Pro domo et mundo

Artikel getagged ‘Israel’

Die Hunde des Krieges

Von Uri Avnery

So grauenerregende Hunde sind seit Sherlock Holmes’ Hund von Baskerville nicht mehr gesehen worden.

Sie sind von einem leidenschaftlichen Bewunderer, dem verstorbenen „Rabbi“ Meir Kahane herangezüchtet worden, der vom israelischen Obersten Gerichtshof als Faschist gebrandmarkt wurde. Ihre Aufgabe ist es, die Siedlungen zu schützen und die Palästinenser anzugreifen. Es sind Siedlerhunde oder besser Hundesiedler.

Alle unsere Fernsehstationen haben lang und breit über sie berichtet und ihre Wirksamkeit und Aggressivität gelobt.

Und dies alles zur Vorbereitung für den „September“. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 4. September 2011 um 13:41

„Wie fein sind Deine Zelte“

Von Uri Avnery

Als erstes eine Warnung.

Überall in Israel entstehen Zeltstädte. Eine soziale Protestbewegung kommt in Gang. Irgendwann in naher Zukunft kann sie der rechten Regierung gefährlich werden.

Zu diesem Zeitpunkt wird es eine Versuchung geben – vielleicht eine unwiderstehliche Versuchung – die „Grenzen brenzlig werden zu lassen“. Einen niedlichen kleinen Krieg zu beginnen. Die Jugend Israels aufzurufen, die selben jungen Leute, junge Männer und Frauen, die jetzt in den Zelten leben, um das Vaterland zu verteidigen. Ganzer Artikel »

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In Demokratie, Nahost am 8. August 2011 um 10:23

Die jüdischen Ayatollahs

Von Uri Avnery

Der Erzbischof von New York verkündet, dass jeder Katholik, der eine Wohnung an einen Juden vermietet, eine tödliche Sünde begeht und die Exkommunikation riskiert. Ein protestantischer Pastor in Berlin erklärt, dass ein Christ, der einen Juden anstellt, aus seiner Gemeinde verbannt wird.

Unmöglich? Tatsächlich. Außer in Israel – mit umgekehrten Vorzeichen.

Der Rabbiner von Safed, ein Regierungsangestellter, hat angeordnet, es sei streng verboten, Wohnungen an Araber zu vermieten – einschließlich an arabische Studenten, deren medizinische Fachschule im Ort liegt. Zwanzig andere Stadtrabbiner – deren Gehälter von (meistens säkularen) Steuerzahlern, einschließlich der arabischen Bürger, bezahlt werden, haben öffentlich diese Anordnung unterstützt. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 8. Juli 2011 um 17:14

Israel ist eine Gesellschaft von Zwang und Gewalt geworden

Von Gideon Levy, Haaretz

Woran werden die Israelis denken, wenn man sie löffelweise mit Schauergeschichten über die Flotille füttert, wenn nicht an den Einsatz von Gewalt? Diese Aktivisten wollen Soldaten der IDF umbringen? Wir werden aufstehen und ihnen zuvorkommen

Hören wir uns selbst zu? Sind wir uns bewusst, dass schreckliche Geräusche von uns ausgehen? Haben wir bemerkt, dass der Diskurs immer gewalttätiger wird, und wie  die Sprache der Gewalt dabei ist, unsere einzige offizielle Sprache zu werden? Ganzer Artikel »

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In Nahost am 3. Juli 2011 um 12:48

Israelische Menschenrechtsgruppen, die mit Goldstone zusammengearbeitet haben, sollen nicht länger Freiwillige des National Service erhalten

Von Jonathan Lis, Haaretz

Eine neue Initiative könnte den israelischen Menschenrechtsorganisationen, die mit der Goldstone-Kommission zusammengearbeitet haben, die Freiwilligen des National Service (NS) nehmen.

