiräume übrig bleiben, oder daß es in meinen Augen sinnvoller ist, seine lokalen Musiker zu unterstützen, so sie ‘was taugen’, – vieles bleibt dennoch ungesagt.
Eines nur: Support your local bands!

And the band played on …

[fb]

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In Musik am 13. September 2009 um 04:27

Aufgelesen

Die selektive Medienschau zum Tage:

  • [Erg.:] Während sich Deutschland noch auf amerikanische Verhältnisse im Gesundheitswesen zubewegt, steuert US-Präsident Obama mit seiner geplanten Gesundheits-reform in die entgegengesetzte Richtung. In der Zeit ist nachzulesen, welch erbitterten Widerstand ihm dabei die Lobbyisten leisten.
  • [Erg.:] Die Wirtschaftswissenschaflerin und Buchautorin Utsa Patnaik sieht in der Jungen Welt Indien “in der Globalisierungsfalle” und spricht sich für eine Verringerung der Getreideexporte aus.
  • [Erg.:] Außenminister Steinmeier spricht vom Abzug aus Afghanistan und nennt erstmalig die Voraussetzungen. Zu finden beim SPON. S. dazu auch die Junge Welt.
  • HRE und kein Ende: Die Hypo Real Estate benötigt, einem Bericht der Zeit zufolge, weitere Milliarden, um bisher noch nicht öffentlich bekannte Risiken abzudecken. Da freut sich der Steuerzahler …
  • Albrecht Müller setzt sich auf seinen Nachdenkseiten mit dem vermeintlichen Linksschwenk des vormaligen Spiegel- Kulturressortleiters, Matthias Matussek, auseinander und hält sie für zweifelhaft.
  • Im August hat sich ein neues Bündnis für einen Hartz IV-Regelsatz von 500 Euro konstituiert, da Mangel-ernährung infolge des bisherigens Satzes vorprogrammiert scheint. Nachzulesen bei PR-SOZIAL.

Soweit der erste Überblick, Ergänzungen und Updates folgen am Abend (ich bin ja nachmittags auf der Kundgebung gegen die Gesundheitsreform).

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In Medien am 13. September 2009 um 02:45

Kann ein Dilemma einen Ausweg besitzen?

Nein, gemäß der klassischen Definition sind Dilemmata eben dadurch gekennzeichnet, dass es keine Lösung, keine Rettung gibt, doch ist die journalistische Sprachverluderung heute schon so weit vorgedrungen, dass die meisten Konsumenten von Quali-tätsmedien zu über 80% darauf tippen würden, dass die Titelfrage mit “Ja” beantwortet werden kann; hat man doch schon so häufig davon gelesen, dass weltbewegende Dinge, wie der Ausgang der Kommunalwahl in Schramberg-Sulgen (und Umgebung) oder die jüngsten EU-Verhandlungen um den Krümmungsgrad von Karamelbonbons vor einem Dilemma gestanden hätten, bevor dann doch (meist in schwieriger Nachtsitzung) ein Ausweg gefunden und (meist mit übernächtigten Gesichtern und geröteten Augen) dem ob der diplomatischen Fähigkeiten der Brüsseler Unterhändler und der verantwortungsbewussten Repräsentanten von Schramberg-Sulgen (und Umgebung) begeisterten Wahlvolk  präsentiert wurde. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 13. September 2009 um 00:31

Aufgelesen

Die subjektive Medienschau zum Tage:

  • [Eil] Schweres Erdbeben in Venezuela. [Update:] Bisher gibt es keine Berichte über Opfer oder Schäden. Quelle: dts
  • [Erg.:] Die Opfer des Kapitalismus ’schlagen’ mit denselben Mitteln zurück: Die FTD weiß zu berichten, daß die Indianer nun in der Finanzbranche ‘auf den Kriegspfad’ gehen ;-)
  • Zwar schon von gestern, aber dennoch ein ansehnlicher Kommentar bei der FAZ, wenn ich auch die Idee der “Rückkehr der Al Qaida” und gar die von Kernwaffen für die Taliban nicht teile. In jedem Fall ‘lesenswert’.
  • Roberto de Lapuente macht sich bei ad sinistram wieder mal Gedanken zu Politiker-Sprache und deren Aussagegehalt.
  • Mit den alltäglichen Belästigungen eines Menschen, der sich eben auch öffentlich einbringt und engagiert, muß sich erneut die Geheimrätin rumschlagen. Toll – wenn Frauen mal das Maul aufmachen, sind sie ja auch erst recht bevorzugte Opfer :-(

Soweit für heute, wir lesen uns morgen wieder (also in etwa einer halben Stunde ;-).

