Pro domo et mundo

Artikel getagged ‘Kommentar’

“Linke” Kanzlerin unter rechtem Beschuss

Von Jens Holger Matzkeit

Während sich die Bundeskanzlerin in der Krise außenpolitisch zunehmend demontiert und sich mit ihren politischen Entscheidungen der Betrachtung hinsichtlich einer Interessenvertretung der eigenen Bevölkerung ebenso zunehmend entzieht, bläst mit der “Aktion Linkstrend stoppen” eine interne Parteiströmung zum Sturmangriff auf sie und andere vermeintliche “Linksabweichler” innerhalb der CDU. Die Offenheit, in der hierbei der populistische Marsch auf der Sarrazinflöte gespielt wird, macht im Kontext mit den nicht enden wollenden Affären um den Verfassungsschutz eines deutlich: “Wehret den Anfängen” war gestern, jetzt geht es an’s Eingemachte. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Gesellschaft, Meinung, Politik am 27. Januar 2012 um 01:21

E(U)rosion

Von Frank Benedikt

Alle Heiligen sind nicht nur die Namensgeber des heutigen Feiertags, sondern werden jetzt vermutlich auch von diversen europäischen Politikern angerufen, wenn man den Medien heute Glauben schenkt. Als große Überraschung wird präsentiert, was doch schon vor Wochen von Griechenlands Ministerpräsident Papandreou als Möglichkeit angekündigt wurde: eine Volksabstimmung über den griechischen Sparkurs. Dabei ist dieser Schritt nur folgerichtig und demokratisch, denn gegen den erklärten Willen des Volkes läßt sich zumindest im Lande der Hellenen nicht mehr regieren. Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Europa, Politik am 1. November 2011 um 21:20

Kommunikation und Illusion

Von Frank Benedikt

OhBOB – schon wieder ein Elaborat aus des Hausherrn nächtlicher Küche! Mal wieder richtig/daneben (oder gar: richtig daneben) getippt. Die Feinheiten der “Paradoxologie” bekommen wir aber erst im nächsten Semester, wie uns Alfred Jarry sicher gerne erklärt hätte ;-) Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Internet, Meinung am 30. Oktober 2011 um 03:03

Eine Dekade des Schreckens

Der NATO-Krieg in Afghanistan jährt sich zum zehnten Mal

Von Frank Benedikt

Länger dauernd als der Zweite Weltkrieg oder auch der offene Krieg der Amerikaner in Vietnam, hat der Krieg der NATO in Afghanistan nun zeitlich mit der sowjetischen Besatzung 1979-89 oder der Belagerung Trojas gleichgezogen. Nachdem sich in Europa schon länger Kriegsmüdigkeit breit macht (sofern sich da je eine Mehrheit für einen Einmarsch fand), sind nun auch die US-Bürger mehrheitlich für einen schnellen Abzug. Ganzer Artikel »

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In Afghanistan, Krieg am 8. Oktober 2011 um 00:39

Junkfood für die Überflüssigen

Von Frank Benedikt

In einem Kommentar in der Süddeutschen schreibt Cornelius Pollmer – durchaus polemisch – darüber, daß Arme in Kalifornien dank Essensgutscheinen auch in Fast-Food-Restaurants essen könnten. Dies trägt natürlich nicht zu einer gesunden Ernährung bei, wie der Autor und auch der zugrundeliegende Artikel in der Los Angeles Times richtig anmerken. So weit – so gut. Ganzer Artikel »

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In Ausland, Gesellschaft, Prekariat am 14. September 2011 um 14:29

“Der Geier ist gelandet.” Zu Loriots Tod

Es stinkt mir. Es stinkt mir sogar gewaltig, daß ich jetzt doch was im Blog anläßlich Vicco (“Loriot”) von Bülows Tod schreibe, denn eigentlich wollte ich ihn, der immer ein “Stiller” war, ganz privat erinnern. So hätte er es wohl auch geschätzt, denn er war ein Grandseigneur des feinen, leisen Humors – ohne Skandale und unprätentiös in seinem Auftritt.

So hätte es ihm wohl auch nicht gefallen, wenn sich die Medien (und die Blogosphäre, die ihn zu Lebzeiten kaum wahrnahm) nun wie die Geier auf seine Leiche stürzen, kaum daß sie erkaltet ist. Plötzlich nimmt jeder wahr, daß “Loriot” ja beliebt und ein großer Künstler war und sich mit diesem Thema noch letztmalig hohe Leserzahlen generieren lassen. Da muß man ja dabei sein, nicht wahr?

Verdammt – laßt dem Mann seinen Frieden, wenn Ihr ihn geschätzt habt, und erinnert Euch einfach, wie er war! Das, und nur das, ist der Respekt, den wir in meinen Augen Vicco von Bülow schulden.

Frank Benedikt

Nachtrag: Selbst das das von mir geschätzte Telepolis entblödet sich nicht, einen – immerhin halbwegs pietätvollen – Beitrag zum Tod von “Loriot” zu bringen. Auf einen Link verzichte ich aus genannten Gründen.