Hinter der Initiative steht das Knessetmitglied Israel Hasson (Kadima), der kürzlich Prof. Daniel Hershkowitz (haBajit haJehudi), den verantwortlichen Minister für die National Service-Verwaltung darum bat, neue Kriterien zu formulieren, die bestimmen, welche Organisationen im Land dafür in Frage kommen, Freiwillige zu bekommen – als Teil neuer Gesetze, die die Aktivitäten des NS bestimmen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 19. Juni 2011 um 22:20

Dagan warnt vor Netanyahus mangelhaftem Urteil

Von Ari Shavit, Haaretz

Der frühere Mossadchef Meir Dagan ist äußerst besorgt über den September 2011. Er befürchtet nicht, dass Zehntausende von Demonstranten die Siedlungen oder Jerusalem überrennen könnten. Er befürchtet eher, dass Israels anschließende Isolierung seine Führer in die Enge treiben und sie dahin bringen könnte, eine leichtsinnige Aktion gegen den Iran zu unternehmen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 13. Juni 2011 um 23:02

Die Feiern zum Jerusalemtag werden den Fäulnisprozess und die Diskriminierung nicht vertuschen

Von Yossi Sarid, Haaretz

Der Jerusalemtag ist eine unechte Feier, die nur von der religiös zionistischen Bewegung, den Siedlern, den Arbeitern als organisierter Ausflug, dem Präsidenten, dem Bürgermeister und Kanal 1 lustlos groß gefeiert wird. Die meisten Leute in Israel wissen gar nichts davon und kümmern sich nicht darum, warum es ihn gibt. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 6. Juni 2011 um 18:01

Bibi und die JoJos

Von Uri Avnery

Es war alles ziemlich ekelhaft.

Sie waren dort, die Mitglieder der höchsten Legislative der größten Supermacht der Welt und sprangen auf und nieder wie so viele JoJos, applaudierten alle paar Minuten oder Sekunden wild zu den unverschämtesten Lügen und Verdrehungen von Benjamin Netanjahu.

Es war schlimmer als im syrischen Parlament während einer Rede von Bashar Assad, wo jeder, der nicht applaudiert, sich im Gefängnis wiederfinden kann. Oder in Stalins Oberstem Sowjet: wenn man nicht genügend Respekt zeigte, konnte das den Tod bedeuten. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 31. Mai 2011 um 10:51

Ethnische Säuberung der Palästinenser oder das demokratische Israel an der Arbeit

Von Gideon Levy, Haaretz

Es geschah am Tag nach dem Unabhängigkeitstag, als Israel im Lob über sich selbst und seine Demokratie fast bis zum Geht-nicht-mehr eintauchte, und am Vorabend des (praktisch ungesetzlichen) Nakba-Tages, wie die Palästinenser die „Katastrophe“ – den Jahrestag der Errichtung Israels, nennen. Mein Kollege Akiva Eldar veröffentlichte, was wir schon immer gewusst haben, aber wofür uns die schockierenden Zahlen fehlten, die er nun aufdeckte. Seit den Oslo-Abkommen hat Israel das Wohnrecht von 140.000 Palästinensern aus der Westbank widerrufen. Mit andern Worten, 14 % der Westbankbewohner, die wagten, ins Ausland zu gehen, wurde ihr Rückkehrrecht nach Israel und für immer hier zu leben, verweigert. Mit andern Worten: sie wurden von ihrem Land und aus ihren Häusern vertrieben. In andern Worten: ethnische Säuberung. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 15. Mai 2011 um 20:25

Israel muss die Hamas-Regierung im Gazastreifen anerkennen

Von Uri Avnery, Haaretz

Wer hat mit dem tödlichen Auge-um-Auge begonnen? Für die Israelis ist es klar – es begann mit dem verabscheuungswürdigen Angriff auf den Schulbus. Für die Palästinenser ist es klar -  es begann mit der Tötung eines hochrangigen Hamas-Offiziellen. Und davor war es … und davor war es … und davor war es …

Im Alter kehrt ein Mann zum kindischen Gehabe zurück, sagte Shakespeare. Etwas Ähnliches geschieht mit dem Staat Israel. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 20. April 2011 um 09:06

Das Gold und der Stein

Von Uri Avnery

In der Person von Richard Goldstone liegt etwas Tragikomisches.