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In Medien am 12. September 2009 um 04:18

Aufgelesen

Die subjektive Medienschau vom Tage:

  • Das ist ein Krieg!“, meint im Cicero Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und sieht ihn zunehmend verloren gehen. Bedauerlicherweise bezweifelt sie aber nicht die völkerrechtliche Grundlage.
  • Die Tobin-Steuer, seit Jahren von Globalisierungsgegngern gefordert, scheint nun langsam auch der SPD-Führung einzuleuchten.  Steinmeier und Steinbrück wollen sich – laut FTD - auf dem nächsten G-20-Gipfel für eine globale Finanzmarktsteuer einsetzen.
  • [Erg.:] Jakob Augstein, der Verleger des Freitag,  spricht sich in einem Videokommentar für einen geordneten Rückzug aus Afghanistan aus. Seiner Argumentationslinie kann ich im übrigen nur uneingeschränkt beipflichten.
  • [Erg.:] Der erste Offshore-Windpark Deutschlands soll laut Informationen von SPON jetzt nordwestlich von Borkum entstehen und nach Fertiggstellung 400.000 Haushalte mit Strom versorgen.
  • [Erg.:] Interessanter Artikel in der Online-Zeit über Einkommensverteilung und Ungleichheit in den USA und deren Ursachen.
  • Tammox schreibt vom “großen Konsens” und meint damit den Versuch der ‘Kriegsparteien’ im Bundestag, eine Afghanistan-Debatte erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das hätten die wohl gerne!

Das ist es für soweit für heute, wir lesen uns morgen ;-)

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In Medien am 11. September 2009 um 14:16

Aufgelesen

Der völlig subjektive Blick auf die Medienlandschaft:

  • Sag mir, wo die Gebühren sind” – fragt Michael Hanfeld in der FAZ zurecht und stellt fest, daß die Öffentlich-Rechtlichen einen Teil der Rundfunk-Gebühren bei Banken wie der HRE angelegt haben …
  • Solms I statt Hartz IV? Die FDP macht’s möglich … Beim Freitag sieht sich Wolfgang Ratzel die Pläne der FDP für ein “Bürgergeld” mal näher an und kommt zu erschreckenden Einsichten.
  • Zur Debatte um eine mögliche Fehlentscheidung des Obersten Klein schreibt Peter Blechschmidt in der Süddeutschen und konstatiert “Wut statt Antworten“.
  • In der Zeit reflektiert Richard David Precht gleichermaßen erfrischend wie erschreckend über die Parteien und die Wähler. Sein Fazit: “Wir wählen alle nur uns selbst”
  • “Unser aller Jens” macht sich beim Spiegelfechter Gedanken über Zustand und Zukunft der SPD. Sozen, hört die Signale!
  • Sind Politiker zu blöd, vernünftige Gesetze zu machen oder kalkulieren sie nur kühl? Am Beispiel Riester-Rente versucht Egghat der Frage nachzugehen.
  • Mit der Problematik von Bezahl-Content und “Geld verdienen mit dem Internet” beschäftigt sich heute Chris bei f!xmbr.
  • Tammox klärt ein wenig über kulturelle Leistungen auf, die unter dem Islam erbracht wurden und weiß von einer “Fangprämie” für Kirchgänger zu berichten.

[Update:] Die späte ‘Nachlese’ ist fertig, morgen wird es hoffentlich wieder früher.

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In Medien am 10. September 2009 um 20:57

Mein Weltbild stimmt wieder

Du liebe Zeit, wie irritiert war ich in jenen Tagen zu Beginn dieses Jahrtausends, als plötzlich alle lieb gewonnen gesellschaftlichen Konstrukte und Positionen in unserer Republik auf den Kopf gestellt schienen.

In New York waren die Zwillingstürme des World Trade Centers zerstört worden und eine Welle mehr oder minder durchdachter Sympathie und Solidarität brach über die ebenso mehr oder minder darauf vorbereiteten Vereinigten Staaten herein. EuropäerInnen, die sonst eher gesonnen waren, jede noch so kleine Ausgabe des “star-spangled banners” zumindest misstrauisch zu beäugen, wenn man es nicht gleich für opportun hielt, die Unappetitlichkeit zu begehen, dieses Symbol eines fremden Staates ohne Anlass oder Veranlassung zu bespucken, setzten plötzlich Solidaritätsadressen in zumeist erbärmlichem Englisch an die sowieso und ohnedies schon tiefgebeugte Nation “jenseits des großen Teiches” (oh, wie ich diese widerliche, dafür aber schon weit über hundert Jahre alte Diminuitivformel hasse!) ins Internet, als seien die USA wie eine weitere mecklenburgische Stechmückenart akut in ihrem Bestand bedroht, und müssten daher sofort und für alle Zeit unserer uneingeschränkten Unterstützung und vielfältigen Hilfe teilhaftig werden. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 10. September 2009 um 00:15

Aufgelesen

Der subjektive Blick in die Medienlandschaft:

  • Linke auf dem Vormarsch. Gemäß dem stern/RTL-Wahltrend liegt die Linke nun bei 14 Prozent, was nicht zuletzt der aktuellen Afghanistan-Debatte zugeschrieben wird. Die Linke fordert nämlich, als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien, konsequent einen Abzug aus Afghanistan.
  • Trotz eines scharfen Appells von Kanzlerin Merkel an die Verbündeten, nicht voreilig Kritik zu äußern, kritisieren vor allem Frankreich und Großbritannien das deutsche Vorgehen in Kundus heftig und fordern “umfassende Ermittlungen”. Quelle: FTD
  • Der frühere SPD-Abgeordnete Jörg Tauss wird laut einer Eilmeldung der Süddeutschen von der Staatsanwaltschaft wegen des Besitzes von kinderpornographischem Material angeklagt. Tauss, dessen Immunität am Dienstag vom Bundestag aufgehoben wurde, wechselte unlängst zur Piratenpartei.
  • [Erg.:] Interessantes Interview von Jürgen Rose mit dem vormaligen pakistanischen Generalleutnant Asad M. Durrani. In der Jungen Welt erörtern sie die Situation in Pakistan und Afghanistan.
  • [Erg.:] Die Süddeutsche zitiert einen vorläufigen NATO-Bericht, nach dem der deutsche Bombardie-rungsbefehl nicht berechtigt war.
  • [Erg.:] Albrecht Müller erläutert auf seinen Nachdenkseiten Methoden der Manipulation und konkretisiert sie anhand der jüngsten Afghanistan-Debatte.