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In Humor, Kultur am 24. August 2011 um 12:43

„…sollen sie doch Kuchen essen!“

Von Frank Benedikt

Laut Fama soll die Königin Marie-Antoinette mit diesem Satz geantwortet haben, als ihr gesagt wurde, daß das Volk kein Brot habe. Es ist aber nur eben ein Gerücht (wenn auch ein hartnäckiges), denn diese Worte stammen aus den Confessions von Rousseau und bezogen sich auf Brioches, nicht auf Kuchen.

Kein Gerücht hingegen ist eine Aktion, die die nicht gänzlich unumstrittene  Hilfsorganisation Die Tafeln zusammen mit dem kommerziellen Kaffeehändler kaffee.de unlängst gestartet hat: Unter dem Motto “Bloggen für den guten Zweck” wird allen BloggerInnen, die sich an dieser Aktion mit einem Beitrag auf ihrem Blog (und wohl mit einer entsprechenden Verlinkung) beteiligen, vom Pronsfelder Kaffeeversender versprochen, ein Stück Kuchen an die Tafeln zu spenden. Für jeden 25. Beitrag gibt es obendrein 500 Gramm Kaffee. Ganzer Artikel »

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In Hartz IV, Meinung, Solidarität, Soziales am 17. August 2011 um 01:18

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Von Frank Benedikt

In London und anderen Städten des Vereinigten Königreichs herrscht Aufruhr. In Griechenland und Spanien gibt es massive Proteste gegen “das System”, während dieses sich zunehmend in Forderungen nach Überwachung und Kontrolle ergeht, um “Terroristen” im Zaum zu halten. Sind diese Ereignisse isoliert zu betrachten? Ganzer Artikel »

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In Anarchismus, Demokratie, Politische Theorie am 9. August 2011 um 14:15

Die bösen Börsen

Von Marc Schanz

Der Kapitalismus ist krank, neue Krankheitsschübe durchrütteln ihn. Seine Fieberkurve, die Börse, rauscht nach unten. Die Politiker stehen am Krankenbett und werden mit jedem Tag nervöser.

Dabei steht die Diagnose fest: die bösen Staaten mit ihren unverantwortlich hohen Schuldenbergen sind schuld. Das Merkwürdige ist nur, als sie angehäuft wurden, war alles noch in Ordnung. Als die Banken gerettet werden mussten, waren die Belastungen für die Staaten kein Problem. Aber die Märkte “erkannten” das ganze Ausmaß des Schlamassels erst, als die Staaten mit dem Schuldenabbau begannen. Das führte zu einer kuriosen Situation: werden die Schulden nicht abgebaut, fallen die Staaten zusammen, werden die Schulden abgebaut, kollabieren die Märkte. Das lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Wirtschaft am 7. August 2011 um 13:03

Stuttgart 21 – Demokratie im Stresstest

Von Frank Benedikt

S21 und kein Ende? Vorgestern wurden offiziell die Ergebnisse des “Stresstests” zum Milliarden-Projekt “Stuttgart 21″ vorgestellt, doch die Debatte um den geplanten neuen Durchgangsbahnhof in der Baden-Württemberger Metropole wird damit nicht etwa ein Ende finden.

Nach Monaten der “Schlichtung”, moderiert von Heiner Geißler, wurden am Freitag die Ergebnisse des sogenannten “Stresstests” einer unabhängigen Schweizer Gutachterfirma präsentiert. Kernpunkt dabei ist die Leistungsfähigkeit des projektierten neuen Bahnhofs. Gemäß Anforderungen der Bahn soll er 30 Prozent leistungsfähiger sein als der alte Kopfbahnhof, also statt 37 Zügen pro Stunde ganze 49 bewältigen. Laut der Gutachterfirma SMA, die den angedachten Betrieb – inklusive etwaiger Störungen – in einem Computermodell simuliert hat, würde der neue Bahnhof dieser Vorgabe gerecht werden. Damit könnten die S21-Gegner es auf sich bewenden lassen und ihre Proteste einstellen, wenn es denn nur darum ginge, einen leistungsfähigeren Bahnhof zu bauen. Ganzer Artikel »

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In Stuttgart 21 am 31. Juli 2011 um 23:59

Am Rande des Chaos

Von Marc Schanz

Stehen wir am Rande des Chaos? Ich denke, es werden immer mehr, die darauf ohne zu zögern mit Ja antworten würden.
Um diese Frage beantworten zu können, möchte ich heute einmal die Geschehnisse aus einer theoretischen Sicht beschreiben. Ich versuche dennoch verständlich zu bleiben.

Wann ist ein System chaotisch? Die Chaosforschung, ein überaus spannendes Forschungsgebiet, gibt folgende Antwort:

Liegt chaotisches Verhalten vor, dann führen selbst geringste Änderungen der Anfangswerte nach einer gewissen Zeit zu einem völlig anderen Verhalten (sensitive Abhängigkeit von den Anfangsbedingungen). Es zeigt sich also ein nichtvorhersagbares Verhalten, das sich zeitlich scheinbar irregulär entwickelt.