Zuerst gab es einen  wahren Sturm der Entrüstung, als der ursprüngliche  Goldstone-Bericht  herauskam.

Was für ein böser Unhold! Ein Jude, der behauptet, ein Zionist zu sein und Israel zu lieben, der die abscheulichste Verleumdung über unsere tapferen Soldaten veröffentlichte und damit den schlimmsten Antisemiten  in aller Welt half und sie unterstützte. Genau der Prototyp eines selbsthassenden Juden. Noch schlimmer, ein „Mosser“ -  ein Jude, der einen anderen Juden den üblen Goyim ausliefert – die verachtetste Gestalt in der jüdischen Folklore. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 10. April 2011 um 21:31

Wer ist krank genug, um Amos Oz zu zensieren?

Von Gideon Levy, Haaretz

Die Ärzte im Assaf-Harofeh-Hospital müssen wirklich krank sein, wenn sie eine Einladung an Amos Oz zu einer Laudatio anläßlich einer Preisverleihung zurückziehen, weil er ein Exemplar seines Buches an einen inhaftierten Fatah-Führer gesandt hat

Als ich letzte Woche aus Tokio zurückkehrte, sah ich einen usbekischen oder vielleicht auch kasachischen Passagier, dessen Finger mit dicken Ringen besetzt waren, ein Buch auf Deutsch lesen: „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz.  Ehrlich gesagt war ich erfreut und stolz darauf. Vor zwei Jahren sah ich in der wieder hergestellten Bibliothek von Alexandria einen ägyptischen Leser das selbe Buch ausleihen. Auch damals freute ich mich und war stolz darauf. Ich entdeckte auch Oz’ Bücher auf Regalen in der Siedlung Ofra und sogar Rabbiner Abraham Ravitz  (ein Knessetmitglied von United Thora Judentum) sagte mir  kurz vor seinem Tod, dass er das Buch heimlich las. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 4. April 2011 um 09:35

Israels Dissidenten retten das Land

Von Gideon Levy, Haaretz

Man stelle sich mit den Augen der Welt ein anderes Israel vor. In ihm gibt es kein B’Tselem. Kein „Das Schweigen brechen“, keine „Anarchisten gegen die Mauer“, kein Gush Shalom (Anm. d. A.: Kein Zochrot, kein ICAHD, keine Frauen in Schwarz, keine Machsom Watch Frauen)

Es gibt keinen „New Israel Fund“ und keine kleine Gruppe von radikalen und abweichenden Intellektuellen und Journalisten. Man stelle sich ein anderes Israel vor, das jede Art solcher Stimmen zum Schweigen bringt. Man stelle sich mal vor, wie es vor der Welt dastünde. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 29. März 2011 um 16:12

Israels Diplomaten sind rückgratlose Progagandisten

Von Gideon Levy, Haaretz

Dies geschah vor langer Zeit: Ich wollte in den Diplomaten-Kurs für das Auswärtige Amt aufgenommen werden. Israel war damals ein anderes Land, meine Ansichten über den Staat waren  nicht dieselben wie heute und Israels Gesandte im Ausland waren tatsächlich Botschafter. Seitdem ist viel Champagner geflossen und glücklicherweise bin ich nicht angenommen worden. Natürlich würde es  für mich unmöglich, immer die Politik meines Landes zu erklären. Irgendwie verspätet  wurde es Ilan Baruch, einem  älteren israelischen Diplomaten, klar, dass er nicht mehr in der Lage ist, diese Politik zu vertreten oder zu erklären. In der letzten Woche gab er sein Kündigungsschreiben ab, ein widerhallendes und eindrucksvolles Dokument, das im nächsten Diplomatenkurs  studiert werden sollte. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 15. März 2011 um 23:15