Update um 22.53h: In meinen bevorzugten Blogs herrscht weitgehend Windstille, die Tagespresse macht bisher auch einen müden Eindruck – ich werf noch mal einen Blick in die Runde …

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In Medien am 9. September 2009 um 11:50

Erbsenzähler

Wie die deutsche Politik den Krieg in Afghanistan schönredet

Franz Josef Jung hat ein Problem, oder zur Zeit eigentlich sogar mehrere: Da bekommen er und die Bundeswehr wegen des “Terrorangriffs” am Kundus von den Verbündeten heftig eins auf die Dienstmütze, die “Heimatfront” will ihn und seine Mannen auch nicht so richtig stützen – stattdessen muß er dem stupiden (Wahl-)Volk klarmachen,  daß dies kein “Krieg” ist, sondern ein “Stabilisierungseinsatz” -, und dann muß er sich noch mit allen Seiten über die Zahl der Toten, und ob Zivilisten darunter waren,  streiten – diese Erbsenzähler! Und das alles auch noch mitten im Wahlkampf, fi donc! Ja, der Herr des Minipax kann einem schon leid tun, denn er hat’s wahrlich nicht leicht. Ganzer Artikel »

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In Krieg am 9. September 2009 um 02:04

Aufgelesen

Die völlig selektive Medienlese zum Tage:

  • Im aktuellen Cicero äußert sich Juli Zeh besorgt über den gezielten Abbau der Bürgerrechte unter dem Deckmäntelchen der Terrorismusbekämpfung.
  • Der Soziologe Wolfgang Streeck, seines Zeichens Direktor des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft in der FAZ die Frage auf, was passieren würde, wenn jetzt noch eine zweite Krise käme, und findet kritische Worte für die “Hegemonie des Kapitals”.
  • Leiden an Afghanistan” konstatiert Kai Beller in einem Kommentar für die Financial Times Deutschland und fordert von der kommenden Regierung klare Entscheidungen, wo es denn nun lang gehen soll.
  • Im Krieg wird ‘der Feind’ immer gerne verteufelt. Kein Wunder also, daß sich Rüdiger Göbel in der Jungen Welt über die rassistischen Fahndungsbilder im Bundeswehr-magazin Y aufregen kann.
  • Albrecht Müller sieht auf seinen Nachdenkseiten die FDP als “Klientelpartei” an und fragt sich (m.E. nicht zu unrecht), warum soviele Bundesbürger diese wählen.
  • Die derzeitige Offensive in Pakistan findet zumindest mal in der Süddeutschen ihren Niederschlag: Mindestens 47 Menschen sollen dort heute getötet worden sein. Irgendwie gehen die Kämpfe dort m.E. vor lauter ‘Afghanistan’ medial ein wenig unter, wobei doch ein direkter Zusammenhang besteht.
  • ‘Unser aller Joschka’ (mein ganz spezieller Freund) ist zurück in Brüssel und betreibt Lobbying für die Nabucco-Pipeline, wie die taz zu berichten weiß. Na denn …
  • Der Spiegelfechter beschäftigt sich heute mit der Trans-formation der Bundeswehr von einer reinen Verteidigungs-, hin zu einer Einsatzarmee und macht sich seine Gedanken zum Afghanistan-Einsatz.
  • Eine Politik der Phrasen sieht Frank Luebberding von WEISSGARNIX beim deutschen ‘Stabilisierungseinsatz’ gegeben und fordert von der Politik endlich klare Worte und konsequentes Handeln.
  • Bei ad sinistram kritisiert Roberto die zunehmende Militarisierung der Sprache und den Geist, der dahinter steckt.

Das ist es soweit aus des Auto-Anthropophagen bevorzugten Blogs, auch die Selektion aus der Tagespresse ist inzwischen ergänzt. Der Kommentar zur deutschen Afghanistan-Politik folgt dann irgendwann zwischen Mitternacht und Morgen ;-)

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In Medien am 8. September 2009 um 20:42

Sorry, lieber Leser,

eigentlich wollte ich ja heute noch einen Kommentar zu Afghanistan, zum Vorfall am Kundus und zum Rumgeeiere von Jung abgeben, aber durch einen Todesfall in meiner Familie ist mir das gerade verleidet. Wenn es mir möglich ist, schreibe ich das morgen Abend. Jetzt bin ich schon froh, wenn ich wenigstens “Aufgelesen” und “Denksel” weiterführen kann.