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In Chaos, Politische Theorie am 19. Juli 2011 um 17:23

China baut Brücken,

… leider nicht zu den Menschen. Die Volksrepublik hat die bisher längste Brücke der Welt errichtet und man könnte ihr zu dieser “Errungenschaft des Sozialismus” gratulieren, so es sich denn um selbigen handeln würde. So aber bewundern wir andächtig dieses neuneinhalbte Weltwunder und gedenken lieber der Pariser Kommune, die dieses Jahr ihren 140. Geburts- wie Todestag feiert.

Das Monsterbauwerk:

[fb]

Quelle: Associated Press

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In China, Politik, Sozialismus am 18. Juli 2011 um 13:02

“Vorwärts immer, rückwärts nimmer” – die SPD in der Zwickmühle

Von Frank Benedikt

Noch sind es offiziell gut zwei Jahre bis zu den nächsten Bundestagswahlen, aber schon jetzt wird über den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten eifrig spekuliert. Dabei könnten sich viele verrechnen.

Das Zitat im Titel stammt ja eigentlich von Erich Honecker, aber es gibt nach Ansicht des Autors auch ganz gut den Zustand der SPD “nach Schröder” wieder, wobei eine Abwandlung vorzunehmen ist: Die SPD kann weder vorwärts noch rückwärts. Das hat Gründe – ein Rück- und Ausblick. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Politik am 17. Juli 2011 um 16:01

And the winner is … Pyeongchang

Von Frank Benedikt

Bobseidank! Trotz emsiger Bemühungen ging der Kelch diesmal an München vorüber. Zu gerne hätten ja Wirtschaft und Politik erneut olympische Spiele nach München geholt, denn sie alle hatten sich etwas davon versprochen. Gesteigerte Umsätze für einige Branchen und die Glorie für ein paar Politiker – das war der Anspruch, der jetzt so simpel abgebügelt wurde. Die Winterspiele 2018 finden in Südkorea, nicht aber in Deutschland statt, auch wenn einem der Gedanke kommen könnte, daß zwischen beiden Ländern ja “nicht so viel Unterschied ist”. Beide Nationen sind Kinder des Kalten Krieges, nicht von ihren Bürgern in mehr oder minder blutigen Kämpfen um Fortschritt geformt, sondern “Demokratien” von Gnaden der USA. Ganzer Artikel »

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In Kurz notiert, Meinung am 7. Juli 2011 um 04:15

Der Euro – eine Währung uns zu knechten

Von Marc Schanz

Vor unseren Augen spielt sich in Griechenland eine Tragödie ab, ein europäisches Land versinkt im Chaos. Aus dem idyllischen Land, das viele von uns persönlich von Urlaubsreisen kennen, wird ein Land des Protests und der Unruhen. Die Bilder verstören, denn Griechenland ist keiner dieser failed states eines fernen Kontinents. Griechenland ist nah, es gehört zu uns, zu Europa. Ein verstörendendes Gefühl keimt auf: kämpft etwa Griechenland stellvertretend für uns gegen die Euro-Krise an? Wird eine Niederlage das Ende des Euros bedeuten? Ganzer Artikel »

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In Europa, Wirtschaft am 2. Juli 2011 um 20:24

Wenn Grube eine Grube gräbt, …

Von Lutz Hausstein

… muss er sich damit nicht zwangsläufig für die Tieferlegung eines Bahnhofs qualifizieren. Stattdessen sollte er vielmehr tunlichst darauf achten, nicht Hals über Kopf in die Tiefen seiner eigenen Baugrube hineinzustolpern.

Wenn nun der Bahnchef Rüdiger Grube den Grünen von Ministerpräsident Kretschmann „Volksverdummung“ und „Wählertäuschung“ vorwirft, betritt Grube unsicheren Baugrund, der ihm selbst unter den Füßen wegzubrechen droht. Sein Kritik gründet darauf, dass die Verträge zum Bau des Tiefbahnhofs „Stuttgart 21“ so verfasst worden seien, dass ein Ausstieg daraus praktisch unmöglich wäre. Dies sei den Grünen von Beginn an bekannt gewesen sei, so Grubes Vorwurf. Ganzer Artikel »

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In Stuttgart 21 am 18. Juni 2011 um 11:37

Das Sterben lernen

Von Marc Schanz

Afghanistan, dein vergessener Krieg ist wieder zurück. Eine blutige Explosion hallt tausendfach in den Medien nach. Diesmal traf es keinen der Frontsoldaten, die zum Sterben auserkorenen sind. Es zerfetzte eine hochrangig besetzte Sicherheitskonferenz in Talokan mit Gouverneuren, Polizeichefs und Kommandeuren der ISAF, die Eliten des Krieges also, die es gewohnt sind, außerhalb der Gefahrenzone zu agieren, um in diesem Schutz den Krieg kontrollieren zu können. Ganzer Artikel »

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In Afghanistan, Krieg am 1. Juni 2011 um 21:34

Bibi und die JoJos

Von Uri Avnery

Es war alles ziemlich ekelhaft.

Sie waren dort, die Mitglieder der höchsten Legislative der größten Supermacht der Welt und sprangen auf und nieder wie so viele JoJos, applaudierten alle paar Minuten oder Sekunden wild zu den unverschämtesten Lügen und Verdrehungen von Benjamin Netanjahu.