Die Rassisten, die Israel übernehmen, müssen gestürzt werden

Von Sefi Rachlevsky, Haaretz

Die Armseligkeit des Gesetzes angesichts des Rabbiners Dov Lior hat viele Hintergründe und Liors Weigerung, wegen seiner Unterstützung für „Die Tora des Königs – die Gesetze für das Töten der Ungläubigen“ verhört zu werden, berührt die Sache nur am Rand. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 7. März 2011 um 20:15

Der irre Prophet

Von Uri Avnery

„Warum strömen die Massen nicht auch hier auf den Platz und werfen Bibi raus?“, fragte mein Taxifahrer, als wir am Rabin-Platz vorbeifuhren. Der große Platz war, abgesehen von ein paar Müttern und ihren Kindern, die sich an der milden Wintersonne erfreuten, fast leer.

Die Massen werden nicht auf den Platz strömen, und Benjamin Netanyahu kann nur über die Wahlurne abgesetzt werden. Wenn dies nicht geschieht, können die Israelis nur sich selbst die Schuld geben. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 1. März 2011 um 15:53

Der Geist ist aus der Flasche

Von Uri Avnery

Dies ist eine Geschichte direkt aus Tausendundeiner Nacht. Der Geist entweicht der Flasche, und keine Macht der Erde kann ihn wieder zurückbringen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 21. Februar 2011 um 12:18

Die ägyptischen Massen wollen nicht weiter die Verbündeten Israels spielen

Von Gideon Levy, Haaretz

Vor drei oder vier Tagen war Ägypten noch in unserer Hand. Die Armee von Sachverständigen, einschließlich unseres Spitzenexperten zu Ägypten, Benjamin Ben-Elieser, sagte: „Alles ist unter Kontrolle“, dass Kairo nicht Tunis sei und dass Mubarak stark sei. Ben-Elieser sagte, er habe über Telefon mit einem ranghohen ägyptischen Offizier gesprochen, der ihm versicherte, dass es keinen Grund für Besorgnis gebe. Man könne sich auf Fuad und Hosni verlasse, beide kurz davor, „Gewesene“ zu werden. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 7. Februar 2011 um 15:24

Der Al-Jazeera-Skandal

Von Uri Avnery

Ich dachte immer, dies wäre ein spezifisch israelischer Zug: wann immer ein Skandal nationaler Proportion ausbricht, ignorieren wir die entscheidenden Punkte und lenken unsere Aufmerksamkeit auf zweitrangige Dinge. Dies erspart uns, uns mit den eigentlichen Problemen zu befassen und schmerzliche Entscheidungen zu treffen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 1. Februar 2011 um 17:19

Israels Rechte hat Augen und sieht nicht, hat Ohren und hört nicht

Von Carlo Strenger, Haaretz

Zukünftige Historiker werden darüber debattieren, wie Israels Führung nur so blind sein konnte. Sie werden sich darüber wundern, wie es möglich war, dass Israel – 43 Jahre lang – nicht erkennen konnte, was David Ben Gurion nur wenige Wochen nach dem Sechs-Tage-Krieg sah: dass die Besatzung der Westbank für Israel eine Katastrophe war. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 23. Januar 2011 um 12:15

Heute ein Orchester – morgen ein palästinensischer Staat

Von Noam Ben Zeev, Haaretz

Am Abend des 7. Mai 2004 herrschte Stille in dem kleinen alten Auditorium der Friends School in El Bireh. Daniel Barenboim, einer der größten Dirigenten seiner Generation, war dabei, seinen Taktstock vor dem nagelneuen Palästinensischen Jugendorchester zu heben. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 16. Januar 2011 um 20:45

Wann wurde es illegal, ein Linker in Israel zu sein?