Danke für Dein Verständnis!
Frank, der “Auto-Anthropophag”

[Update] P.s.: Jetzt spinnt auch noch WordPress unter Firefox und ich mußte auf Opera ausweichen, weshalb ich nur noch kurz ein passendes “Denksel” suchen und einstellen werde und mich dann für heute Nacht ganz dezent zurückziehe.

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In Organisatorisches am 7. September 2009 um 20:49

Aufgelesen

Die subjektive Medienschau zum Tage:

  • Beim Freitag hält Tom Strohschneider fest, daß die deutsche Wirtschaft keine rot-rot-grüne Regierung wünscht und dazu wieder mit dem alten Argument der “Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit” aufwartet. Macht sie das nicht vor jeder Wahl?
  • Chris schreibt, angeregt durch einen Artikel Volker Zastrows in der FAS, bei f!xmbr über den “Untergang der SPD”.
  • [Update] Der Spiegelfechter versucht, ein wenig die Nebel zu lichten, die sich über dem Vorfall am Kundus ausbreiten. In gewohnter Manier stellt Jens unbequeme Fragen, bietet auch interessante Details und die eine oder andere Erklärung, und stellt erneut die Frage, wie das eigentlich weitergehen soll.
  • [Update] Beinahe hätte ich doch vergessen, Robertos wirklich bitterbösen Kommentar dazu, daß es ja “nur Taliban” waren, zu verlinken. Schmerzhaft legt er bei ad sinistram mal wieder den Finger in die Wunde.
  • [Update] F.LUEBBERDING attestiert Jung “Feigheit vor der eigenen Truppe” und fordert von ihm Verantwortung ein. Lesenswert, wenn ich auch nicht alle seine Gedanken und Analysen teile.
  • [Update] Nochmals Chris von f!xmbr, der klipp und klar festhält: “Deutschland befindet sich im Krieg” Man kann das m.E.  nicht oft genug betonen, denn was da geschieht, ist kein “Stabilisierungseinsatz”, nicht einmal mehr ein “Polizeieinsatz” (wobei dieser Begriff bei den Nazis ja sehr dehnbar war), sondern ein Kampfeinsatz im Rahmen von kriegerischen Handlungen – kurzum: Krieg! Und jeder, der das noch schönzulügen versucht, soll in der Hölle schmoren und von Karl Kraus alle 35.000 Seiten der “Fackel” um die Ohren gehauen bekommen, da er mit seinen Euphemismen die vielen Tausend Opfer verhöhnt, die dieser Krieg schon gefordert hat!

Tut mir leid, daß ich heute fast ausschließlich nur die Blogosphäre zitiere, aber die großen Medien sind mir beim Thema Afghanistan einfach zunehmend zu wachsweich, während die Blogger noch klare Worte finden.

[fb]

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In Medien am 7. September 2009 um 01:47

Datteln – ungesüßt

Es ist nur die Provinz, aber die Hybris hebt auch hier ihr Haupt

Wer unter der hochverehrten Leserschaft weiß, wo, jenseits der Sahara, ein Ort namens “Datteln” existieren könnte? Wer ahnt, welche Funktion, außer Obermeßdiener im Sauerland, ein Menschenkind ausüben kann, das den Namen “Hubertus Schmoldt” zu tragen gezwungen ist? Und kann man sich eine Welt vorstellen, auf der jemand mit dem Namen “Frank Baranowski” mehr Verantwortung als diejenige für eine gepachtete Pommesbude tragen könnte? Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 6. September 2009 um 18:26

Aufgelesen

Ausgewählte Berichte und Meinungen zum Tage:

  • Noch sind die Zahlen nicht bestätigt, aber beim NATO-Luftschlag in Afghanistan scheint es doch mehr Opfer gegeben zu haben, als auf der Hardthöhe bisher zugegeben wird. Wie bspw. die SZ zu berichten weiß, geht die NATO inzwischen von etwa 125 Toten aus, was vom Verteidigungsministerium jedoch bestritten wird. Im Tagesspiegel merkt der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold an, daß es “keinen Handlungsdruck” gegeben habe und die Staatsanwaltschaft Potsdam zieht gemäß Agenturberichten und Spiegel Online in Erwägung, gegen den verantwortlichen Offizier ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Wieviel Tote braucht es eigentlich noch, bis in Berlin die Erkenntnis reift, daß “wir” am Hindukusch nichts verloren haben, aber alles verlieren werden, wenn nicht endlich eine “Exit-Strategie” vorgelegt wird? Auf die Einsicht , daß dieser Krieg völkerrechtswidrig ist, hoffe ich bei den “hohen Herren”  gar nicht mehr …
  • Mehr Afghanistan: Kabul (dts) – Der amtierende Präsident Afghanistans, Hamid Karzai, hat seinen Vorsprung nach Auszählung von drei Vierteln aller Stimmen der Präsidentschaftswahl weiter ausgebaut. Karzai kommt bislang auf 48,6 Prozent der Stimmen, sein wichtigster Herausforderer Abdullah Abdullah erreicht 31,7 Prozent. Sollte Karzai keine absolute Mehrheit erreichen, wird eine Stichwahl im Oktober notwendig. Gleichzeitig werden immer mehr Manipulationsvorwürfe gegen das Karzai-Lager laut. Bei der amtlichen Beschwerdekommission sind bereits über 2.300 Einwände eingegangen, fast 700 davon sollen den Wahlausgang beeinflussen können. Quelle: dts
  • Was will Steinmeier eigentlich? Unbedingt in die Opposition? Weder will er die Große Koalition fortsetzen, noch mit der Linken zusammen-arbeiten. Was bleibt denn dann noch? “Ampel”? Irgendwie scheint der Außenminister unter zunehmendem Realitätsverlust zu leiden. Bezeichnend auch, daß er im Falle von Schwarz-Gelb von “sozialen Grundsatzkonflikten” spricht – hat er denn schon vergessen, daß er und die SPD ganz wesentlich zu einer drastischen Verschärfung der sozialen Lage in Deutschland beigetragen haben? Die Einschläge kommen näher …