Es war schlimmer als im syrischen Parlament während einer Rede von Bashar Assad, wo jeder, der nicht applaudiert, sich im Gefängnis wiederfinden kann. Oder in Stalins Oberstem Sowjet: wenn man nicht genügend Respekt zeigte, konnte das den Tod bedeuten. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 31. Mai 2011 um 10:51

Tod eines “Terrorfürsten”

Von Frank Benedikt

Er lebte mit dem Schwert, er kam durch das Schwert um. Mit dieser biblischen Weisheit könnte man zu Osama Bin Ladens Ende ein Fazit ziehen und wieder zur Tagesordnung übergehen. Geht das wirklich so einfach? Ganzer Artikel »

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In Meinung, Terror am 4. Mai 2011 um 01:18

Merkels letzter Walzer

Von Frank Benedikt

Schlecht sieht sie aus. Nicht unbedingt die Kanzlerin, aber die schwarz-gelbe Koalition. Nicht einmal eineinhalb Jahre und schon geht eine Regierung, die bei ihrem Antritt vor Kraft kaum laufen konnte, am Krückstock. Wie konnte es soweit kommen und wie wird es weitergehen? Ein spekulativer Ausblick.

Im Herbst 2009 schien die Welt für Union und FDP noch in Ordnung. Ein achtbares Wahlergebnis für CDU/CSU und das beste überhaupt für die Liberalen. Damit würde man aus konservativ-liberaler Sicht endlich etwas anpacken können, denn die “Blockade” seitens der ungeliebten Sozialdemokraten war beseitigt. 18 Monate später steht die schwarz-gelbe Regierung vor dem Bankrott und Angela Merkel vor einem politischen Offenbarungseid. Neuwahlen sind nicht mehr auszuschließen. Als letzte Retter in der Not könnten ihr die Grünen beispringen, die mittlerweile ihre Scheu vor der Teilhabe an der Macht wie auch vor der Union überwunden haben und sich als neuer wie auch starker Koalitionspartner anbieten würden. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Innenpolitik am 12. April 2011 um 16:28

Die Wüstenkrieger

Von Frank Benedikt

Die Vereinten Nationen haben im Sicherheitsrat eine Flugverbotszone in Libyen beschlossen und es scheint im Rahmen des Möglichen, daß diese bereits in den nächsten Stunden mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden wird. Besonders Frankreich und Großbritannien drängen zum Handeln, während sich Deutschland bei der Abstimmung enthalten hat. Ganzer Artikel »

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In Ausland, Krieg, Meinung am 19. März 2011 um 16:25

Moratorium für deutsche AKWs: Billige Augenwischerei

Von Markus Weber

Angela Merkel hat heute ein Moratorium für die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke um drei Monate angekündigt. Während dieser Auszeit sollen deren Sicherheitsstandards überprüft und dann eine Entscheidung getroffen werden. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Umwelt, Wirtschaft am 14. März 2011 um 17:03

Quousque tandem, Herr Minister?

Zu Guttenberg oder die Verdunklung einer “Lichtgestalt”

Von Frank Benedikt

“Wie lange noch, Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen?” Mit diesem berühmten Zitat begann im antiken Rom einst Marcus Tullius Cicero die erste seiner Reden gegen Catilina, und man ist versucht, dies in abgewandelter Form auch dem Verteidigungsminister zuzurufen, der immer mehr zu einem “Selbstverteidigungsminister” mutiert. Natürlich ist Karl-Theodor zu Guttenberg keinesfalls einem Hoch- und Landesverräter gleichzusetzen, aber er strapaziert zunehmend die Geduld des Publikums. Ganzer Artikel »

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In Deutschland, Meinung, Politik am 20. Februar 2011 um 02:02

Die ägyptischen Massen wollen nicht weiter die Verbündeten Israels spielen

Von Gideon Levy, Haaretz

Vor drei oder vier Tagen war Ägypten noch in unserer Hand. Die Armee von Sachverständigen, einschließlich unseres Spitzenexperten zu Ägypten, Benjamin Ben-Elieser, sagte: „Alles ist unter Kontrolle“, dass Kairo nicht Tunis sei und dass Mubarak stark sei. Ben-Elieser sagte, er habe über Telefon mit einem ranghohen ägyptischen Offizier gesprochen, der ihm versicherte, dass es keinen Grund für Besorgnis gebe. Man könne sich auf Fuad und Hosni verlasse, beide kurz davor, „Gewesene“ zu werden. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 7. Februar 2011 um 15:24

Der Al-Jazeera-Skandal

Von Uri Avnery

Ich dachte immer, dies wäre ein spezifisch israelischer Zug: wann immer ein Skandal nationaler Proportion ausbricht, ignorieren wir die entscheidenden Punkte und lenken unsere Aufmerksamkeit auf zweitrangige Dinge. Dies erspart uns, uns mit den eigentlichen Problemen zu befassen und schmerzliche Entscheidungen zu treffen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 1. Februar 2011 um 17:19

Bäumchen wechsele Dich?