Von Gideon Levy, Haaretz

Es wird höchste Zeit, ein juristisches Verbot gegen die israelische Linke zu erlassen. Warum reden wir weiter um den heißen Brei herum? Warum benötigen wir solch einen strapaziösen Rechtsprozess, bis ein Gesetz nach dem anderen erlassen wird? Was ist der Sinn all der verschiedenen Vorschläge und Veränderungen? Anstelle von all dem eben Erwähnten lasst uns eine sehr einfache Sache erledigen: die Linke in Israel für illegal erklären. Von jetzt an gehört jeder, der links denkt, links handelt, links demonstriert und links toleriert ins Gefängnis. Ganzer Artikel »

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In Meinung, Nahost am 9. Januar 2011 um 11:32

„Die Dunkelheit vertreiben“

Von Uri Avnery

Es ist leicht, angesichts der schmutzigen Welle von Rassismus, die uns überflutet, zu verzweifeln.

Die Medizin gegen die Verzweiflung ist die wachsende Anzahl junger Leute, Söhne und Töchter der neuen israelischen Generation, die sich vereinigt, um sich im Kampf gegen Rassismus und Besatzung zu engagieren. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 27. Dezember 2010 um 13:52

Israels Krieg gegen Kinder

Von Jonathan Cook,  Counterpunch

Die israelische Polizei ist wegen ihrer Behandlung von Hunderten von palästinensischen Kindern  – einige  sieben Jahre alt – kritisiert worden. Sie wurden verhaftet und verhört, weil sie unter Verdacht standen, in Ost-Jerusalem Steine geworfen zu haben.

Im vergangenen Jahr wurden gegen mehr als 1.200 palästinensische Minderjährige in Jerusalem strafrechtliche Untersuchungen wegen Steinewerfens eröffnet – nach polizeilichen Statistiken, die von der Vereinigung für Zivile Rechte in Israel (ACRI) gesammelt wurde. Das waren fast zweimal so viele  verhaftete Kinder im letzten Jahr als in dem viel größeren palästinensischen Gebiet der Westbank. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 20. Dezember 2010 um 22:05

Eine Generalüberholung

Von Uri Avnery

Der Richter: „Sie sind angeklagt, weil Sie ihre Frau und zwei Kinder gemordet haben. Wie plädieren Sie?  Schuldig oder nicht schuldig?“

Der Angeklagte: „Euer Ehren, ich befasse mich nicht mit der Vergangenheit. Ich denke über die Zukunft nach!“

Nein, das ist keine Szene aus einer Komödie. Etwas Ähnliches geschah wirklich. So antworteten Eli Yishai, der Innenminister, Benyamin Netanyahu und die anderen Einfaltspinsel in dieser Woche auf die  Anklagen wegen grober Fahrlässigkeit, die in dem beispiellosen riesigen Feuersturmes resultierte, der große Teile des Carmelgebirges verwüstete und den Tod von 42 Menschen verursachte. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 15. Dezember 2010 um 13:07

„Der Islam ist die Lösung“

Von Uri Avnery

Zunächst eine Entschuldigung: Ich werde nicht über Wikileaks schreiben.

Ich liebe Klatsch wie jederman(n).  Die Leaks  liefern eine Menge davon, und dazwischen gibt es einige echte Informationen.

Aber da gibt es wirklich nicht viel Neues. Die Information bestätigt nur, was jede intelligente Person   sich  schon denken konnte. Wenn es da irgendetwas Neues gibt, dann ist es genau diese Bestätigung: die Welt wird wirklich so verwaltet, wie wir uns dies vorstellten.  Wie deprimierend! Ganzer Artikel »

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In Nahost am 12. Dezember 2010 um 11:44

Israels Presse zensiert die Wahrheit weg

Von Gideon Levy, Haaretz

Wir trafen uns in dieser Woche in Eilat zu unserer Jahreskonferenz; nehmen wir sie auch als Gewissensprüfung. Es gibt viele Gründe stolz  zu sein über das, was wir schreiben, über das, was im Radio verbreitet, aufdeckt und zum Ausdruck gebracht wird. Nicht überall kannst du solch eine dynamische Presse oder eine solch freie Presse finden. Aber, Freunde, diese Freiheit ist in großer Gefahr,  es ist eine Freiheit, deren Vorteile wir nicht ausnützen. Rund um uns brennt ein gefährliches Feuer und selbst, wenn es uns noch nicht erreicht hat, ist es auf dem Weg – doch wir sind selbstzufrieden . Das Monster kommt, und es ist niemand da, der es aufhält. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 29. November 2010 um 20:11

Wer lacht ?