Soweit vom Tage, Updates werden folgen ;-)

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In Medien am 6. September 2009 um 15:29

Habe ich heute was versäumt?

Nun, die Welt schaut noch genauso übel aus, wie ich sie vor einigen Stunden verlassen habe, um mit einem Freund seine “Bachelor”-Arbeit durchzugehen. Früher war sowas noch eine “Magister-” oder “Diplomarbeit”, aber – ey, the times, they are achanging ;-) Das würde jetzt Stoff für eine weitere Runde in der Bildungsdebatte liefern, aber aktuell habe ich weder Zeit noch Lust, da ich genug am Hals habe. Später gerne …

Und mich freut, daß mein Freund eine gute Arbeit geschrieben hat, und daß Andreas (aka “AK”) eine neue “Boshaftigkeit”, genannt “Polemik”, aufgelegt hat, die ich gleich noch redigieren und einstellen werde. “Aufgelesen” wird es danach auch noch geben, als erstes aber ein weiteres “Denksel” -)

[fb]

P.s.: Ich stelle gerade fest, daß ich doch zu müde und unkonzentriert bin, weshalb ich mich für diese Nacht auf “Kosmetik” beschränke und lieber Sonntag früher aufstehe.

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In Meinung am 6. September 2009 um 03:29

Aufgelesen

Die völlig subjektive Medienschau zum Tage:

  • Die taz, ja als “grünenfreundlich” bekannt, läßt doch glatt Sebastian Heiser was darüber schreiben, wie “die Grünen Heuschrecken fütterten“. 2002 machten sich die GRÜNEN nämlich noch für eine Deregulierung der Finanzmärkte stark, während sie nun Krokodilstränen weinen. Tja, hinterher ist man immer schlauer …
  • Laut Reuters will die SPD in Thüringen nun doch mit der Linken Koali-tionsverhandlungen führen – jedoch im Verbund mit den Grünen.
  • Während bei den Medien und den meisten Agenturen zum Luftangriff auf die Tanklaster in Afghanistan von 50 bis 90 Toten die Rede ist, sprechen Augenzeugen von mindestens 150 toten Zivilisten. Quelle: dts

    [Update: Auch "meine" Agentur hat die Verluste inzwischen nach unten korrigiert. Dennoch bleibt es widerwärtig und die Staatsanwaltschaft Potsdam erwägt ein Verfahren wegen eines Tötungsdeliktes. Quelle: dts]

Soweit die Früh”news”, Updates und Ergänzungen erfolgen im Laufe des Tages.

[Update]: Unser aller Spiegelfechter Jens befasst sich beim Freitag mit den Positionen der Parteien zu Afghanistan. Den “Teaser” gibt’s – wie üblich – bei ihm; die vorliegende Analyse ist kurz, aber profund.

[fb]

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In Medien am 5. September 2009 um 05:15

Aufgelesen

Die tägliche Medienschau:

  • Zwar bereits von gestern, dennoch aber interessant: Heiner Geißler zieht in der SZ gegen Neoliberale vom Leder und wünscht sich eine Neuauflage der Großen Koalition.
  • Mindestens 90 Tote nach einem Luftangriff der NATO in Afghanistan. Laut Reuters-Meldung hat die Zahl der bei Luftschlägen getöteten Zivilisten weiter zugenommen und liegt allein für den Zeitraum von Januar bis Mai bei etwa 800.
  • Gemäß einer Emnid-Umfrage hat Rot-Rot-Grün in der Folge der Landtagswahlen aufholen können und steht nun gleichauf mit Schwarz-Gelb. Die Wahl wird jedenfalls spannend, wenngleich Steinmeier ausschließt, mit Hilfe der LINKEn Kanzler werden zu wollen.
  • Eine bissige Wahlprognose findet sich beim 7Schläfer. Ich neige dazu, Markus Ernst hinsichtlich einer weiteren “GroKo” recht zu geben – vor allem, wenn sich der jüngste Trend (s.o.) bis zum Wahltag halten sollte.
  • Bei ad sinistram teilt Roberto De Lapuente mal wieder eine volle Breitseite aus und verabschiedet Althaus in das politische Nirwana. Ironie vom Feinsten!
  • ANTIFERENGI übt in einem offenen Brief Kritik an der Piratenpartei. Monothematik reicht eben nichts aus – die Piraten sollten doch mal endlich Position beziehen und Profil zeigen!
  • Der Feynsinn macht sich feinsinnig Gedanken zum (nicht stattfindenden) Wahlkampf, zum Zustand der Sozialdemokraten und über eine Karriere als Buddhist oder Astronaut. Hat bei mir ein morgendliches Schmunzeln bewirkt ;-)
  • Ist die LINKE regierungsunfähig?“, fragt der Oeffinger und plädiert für Pragmatismus. Den Beitrag sehe ich als ‘kontrovers, aber zur Diskussion nötig’ an, weshalb ich ihn verlinke.
  • WEISSGARNIX mokiert sich munter und humorvoll über den Adel und Hofschreiberlinge, hat aber m.E. nicht herausgearbeitet, daß es sich bei der Villeroy & Boch-Sache ganz wesentlich auch um den Tatbestand einer ‘politischen Erpressung’ handelt; das hat Roberto bei ad sinistram sehr viel deutlicher zur Sprache gebracht.
  • Last but not least hat Jens Berger den Schlingerkurs (nicht nur) der thüringischen SPD pointiert dargestellt. Den ‘Teaser’ findet Ihr beim Spiegelfechter, den ganzen Artikel bei Telepolis.