Von Frank Benedikt

Also eigentlich ist heute hier im Blog wie stets ‘Nahost-Sonntag’ und ‘der Verantwortliche’ mit Vorbereitungen für Köln beschäftigt, aber folgende Reuters-Meldung hat mich doch kurz erheitert:

CDU und SPD fremdeln – Schwarz-Grün und Rot-Gelb erwogen
(Reuters)

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In Meinung, Politik am 23. Januar 2011 um 15:43

Israels Rechte hat Augen und sieht nicht, hat Ohren und hört nicht

Von Carlo Strenger, Haaretz

Zukünftige Historiker werden darüber debattieren, wie Israels Führung nur so blind sein konnte. Sie werden sich darüber wundern, wie es möglich war, dass Israel – 43 Jahre lang – nicht erkennen konnte, was David Ben Gurion nur wenige Wochen nach dem Sechs-Tage-Krieg sah: dass die Besatzung der Westbank für Israel eine Katastrophe war. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 23. Januar 2011 um 12:15

Abenteuerland

Von Frank Benedikt

Genau danach klingt es, was Michael Schmidt da in kriegsromantischer Weise beim Tagesspiegel niedergeschrieben hat und was sowohl dort wie auch bei  Zeit Online anschaulich in Klickstrecken dokumentiert wird. Keine Bilder von Verletzten und Toten, schon gar nicht von Zivilisten, der Krieg scheint ein “chirurgisch sauberer” – vor exotischer Kulisse. Ganzer Artikel »

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In Medien, Meinung, Militarismus und Krieg am 11. Januar 2011 um 01:02

Schuld sind nicht immer nur die anderen

Von Moritz Steglitz

Flachbildfernseher, iPad, Handy und Auto: Bei allem wollen wir das Beste vom Besten. Mit einer Ausnahme: Essen. Das muss in erster Linie günstig sein und gut aussehen, doch die Qualität unserer Nahrung ist für viele stark in den Hintergrund gerückt. Und so kommt es, dass es uns in vielen Fällen egal ist, wie das Schwein in unserem Schnitzel zu seinen Lebzeiten ernährt wurde oder ob Hühner eng aneinander gepresst in Käfigen leben. Als Legebatterien, die in ihrem ganzen Leben kein einziges Mal das Tageslicht erblicken und Tag für Tag bis zum Rand mit Mischfettsäuren vollgestopft werden. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Umwelt am 7. Januar 2011 um 08:52

WikiLeaks – ein Nachruf

Von Frank Benedikt

WikiLeaks. Fast das gesamte Internet scheint derzeit nur noch dieses Thema zu kennen und auch die Medien greifen es momentan begierig auf. In Deutschland kommt im Netz noch der JMStV hinzu, aber das ist es dann auch mit den “großen Themen”. Nachdem sich auch dieses Blog auf WikiLeaks-Material bezogen und es auch ‘embedded’ hat, ein paar Anmerkungen zu den jüngsten Vorgängen rund um die Whistleblower-Plattform. Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Medien, Politik am 6. Dezember 2010 um 16:35

Alle (Staats-)Gewalt geht vom Volke aus?

Von Frank Benedikt

Zumindest, wenn man den Stimmen aus der CDU Glauben schenken möchte, ging die Gewalt gestern in Stuttgart ja vom Volk aus. Die Bilder und die Verletztenstatistiken sprechen allerdings eine andere, ungleich beredtere Sprache: Mindestens 116 verletzte S21-Gegner laut Polizeipräsidium Stuttgart, von verletzten Polizisten ist bisher nichts bekannt. Selbst wenn es nicht mehrere Hundert Verletzte oder gar “1000 Personen (mit) Augenverletzungen” sind, wie die NZZ gestern am Nachmittag schrieb – es zeigt, daß hier seitens der Polizei massiv gegen die Demonstranten vorgegangen wurde.

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In Deutschland, Gesellschaft, Innenpolitik, Meinung am 1. Oktober 2010 um 19:02

“Danke für die milde Gabe!”

Von Frank Benedikt

Nun ist also die Katze aus dem Sack: Erwachsene ALG-II-Empfänger sollen künftig fünf Euro mehr an Regelleistung im Monat erhalten, bei den Kindern bleibt es beim alten Satz. Wer sich im Vertrauen auf das Karlsruher Urteil mehr erhofft hatte, wurde damit bitter enttäuscht, aber war das nach der jahrelangen Stimmungsmache gegen “Langzeitarbeitslose und Arbeitsscheue in der sozialen Hängematte” nicht zu erwarten? Inzwischen ist laut Umfragen eine Mehrheit der Bundesbürger gegen jegliche weitere Anhebung der Regelsätze und es wäre ihr nur schwer zu vermitteln gewesen, hätte man das ALG II merklich erhöht.

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In Gesellschaft, Hartz IV, Meinung am 27. September 2010 um 14:40

Feuer, Tanz und Tod

Von Marc Schanz

Neun Jahre ist es her. Jeder, der die entsetzlichen Bilder des Einsturzes der Türme sah, kann sich genau an diesen Tag genau erinnern. Für mich begann dieser Tag ganz normal an meinem Schreibtisch im Büro.

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In Meinung, Militarismus und Krieg am 11. September 2010 um 13:25

Muß man Sarrazin wahrnehmen?

