Von Frank Benedikt
Eine Rezension von Roberto De Lapuentes Buch “Auf die faule Haut”
Unbequem! Das ist der erste Gedanke, der dem Leser wohl unwillkürlich in den Sinn kommt, wenn er De Lapuentes Buch erstmalig zur Hand nimmt. So erging es jedenfalls dem Rezensenten, der das Büchlein (es sind ja nur 157 Seiten) zwei Mal – mit einem halben Jahr Abstand – gelesen hat. Und mit “unbequem” ist beileibe nicht nur gemeint, daß die darin enthaltenen Texte dies nun für bestimmte Gruppen dieser Gesellschaft wären. Wer nur das darin zu erkennen vermag, hat weit gefehlt, beschäftigt sich der Autor doch mit unserer ganzen Gesellschaft und ihrer Sprache – also auch mit uns, den Lesern. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 5.0/5 (10 votes cast)
Auf die faule Haut, Buch, Kritik, Literatur, Rezension, Roberto de Lapuente
In Literatur am 14. Dezember 2011 um 17:24
Von Uri Avnery
Ich dachte immer, dies wäre ein spezifisch israelischer Zug: wann immer ein Skandal nationaler Proportion ausbricht, ignorieren wir die entscheidenden Punkte und lenken unsere Aufmerksamkeit auf zweitrangige Dinge. Dies erspart uns, uns mit den eigentlichen Problemen zu befassen und schmerzliche Entscheidungen zu treffen. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 5.0/5 (4 votes cast)
Friedensprozess, Israel, Kommentar, Literatur, Nahost, Palästina, Palestine Papers, Zwei-Staaten-Lösung
In Nahost am 1. Februar 2011 um 17:19
Dieser Dichter von der zartsinnigsten Sorte, wie sie die Liebhaber der Kalenderpoesie und der weichgespülten Weisheiten so schätzen, überlieferte uns in poetischem Überschwang am Ende des Dritten Reiches, er habe die ganze Zeit nur Lobgesang vernommen:
„Was aus Schmerzen kam, war Vorübergang – und mein Ohr vernahm, nichts als Lobgesang.“
Das darf man ihm ruhig glauben, dass die Schmerzen der anderen vorübergehen wie nichts. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Christian Klotz, Literatur, Werner Bergengruen
In Literatur am 2. Februar 2010 um 07:53
Oder: die Liebe kann sich irren, der Hass nie.
Historie, in Erzählseln weitergegeben, kann, so Thomas Bernhard in seiner autobiographischen Schrift „Die Ursache“ immer nur verfälschte Historie sein. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, Die Ursache, Literatur, Thomas Bernhard
In Literatur am 29. Januar 2010 um 13:37
Ein Mann floh einmal vor seinen Feinden und versteckte sich in einem fernen Berg in einer tiefen Höhle.
Eines Nachts bemerkte der Mann plötzlich einen Teufel, der da umherstrawanzte … Voller Angst erstarrte er und wagte nicht, sich zu mucksen. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, Literatur
In Literatur am 28. Januar 2010 um 16:05
pflegen des Irrsinns verdächtigt zu werden: siehe Jonathan Swift
Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, der wird bestimmt die fidelsten Gesichter in den Trauerkutschen sehen.
Wenn jemand mich von sich fernhält, tröste ich mich damit, dass er auch sich von mir fernhält. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, Jonathan Swift, Literatur, Satire
In Literatur am 24. Januar 2010 um 11:02
ist eine der spannendsten, bewegendsten und verstörendsten Geschichten der deutschen Literatur. Und sie ist moderner, als die meisten der sich gern tragisch gebenden Literaturen und Bühnenwerke.
Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, Heinrich von Kleist, Literatur, Michael Kohlhaas
In Literatur am 1. Januar 2010 um 12:36
Jaroslav Hašeks simulatio-Technik der subversiven Affirmation im Schwejk und anderswo
Er war Mitbegründer der „Partei des Maßvollen Fortschritts in den Grenzen der Gesetze“, die 1911 die Wahlmethoden und Phrasen der damaligen Vorkriegsparteien satirisch kommentierte. In seinen Reden im Prager Lokal „Kravin“ (Kuhstall) forderte er im Namen seiner Partei „vernünftiger Staatsbürger, die sich dessen bewusst sind, dass jeder Radikalismus schadet und dass gesunder Fortschritt nur langsam und allmählich erreicht werden kann“ u.a. die Wiedereinführung der Sklaverei, die Verstaatlichung der Hausmeister und versprach den Wählern der Partei ein Taschenaquarium. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, Jaroslav Hasek, Literatur, Schwejk
In Literatur am 25. Dezember 2009 um 12:33
…Jeden Werktag bricht Eva sich eine
Bresche, ihre Nahrungsmittel zu pflücken,
während Adam dem natürlichen Dollar nachjagt:
unverschwitzt essen sie zur Abendzeit
beide ihr Brot bräsig-stupiden Geistes. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Christian Klotz, City without walls, Literatur, W.H. Auden
In Literatur am 11. Dezember 2009 um 15:30
Anmerkungen zu E. M. Ciorans “Vom Nachteil, geboren zu sein.” oder: Digitalis, delikat dosiert, ist ein Stärkungsmittel
Man sollte diese und seine anderen Aphorismensammlungen nicht vor dem Einschlafen zu sich nehmen:
Der Aphorismus? Ein Feuer ohne Flamme. Man versteht, dass niemand sich daran wärmen möchte.