Weitere Updates folgen im Laufe des Tages – ich muß ja zwischendrin auch mal schlafen und lesen ;-)

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In Medien am 4. September 2009 um 10:22

Wo ist eigentlich mein Lichtenberg?

*lol* Eigentlich wollte ich das heutige “Denksel” (wer die Herleitung dieses Neologismusses plausibel erklären kann, bekommt eine Kiste Bier – oder Entsprechendes – von mir ;-) ja mit Lichtenberg “aufpeppen”, aber irgendwie steht der nach dem letzten Umzug noch immer nicht in meinem Bücherregal :-( Muß wohl mal in den Keller gehen und die Bücherkisten erneut sichten …

Eine Struktur für dieses Blog beginnt sich auch langsam abzuzeichnen: Es wird möglichst täglich “Aufgelesen” geben, mit Verweisen und Anmerkung bzw. Kurzkommentar zu Themen, die meist nicht soviel Öffentlichkeit finden, es wird auch mindestens ein “Denksel” geben – einen Aphorismus/ein Zitat, das möglichst  zum Tage paßt, dann nach Gelegenheit was Kurzes zu “Kunst und Kultur” oder einen Gedanken zum Tag, die “Jukebox” wird auch täglich weiter aufgerüstet, und – alle zwei bis drei Tage gibt es einen etwas längeren Text, entweder von mir oder von Gastautoren. Das ist in etwa so jetzt das Konzept – es wird “persönlich” bleiben, ein (relativ) ungeschminkter Einblick in einen Mitmenschen und seine Freunde. Wer “Journalismus” erwartet, sollte bitte besser die Tagespresse lesen oder gute Blogs wie “ad sinistram”, “Oeffinger”, “Spiegelfechter” u.a. – hier ist das “Private [noch] das Politische” and that’s it.

Viel “Blah”, Shakespeare hätte es mit “Much ado about nothing” beschrieben, aber da mich ja inzwischen Menschen lesen, die mich nicht persönlich kennen (zum Thema “persönlich” gibt’s was Hübsches von Tucholsky – vielleicht stelle ich das ja noch zur Diskussion), gehe ich davon aus, daß da Erwartungen bestehen, die ich durchaus zu befriedigen versuchen werde ;-) Leicht werde ich es hier aber keinem machen – nicht Euch, noch mir!

Willkommen auf der Achterbahn des Lebens :-D
Frank Benedikt

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In Organisatorisches am 4. September 2009 um 03:29

Aufgelesen

Was mir am Tage so auffiel:

  • In der SZ spricht Heribert Prantl offen von der Verwahrlosung der öffentlichen Verantwortung und meint damit den rigiden staatlichen Sparkurs bei der Betreuung von Kindern und Alten. Ein guter Kommentar! [Update: Prantl hat heute auch noch einen zweiten guten Kommentar geschrieben - diesmal zu Althaus und zur Demut von Politikern.]
  • Obwohl heute nicht der 1. April war, durften wir bspw.  im Schweizer Tagesanzeiger lesen, daß Muammar al-Gaddafi die Auflösung der Schweiz verlangt. Eins muß man ihm lassen – der Mann hat Humor ;-)
  • Albrecht Müller scheint unter die “VTler” gehen zu wollen. Auf den Nachdenkseiten äußert er den Verdacht, daß die SPD-Führung in Wahrheit für andere Auftraggeber arbeitet. Nein, Herr Müller! Die sind einfach tatsächlich so dumm :-(
  • Roberto wird mal so richtig “renitent” und ärgert sich bei ad sinistram (zurecht) über den Versuch des Saarländer Keramikherstellers Villeroy & Boch, mittels direkter Drohungen Einfluß auf die Regierungsbildung zu nehmen.
  • Und da Christian Füller beim Freitag die Debatte um die Bildung erneut angeheizt, und der “Bildungswirt” darauf geantwortet hat, ein Wort von Kurt Tucholsky: “Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.” Wie die Zeiten sich ähneln …

Das war es, was mir heute so in’s Auge gestochen ist – von Themen, die man überall anders auch schon lesen kann, nehme ich lieber Abstand ;-)