Von Frank Benedikt

Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben. Das ist nichts Besonderes, das machen abgehalfterte Politiker nach dem Ende ihrer Karriere schon mal gern, so eben auch “Pöbel-Thilo”. Tagtäglich kommen in Deutschland über 200 Neuerscheinungen auf den Markt und Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab” ist nur eine davon – muß man es und ihn also wahrnehmen? Ich meine ja.

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In Deutschland, Innenpolitik, Medien, Meinung, Rassismus am 26. August 2010 um 01:54

Mit vereinten Kräften

Von Frank Benedikt

Die großen deutschen Energieversorger, unter Federführung des RWE-Chefs Jürgen Großmann, bedienen sich des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), um die Regierung unter Druck zu setzen, einen atomfreundlicheren Kurs einzuschlagen. Dies kommt zwar nicht unerwartet, zumal im Sinne der Vertretung eigener Interessen, ungewöhnlich aber ist es allemal, denn der Ansatz ist neu: Eine massive mediale Kampagne, um öffentlich Druck auszuüben.

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In Energie, Innenpolitik, Medien, Umwelt, Wirtschaft am 21. August 2010 um 10:47

Erosion einer Regierung

Von Frank Benedikt

Nach  drei Wahlgängen hat er es also doch geschafft: Christian Wulff wird Horst Köhlers Nachfolger im Amt des Bundespräsidenten. Damit hat er als einer von Wenigen heute Grund zur Freude, denn für die Parteien  und die Mehrzahl der Bürger war dieser Wahlmarathon aus dem einen oder anderen Grunde nicht sehr erfreulich.

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In Deutschland, Innenpolitik am 30. Juni 2010 um 22:44

Krisengewinnler entlarvt!

Von Lutz Hausstein

Der ARD-Presseclub brachte es an den Tag. Dem völlig unabhängigen Publizisten Hugo Müller-Vogg ist es dank seiner unnachgiebigen Recherchen gelungen, die wahren Gewinner der letzten Krise zu identifizieren. Mit der Pulitzer-Preis-verdächtigen Erkenntnis, dass Renter und Hartz-IV-Empfänger die großen Gewinner der Krise sind, da sie auch in diesen schweren Zeiten über, durch die Bundesregierung gesicherte, stabile Einkommen verfügen, gelang es Müller-Vogg, den so lange gesuchten Baustein im großen Welten-Puzzle zu finden. Die logische Schlussfolgerung des diplomierten Volkswirtschaftlers lautet denn auch,  diese Krisengewinnler heranzuziehen, um deren Folgen mitzutragen. Ganzer Artikel »

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In Medien, Meinung am 1. Juni 2010 um 09:27

Über Armut …

Ein Gastbeitrag von Matthias Bohlen

Ganz Deutschland diskutiert über Leistungträger. Darüber, wer Leistungsträger ist. Manchmal, das sind dann ganz schlaue Leute, diskutiert man darüber, wer wen für einen Leistungsträger hält. Und manchmal, ganz selten, fällt auch mal jemandem auf, dass es Leute gibt, die ihre Definition von „Leistungsträger“ häufiger wechseln als ihre Plinte. Ganzer Artikel »

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In Gesellschaft, Meinung, Sprache am 22. April 2010 um 14:03

Wieviele Leben noch, Frau Kanzlerin?

Von Frank Benedikt

Wieder sind drei deutsche Soldaten in Afghanistan in einem Krieg, der nicht einmal so heißen darf, gefallen. Wieder werden Eltern, Frauen und Kinder um ihre Söhne, Männer und Väter trauern und die berechtigte Frage stellen, wofür sie eigentlich gestorben sind. Für die “Verteidigung des Vaterlandes”, wie es weiland ein Peter Struck genannt hat, oder starben sie für ‘übergeordnete Interessen’, die nicht notwendigerweise “dem Wohle des deutschen Volkes …” dienen, ” … seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen …“?

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In Afghanistan, Krieg, Meinung am 3. April 2010 um 01:59

Minister oder Maus?

Von Frank Benedikt

Zu Guttenbergs Eiertanz zwischen Korpsgeist und Wählergunst

Die Grafen Baudissin und Kielmannsegg, altgediente Offiziere der nationalsozialistischen Wehrmacht, und Mitentwickler des Konzepts der “Inneren Führung” der Bundeswehr, als deren Leitbild der “Bürger in Uniform” hervorging, würden sich – lebten sie heute noch – wohl mit Grausen abwenden. Da versetzt ein bundesdeutscher Verteidigungsminister einen General vorzeitig in den Ruhestand, weil dieser in einem persönlichen Brief seinen obersten Dienstherrn um Aufklärung hinsichtlich der Entlassung eines anderen Generals bat. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 16. März 2010 um 05:18

Auch die andere Wange hinhalten?