Von Uri Avnery

„EINE KATASTROPHE!“, riefen die  Höflinge des Königs von Hannover. „Sieben  berühmte Professoren der Göttinger Universität haben eine Protesterklärung gegen Euch veröffentlicht!“

Das war vor 173 Jahren. Der König hatte  die liberale Verfassung aufgehoben, die von seinem Vorgänger erlassen wurde. „Na und?“, erwiderte der König, „Nutten, Tänzer und Professoren kann ich immer kaufen.“ Ganzer Artikel »

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In Nahost am 21. November 2010 um 11:53

Können Juden in einem palästinensischen Staat leben?

Von Ray Hanania, The Jerusalem Post

Allein dass wir die Frage „Können Juden in einem palästinensischen Staat leben?“ stellen müssen sagt uns, wie schlimm die Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern geworden sind. Es erklärt das wirkliche Problem: schlechte Haltung, übertriebene Furcht. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 14. November 2010 um 14:42

Der Platz war voll

Von Adam Keller

Yitzhak Rabin. Der Mann, der den größten Teil seines Lebens in Kriegen verbrachte. Der Offizier, der sich 1948  an der Vertreibung der arabischen Dorfbewohner  in der Nähe Jerusalems beteiligte; der Stabschef, der Israels Armee in den Krieg von 1967 führte, der die Besatzung begann; der Ministerpräsident, der 1975 erklärte: „Wir werden uns mit der PLO nur auf dem Schlachtfeld treffen“; der Verteidigungsminister, der 1988 seinen Soldaten befahl: „Brecht den palästinensischen Aufständischen die Knochen.“ Der Mann, dessen Namenserwähnung bei Friedensrallyes genügte, dass der Platz sich mit Pfiffen und Buhrufen füllte. Es ist derselbe Platz, der heute seinen Namen trägt. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 7. November 2010 um 14:36

Weimar in Jerusalem

Von Uri Avnery

In Berlin ist gerade eine Ausstellung eröffnet worden: “Hitler und die Deutschen“. Sie untersucht die Gründe und Tatsachen, warum das deutsche Volk Adolf Hitler an die Macht gebracht hat und ihm bis zum Ende folgte.

Ich bin zu sehr mit den Problemen der israelischen Demokratie beschäftigt, um jetzt nach Berlin zu fliegen. Schade, weil mich genau diese Frage seit meiner Kindheit beschäftigt und beunruhigt hat. Wie konnte es geschehen, dass ein zivilisiertes Volk, das sich selbst als „Volk der Dichter und Denker“ bezeichnete, diesem Mann folgte, so wie die Kinder von Hameln dem pfeifenden Rattenfänger folgten, der sie ins Verderben führte.

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In Nahost am 24. Oktober 2010 um 18:14

Die Verlogenheit der „Zurückhaltung“

Von Richard Irvine, Electronic Intifada

Als Israels selbst auferlegter und weithin irrelevanter Siedlungsbaustopp endete, bat der israelische Ministerpräsident B. Netanyahu die Siedler, „Zurückhaltung“ zu üben. Es ist eine interessante Wahl des Adjektivs … Im Kontext der Westbanksiedler und Israels illegaler Kolonisierung könnte kein Adjektiv unpassender sein. Doch  unbewusst enthüllt es auch die Verlogenheit hinter Israels Art und Weise, mit diesen Verhandlungen umzugehen.

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In Nahost am 17. Oktober 2010 um 12:03

Nichts hat sich verändert

Von Gideon Levy, Haaretz

In 37 Jahren hat sich nichts verändert. Israel hat dieselbe arrogante Anmaßung und denselben hartnäckigen Widerstand gegenüber jeder Aussicht auf ein Friedensabkommen.