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In Medien am 3. September 2009 um 23:00

Aufgelesen

Doch wieder eine “kleine Medienschau” (sollte ich das nicht besser mit den Hosen und Burgess Horrorschau nennen?), weil mir dieses und jenes in’s Auge stach:

  • Franz Walter schreibt beim Cicero über die “gelb-grüne Republik” und die akademische Klientel von FDP und GRÜNEN. Lesenswert!
  • In Ergänzung zu meinem kleinen Afghanistan-Exkurs: Über 200 Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten haben an den Verteidigungsmi-nister einen offenen Brief geschrieben, daß sie sich nicht für diesen Krieg instrumentalisieren lassen möchten.
  • Noch mehr Afghanistan: Franz Josef Jung spricht von einem “Erfolg”, doch die Realität sieht – laut Tagesspiegel – anders aus.

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In Medien am 2. September 2009 um 11:31

Aufgelesen …

Was die Anderen schreiben:

  • Peter Richter sieht im blogsgesang Parallelen zwischen Obama und Gorbatschow und den US-Präsidenten in Nöten.
  • Menachem schreibt in der Endlosrekursion etwas Interessantes zu “Stallgeruch” und warum man lieber unter “seinesgleichen” bleibt
  • Über ein halber Zentner Plutonium lagert laut Tagesspiegel in Asse. (Das reicht meines Wissens für ca. drei Atombomben …) Die Sargnagelschmiede macht sich ihre Gedanken dazu.
  • Mit Westerwelles Abenteuerlust und Karl May beschäftigt sich Kurt Kister in der SZ von heute.
  • Markus Kompa legt bei Telepolis den fünften Teil seiner sehr lesenswerten Serie zu General Lemnitzer vor.
  • Daniela Dahn befaßt sich im Neuen Deutschland mit Monika Melchert und dem Werk von Christa Wolf.

Soweit meine kleine “Medienschau” zum Tage ;-)

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In Medien am 30. August 2009 um 15:15

Verdammt! In alle Ewigkeit?

Sorry, liebe Leser, aber ich kann das gerade nicht, denn auch mein Tag hat nur 24 Stunden, und das kennt Ihr selber. (Des)Informationsflut, Arbeit, Privatleben, dann auch noch was schreiben? In BOBsnamen – ich fordere die Einführung des 48-Stunden-Tages ;-)

Menno, ich wollte hier heute endlich meine Niedriglohn-Sache (inzwischen zunehmend ergänzt um Mindestlohn) vorbringen, aber keine Chance :-( Zuviel andere Arbeit, zuviel gute und nötige Kommunikation – wenn ich es noch schaffe, eine weitere  “Nach-Nachtschicht” einzulegen, dann vielleicht.

Ärgert mich selbst am meisten, denn ich will ja auch was zur (erneut) aktuellen Afghanistan-Debatte schreiben, denn wir haben doch bisher gar keine wirkliche.

Ich bitte also um Nachsicht, zumal ich jetzt auf einer schwammigen Notebook-Tastatur schreiben muß, da mein Hauptrechenknecht mir die Gefolgschaft aufgekündigt hat.

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In Organisatorisches am 27. August 2009 um 00:16

Schon wieder "in eigener Sache" :-(

Bevor Fragen auftauchen oder sich Besucher einfach wieder ob meiner Diktion abwenden – ich führe dieses Blog bewußt “schnodderig”, denn ich habe es hier mit Menschen zu tun und bin selber einer. Wenn hier ein Leser reinschneit, betrachte ich ihn/sie zunächst mal als Mitmenschen und “Kumpel am Tresen der Neugier”. Da ist kein Platz und keine Zeit für Gestelztes und Aufgesetztes, auch nicht für Courtoisie. Die Zeiten werden langsam “interessant” (um nicht zu sagen: kritisch) und für Spielereien bleibt kein Raum mehr!

Ich habe folglich die Samthandschuhe ausgezogen …

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In Organisatorisches am 26. August 2009 um 01:45

Bauchschmerzen

Der Oeffinger hat sie, und ich habe sie auch. Dennoch werde ich nächsten Monat mangels probater Alternativen ebenfalls DIE LINKE wählen. Warum ich dies mache, obwohl ich schon so lange “Anarchist” bin, erläutere ich demnächst in diesem Blog.

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In Meinung am 26. August 2009 um 01:30

Die Rechnung präsentiert …

DIW-Chef fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent

Gemäß einem Reuters-Bericht von heute Mittag prophezeit der Chef des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, daß es nach den Wahlen nicht zu den vollmundig angekündigten Steuererleichterungen kommen dürfte. Stattdessen verlangt er, bis spätestens 2011 die Mehrwertsteuer auf 25% anzuheben, um die massiven Staatsdefizite abzubauen. Auch die Abschaffung der Pendlerpauschale und eine Anhebung der Grundsteuer hält er zu diesem Zweck für geeignet. Ganzer Artikel »

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In Politik, Wirtschaft am 25. August 2009 um 23:22

Das Schweigen der Lämmer? Nein!