A gsunde Watschn hat noch nie g’schadt“, hört man es gerade hierzulande in Bayern immer noch. Wir Bayern gelten ja eh als etwas ‘handfester’, robust und rabiat sind wir sowieso, kurzum: ob in Regensburg oder München – in Bayern gehen die Uhren anders. Ganzer Artikel »

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In Gesellschaft am 10. März 2010 um 21:27

Die Bischöfin und die Buße

Von Frank Benedikt

Ganze vier Monate war sie im Amt, nun ist sie als Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der EKD zurückgetreten: Margot Käßmann. Unbequem war sie, eine streitbare “Gotteskriegerin”, die sich für die Schwachen einsetzte und zuletzt erst bei der Afghanistanfrage auch den Diskurs mit Verteidigungsminister zu Guttenberg nicht scheute. Eine mutige Frau, die auch öffentlich über  ihre Scheidung und ihren Brustkrebs sprach – für eine Frau in ihrer Position sicher nicht selbstverständlich. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 24. Februar 2010 um 22:28

Auf ein Wort, … Frau von der Leyen!

Einen weiteren wertvollen Beitrag zur Verschleierung und Vernebelung durch Sprache will unsere Bundesarbeitsministerin, Frau von der Leyen, leisten: Der Begriff “Hartz IV” sei ihr zu “negativ besetzt” und behindere zu sehr eine “differenzierte gesellschaftliche Debatte” Ganzer Artikel »

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In Auf ein Wort am 2. Februar 2010 um 13:41

O,14K Zeichen?

Autsch! Da bekomme selbst ich nicht meine meist kargen Texte unter ;-) Dennoch twittern Jens “Spiegelfechter” Berger und ich neuerdings, wenn wir auch als “gesetzte Herren” von dem “ganzen neumodischen Kram” nicht so viel halten. Ganzer Artikel »

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In Blogosphäre am 9. Januar 2010 um 04:49

Staatskirchentum

Angesichts des notleidenden Staates schlägt der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, phantasievoll innovativ eine Ethiksteuer vor, um die den Staatssäckel schädigende Austrittswelle aus der Kirche zu bremsen. „Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten“ (Quelle: „Bild“-Zeitung) Der Satz für diese Steuer könnte sieben Prozent der Lohn- und Einkommensteuer betragen. „Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch.“ Ganzer Artikel »

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In Meinung am 22. Dezember 2009 um 15:06

So ist es. Ist es so?

In Kopenhagen versuchten die ökologische Besorgnis an der demonstrierenden Basis und ein schockierender Hugo Chavez mit (sinngemäß) folgendem Spruch einen Stich zu machen:

»Wenn das Klima eine Bank wäre, hätten die reichen Länder es längst gerettet.« Ganzer Artikel »

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In Umwelt am 18. Dezember 2009 um 16:09

Alles wird gut

Jederzeit leicht zu überprüfen an der beschissenen Gegenwart, die von jener redensartlich in Aussicht gestellten Zukunft gezeitigt wurde. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 18. Dezember 2009 um 07:07

Jugend forscht – jetzt auch in der Politik!

Aus einem Beitrag von Klaus Bölling in Ortszeit: Politisches Feuilleton im Deutschlandradio Kultur am 11.12.2009, 12:50 h.

Es geht, Entschuldigung, nicht um Galanterie, es geht um pure Politik oder, genauer, um politischen Instinkt. Die Kanzlerin hat einer eben 32-jährigen Parteifreundin ein Ressort mit der gleichsam universellen Postanschrift anvertraut: „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 15. Dezember 2009 um 20:02

Erinnerung an Edward Abbey

Die seit 2001 laufende „Operation Enduring freedom“ (Operation andauernde Freiheit), wovon der Afghanistan-Krieg nur ein Teil ist, kann man auch so lesen, dass man diese Freiheit erst mal als Passionsweg ertragen und überhaupt auszuhalten hat. Ganzer Artikel »

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In Meinung am 15. Dezember 2009 um 08:28

Wissenschaft als Talkshow

Ich hasse es, den Journalisten machen zu müssen. Aber manchmal kommt man um eine tagesaktuell geartete Wortmeldung einfach nicht herum, und gegen sich nicht an. Z. B. wenn im „Nachtstudio“ des ZDF über den Krieg und seine Undefinierbarkeit quer durch die letzten paar Jahrtausende kulturvoll, also begriffslos, darauf los gepanzert wird. Ganzer Artikel »

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In Medien, Politik am 14. Dezember 2009 um 15:42

Ein Ausbruch ist kein Beinbruch

Nachdem die nordrhein-westfälische Justizministerin zunächst die Leiterin der JVA Aachen als Sündenbock präsentierte, scheint nun der Westfälische Frieden ausgebrochen.

Mag ja sein, dass mein Gefühlsleben ein wenig aus dem Lot ist, aber bei mir nun von “klammheimlicher Freude” zu sprechen, seitdem ich erfahren habe, welch’ rasante Entwicklung die anfangs ja doch etwas spröde Beziehung zwischen Roswitha Müller-Piepenkötter und der Aachener JVA-Leiterin Reina Blikslage nimmt, wäre ein unhaltbarer Euphemismus. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 5. Dezember 2009 um 23:09