Dieses Scheitern ist gerade das Ehrenvolle aller Literatur, ganz gleich was sich das sozialpädagogische Engagement über die Fleischwerdung des Worts in die Tasche lügt. Harriet Beecher-Stowes “Onkel Toms Hütte” hat jedenfalls nicht den Sezessionskrieg angezettelt, und Aubers “Stumme von Portici” nicht das Opernpublikum zur belgischen Revolution aufgestachelt. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Aphorismen, Emile Cioran, Kritik, Literatur, Meinung
In Literatur am 5. Dezember 2009 um 13:55
Ein Kurzportrait des Autoren und Musikers Michael Sailer
Michael Sailer ist freier Autor, Musiker, Spaziergänger und vieles mehr. Vor allem aber ist er ein amüsanter Schreiber, ein guter Entertainer und ein charmanter Rezitator. Geboren 1963 in München und in Schwabing lebend, kommt er dem längst ausgestorbenen Typus des Schwabinger Bohemiens und Künstlers zu Beginn des 20. Jahrhunderts ziemlich nahe.
Wiewohl seit fast 30 Jahren als Musiker Mitglied diverser Bands der Münchener Punk- und Alternativszene tätig, ist er doch vor allem als Kolumnist und Buchautor einem breiteren Publikum bekannt geworden. So schreibt er für das Münchener Stadtmagazin In München die Kolumne Belästigungen und für die taz – und vormals in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – seine Kolumne Schwabinger Krawall, beide Kolumnen liegen auch in Buchform vor.
Gerade der Schwabinger Krawall ist es, der so leichtfüßig daherkommt und mit seinen Protagonisten, wie vor allem dem Jackie und dem Hubsi, dem Renato, dem kleinen Fritzi, dem Herrn Reithofer u.a. ein zeitgemäßes “Sittenbild” vom Schwabing der Jahrtausendwende zeichnet. Kritiker und Kommentatoren wie Herbert Rosendorfer schreiben was von:
Selbst der mit Münchner Verhältnissen oder besser Dubiositäten nicht vertraute Leser muß seine helle Freude an den schonungslosen Bösartigkeiten (das ist ein Synonym für Wahrheiten) haben, mit denen Sailer um sich wirft.
Auch die Süddeutsche steht nicht nach:
Sailers Kolumnen sind allerfeinster Stoff und brauchen sich an Sprachwitz, Beobachtungsgabe und Originalität keineswegs zu verstecken vor Erzeugnissen bekannterer Kollegen wie Max Goldt oder Wiglaf Droste.
Daß auch die Junge Welt den Autoren schätzt und ihn im “Erbe von Oskar Maria Graf und Karl Valentin” sieht, mag ich gar nicht weiter erörtern. Das ist ideologisches Gewäsch und keiner weiteren Erwähnung wert. Schon die Lobeshymnen davor stimmen einen ernsthaften Autor wie Michael Sailer wohl eher nachdenklich. “Sage mir, wer dich lobt …“
Michael Sailer ist häufig in Schwabing anzutreffen, vor allem im Vereinsheim, wo er nicht nur Sonntags im Rahmen der Schwabinger Schaumschläger auftritt, sondern auch öfter hinter der Bar zu finden ist. Ansonsten existiert er natürlich auch im Netz. Ihn aber live”zu sehen, ist ein “must” ;-)
[Anm.d.A.: Ich muß gestehen, ich kenne Michi Sailer - und das seit bald 30 Jahren. Insofern kann mir dieser Beitrag also als "Spezlwirtschaft" ausgelegt werden, die er aber nur sehr bedingt ist ...]
[fb]
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Humor, Literatur, Musik, Punk, Sailer
In Literatur am 23. August 2009 um 06:21
Der Titel ist Programm, und wer je Emil Cioran gelesen hat, weiß, was ich meine. Alle anderen sollten sich diesem Manne fernhalten oder ihn nur im heimischen “Giftschrank” verwahren! Die Bekanntschaft mit Ciorans Werk hat mir eine veritable zwanzigjährige Depression eingetragen und ich leide noch heute an den Spätfolgen. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Cioran, Literatur, Pessimismus
In Literatur am 14. August 2009 um 01:28
So verabschiedete sich der wackere Sappeur Woditschka vom braven Soldaten Schwejk, als sie gegen Ende des ersten Bandes auseinandergingen. Der Optimismus, der in diesem simplen Satz anklingt, verrät mir zweierlei: Erstens, daß man damals noch glaubte, daß man Kriege so pünktlich wie seinen Arbeitstag beenden könnte, und daß man zweitens natürlich unbeschadet aus dem großen Völkerschlachten hervorgehen würde. Ganzer Artikel »
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Anti-Militarismus, Jaroslav Hasek, Literatur, Schwejk
In Literatur am 6. August 2009 um 02:17