Roberto de Lapuente bringt es in seinem Blog ad sinistram mal wieder recht fein auf den Punkt: Wer nichts hat, hat auch nichts zu melden, und er wird nur Gehör finden, wenn er denn auch mal lauter wird! Doch verbietet “der korrekte Ton” ja genau dieses.

Roberto hat sich da so seine Gedanken gemacht und die sind für mich schlüssig. Wenn der Kerl weiter so feine Sachen schreibt, hat er einen neuen “Fan”, wiewohl ich doch eigentlich zum lebenden Inventar des Spiegelfechters gehöre ;-)

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In Politik am 24. August 2009 um 23:40

"Was wir umbringen …", Teil 2

Das war mein Geleitwort zu diesem Blog, geschuldet dem unvergessenen Karl Kraus. Dennoch schrieb ich aber auch, daß dies quasi eben “mein Blog” und somit nur für meine Freunde und mich gedacht sei. Ich sehe aber zunehmend, daß hier auch Menschen mitlesen, die ich (noch) nicht kenne, und das beunruhigt mich zunächst mal. Ich habe immer nur (auch als Musiker) vor vertrautem Publikum gespielt und dieses Blog entstand eigentlich nur, weil ich es mir eingefangen habe und – nach dem Verlust einer ganz großen Liebe – es dann auch nutzte, um nicht durchzudrehen.

Es begann mit einem weiteren Trauma, führte zu einer weiteren Neurose, hat aber jetzt – dank Menschen wie Euch – in Verantwortung geendet. Ihr kuckt rein, Ihr lest das hier – ich muß und will Euch was geben, und das einzige, was ich zu geben habe, sind meine Gefühle und Gedanken. Wenn es Euch gelegentlich was geben sollte, fände ich das “hübsch” ;-)

Frank Benedikt

P.s.: Und es wird hier mehr Kraus, Lichtenberg, Elias, Marcuse,  Canetti, Wittgenstein & Co geben, genauso wie Musike, Gedankenfetzen und “Bolletik” – hier findet ein Leben statt und ich bin gewillt, es zu leben, es zu teilen und es nötigenfalls zu verteidigen ;-)
P.p.s.: Als nächstes gibt’s dann was zu Michi Sailer (googelt mal schön;-), dann  schreibe ich das Thema “Niedriglöhne” für die MeZe endlich fertig und es hocken noch mindestens ein Dutzend angefangener Themen in meinem Entwurfsnest :-D

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In Meinung am 23. August 2009 um 05:07

Morgenprogramm ;-)

Hab ja schon ein paar Tage außer Santo & Johnny keine Musike mehr verlinkt, weshalb es hier jetzt die wundervolle Alannah gibt:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=1mfKM0qMr2A&hl=de&fs=1&]

Wenn ich auch manchmal geneigt wäre, mit der Faust dreinzuschlagen, lasse ich doch lieber ein Guten Morgen-Küßchen raus ;-)

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In Musik am 22. August 2009 um 06:04

Bloggen? Bloggen!

Das ist irgendwie “hübsch” – einfach mal so zwischen Tür und Angel ein paar Sätze ausspucken und dem – mehr oder minder – geneigten Publikum zur Verdauung überlassen. Warum fällt mir bei “Publikum” just eben nur Tucholsky ein?

Nun, ich blogge neuerdings auch, du, sie, er, es bloggen schon lange.  Ist eigentlich auch nix Neues mehr, denn inzwischen wird längst getwittert und gebleepert, was das Zeug hält. Das Jungvolk hängt bei Facebook und diversen “VZ”s rum und chattet wie wild.  So whats new?

Eigentlich nichts. Die Möglichkeiten der Kommunikation haben sich erweitert und verlagert, aber es sind genau dieselben “Netzwerke”, die ich noch “aus meinen Punktagen”  Anfang der Achtziger kenne. Es sind immer wieder dieselben Leute, auf die man stößt, mit immer demselben Hintergrund. Iregndwie schon beinahe langweilig … Immerhin trifft man dann und wann jemanden, den man bisher  noch nicht gekannt hat, aber der “Background” ist stets derselbe.

Hmm … was will ich eigentlich sagen? Will ich überhaupt etwas sagen? Einfach mal die Fresse halten wäre doch auch nicht verkehrt ;-)

Nun, simpel gesagt finde ich die Bloggerei zunehmend lustig, denn es muß ja keiner lesen, und ich kann mich ein wenig abreagieren, womit die ganze Kiste einen therapeutischen Anstrich bekommt.

Ein Blog als Therapie(ersatz)? Interessanter Gedanke :-D

Nein, das allein ist es nicht. Es ist auch ein guter Weg, Gleichgesinnte und neue Freunde zu finden, und vor allem – sich selbst zu finden, da man sich ja doch erbarmungslos dem “Lichte der Öffentlichkeit” und folglich der Kritik aussetzt. “Was schreibe ich heute” und “was werden nur die Leser denken” sind nur zwei der Fragen, die sich dann plötzlich neu einstellen – für mich kann ich sie (noch) nicht zufriedenstellend beantworten.

Mein Fazit: Leute, auch wenn es irgendwo “neben der Spur” ist – bloggt, denn es bringt Euch und uns weiter und wir lernen uns dabei einfach kennen!

Meine zwo Cent …

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In Medien am 18. August 2009 um 15:12