…als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz

Wirklich, ich wollte(!) über die Studenten schreiben, über ihre Streik- und Protestaktionen, wie sehr ich es hochachte, dass sie, trotz Gleichrichtung in Schule und dann Hoch-Schule, noch immer offenbar instinktiv spüren, dass das, was sie in den Hörsälen seit Neuerem erleben, kein Studium mehr ist, sondern bestensfalls die Weiterführung eines schlechten Gymnasiums mit all’ den gleichen Mitteln. Ich wollte darüber jubeln, dass meine alte “Arbeiter- und Bauernfakultät” in Duisburg weit vorne ist bei den Protesten für eine sinnhafte Bildungsdefinition und für das Ideal eines Menschen, der mehr ist und mehr wert ist als, nur ein akademischer “another brick in the wall”. Ganzer Artikel »

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In Die Wut zum Sonntag am 21. November 2009 um 22:00

Der Hüter der Wahrheit ist tot

Ein verspäteter Nachruf auf Irving Kristol

Am Freitag, dem 18. September 2009, starb im Alter von 89 Jahren Irving Kristol. Seine Rolle als maßgeblicher Mitbegründer der neokonservativen Bewegung verschaffte ihm den Spitznamen, der ihn die letzten drei Jahrzehnte begleitete: „Pate des Neokonservativismus“. Dabei deuteten seine politischen Anfänge in eine ganz andere Richtung. Am 22. Januar 1920 in Brooklyn, New York, geboren, gehörte er mit Anfang Zwanzig zu einer trotzkistischen Studentengruppe. Der Sohn jüdischer Einwanderer war, wie viele seiner Altersgenossen, zutiefst von der Großen Depression der Dreißiger Jahre geprägt worden; als Jugendlicher hatte er das Elend der Arbeitslosen erlebt. „Unter diesen Umständen schien der Gedanke einer von der Regierung geplanten Wirtschaft vernünftig, nicht ideologisch“, schrieb er später. Ganzer Artikel »

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In Politik am 26. September 2009 um 21:26

Die Qual der Wahl?

In nicht ganz vier Wochen ist Bundestagswahl und es stellt sich wieder einmal  die Frage der “Qual der Wahl”. Gestern fanden in Sachsen, im Saarland und in Thüringen die Landtagswahlen statt, die gezeigt haben dürften, daß der Anspruch der beiden großen “Volksparteien”, das Volk in seiner Breite zu vertreten, zunehmend vermessen ist. Vor allem die Union hat im Saarland und in Thüringen kräftig Federn lassen müssen und ihre bisherige Alleinregierung dort verloren. Gewinner dagegen sind FDP und DIE LINKE, wobei gerade letztere an der Saar aus dem Stand 21,3% holte.

Ein Blick auf das vorläufige amtliche Endergebnis zeigt, daß die Parteien der Großen Koalition in Sachsen und im Saarland mit Mühe und Not gerade noch mal zwei Drittel der Wähler hinter sich haben, während sie in Thüringen bereits in der Minorität sind. Die Zeit der 40%+x-Volksparteien scheint damit langsam beendet, wir müssen uns auf die vielfältigere Parteienlandschaft und neue, buntere Koalitionen einstellen. 60 Jahre nach Gründung der Republik zeigt sich zunehmend, daß wir einen neuen Konsens finden müssen, der den “geänderten Rahmenbedingungen” (Pardon für dieses Unwort) Rechnung trägt und der die drängenden Fragen unserer Zeit zufriedenstellend beantwortet:

  • Was unternehmen gegen die Arbeitslosigkeit?
  • Wie kommen wir wieder zu mehr sozialer Gerechtigkeit?
  • Wie stoppen wir die Entwicklung hin zu “Arm trotz Arbeit”?
  • Wie soll es mit dem Finanzsystem weitergehen?
  • Muß Deutschland wirklich am Hindukusch verteidigt werden?
  • Was können wir für die Umwelt tun?

Das sind nur ein paar der Fragen, die sich meines Erachtens aufdrängen und die ich gerne beantwortet sähe. Bei den klassischen Parteien sehe ich da kaum Lösungsansätze, selbst bei den GRÜNEN nur wenig (wiewohl ich vor 30 Jahren just für die Werbung machte). Immerhin habe ich mir neulich, auf Anregung einer Freundin hin, mal das Wahlprogramm der LINKEn durchgelesen und ich war baff, daß es sich fast wie ein “grünes” Wahlprogramm der frühen Achtziger liest. Alle vier Eckpfeiler meiner einstigen politischen Heimat finden sich dort wieder, denn es ist  “ökologisch”, “basisdemokratisch”, “sozial” und “gewaltfrei”.

Zudem wird auch die Stieglitz-Kommission in ihrem Kampf um eine demokratische Reform des Weltfinanzsystems unterstützt. Damit ist das wohl die einzige Partei mit “Wahlchance”, die fast alle meine Positionen vertritt, und wenn ich auch schon sehr lange “libertärer Sozialist” (vulgo: Anarchist) bin und von der Wählerei in der parlamentarischen Demokratie nichts mehr halte und auch so meine Probleme mit mancher Politvergangenheit habe, werde ich am 27.9. meine Stimme für DIE LINKE abgeben – ich sehe derzeit einfach keine Alternative. Qual? Nein, denn es gibt nur eine Wahl, Sozialabbau, Krieg und die weitere Umverteilung von unten nach oben zu bremsen …

[fb]

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In Deutschland, Politik am 31. August 2009 um 03:15