Der Akt der Buße, mit dem wir gerade beschäftigt sind, nachdem  kürzlich Dokumente über den Yom-Kippur-Krieg frei gegeben wurden, ist nichts anderes als ein hohler heidnischer Ritus. Auf einmal  erfahren wir, dass Golda Meir eine “wahnwitzige” Operation  gegen Syrien in Betracht zog und die Welt für  „verachtenswert“ hielt; der Verteidigungsminister Moshe Dayan rief dazu auf, verletzte Soldaten auf dem Schlachtfeld zu lassen und war  zutiefst depressiv und Israels Stabschef der IDF David Elazar neigte dazu, die Öffentlichkeit zu belügen

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In Nahost am 10. Oktober 2010 um 12:39

Zwei Finger

Von Uri Avnery

Ehud Olmert hob seine beiden Hände, die beiden Zeigefinger berührten sich beinahe, und er sagte: „Wir waren so nah!“

Er sprach über die Verhandlungen, die er persönlich mit Mahmoud Abbas geführt hatte, kurz bevor er selbst gezwungen wurde, das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben. Das war der Höhepunkt der Rede, die er letzte Woche bei einem Treffen der „Genfer Initiative“ hielt. Bevor wir diese analysieren, ein paar Worte über den Gastgeber und über den Redner.

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In Nahost am 3. Oktober 2010 um 00:15

Gandhis Weisheit

Von Uri Avnery

Während ich zwischen Fernsehkanälen surfe, komme ich zufällig in einem amerikanischen Sender ( Fox – ist kaum zu glauben) zu einem Interview mit dem Enkel von Mahatma Gandhi.

„Mein Großvater sagte uns, wir sollen den Feind lieben, selbst dann, wenn wir gegen ihn kämpfen“ sagte er, „er kämpfte entschlossen gegen die Briten, aber liebte sie.“ ( Ich zitiere aus dem Gedächtnis.)

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In Nahost am 26. September 2010 um 15:42

Hochmut kommt vor dem Fall

Von Uri Avnery

In der Hauptdurchgangsstraße unter meinem Fenster war absolute Stille. Nicht ein einziges Fahrzeug fuhr dort. Wir waren mit einem unserer Freunde in ein Gespräch vertieft, als etwas Unglaubliches geschah.

Die Alarmsirenen fingen zu heulen an. Innerhalb von Minuten begannen Autos wie wahnsinnig durch die Straße zu rasen, Männer in Reserveuniformen und mit Rucksäcken verließen in Eile die Häuser. Das Radio, das an diesem Tag gewöhnlich still ist, erwachte plötzlich zum Leben. Ein Krieg war ausgebrochen. Die Ägypter und die Syrer hatten begonnen, Israel anzugreifen.

Dies geschah an Yom Kippur – dem bei weitem höchsten Feiertag im Judentum –, (nach dem hebräischen Kalender) heute vor 37 Jahren.

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In Nahost am 19. September 2010 um 14:11

Freiheit für Abdallah Abu Rahma!

In einer Pressemitteilung fordert die Internationale Liga für Menschenrechte die Freilassung des palästinensischen Aktivisten Abdallah Abu Rahma.  Rahma, einer der Organisatoren des gewaltlosen Widerstands in Bil’in, ist seit 9 Monaten inhaftiert und steht nun vor einem israelischen Militärgericht, um sein Strafmaß (der Militärstrafverfolger fordert mehr als zwei Jahre Gefängnis) verkündet zu bekommen.

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In Menschenrechte, Nahost am 19. September 2010 um 11:42

Brief aus dem Gaza-Streifen (II)

Von Dr. Gaby Weber

Aus dem Gazastreifen erreichte uns via Ellen Rohlfs ein weiterer Brief von Dr. Gaby Weber, den wir hier gerne wiedergeben:

Liebe Leserinnen und Leser,

obwohl ich vorhatte, regelmäßig einen kleinen Bericht aus Gaza zu schicken, ist mir dies nicht gelungen angesichts der chaotischen Zustände, was Strom und Internetzugang anbetrifft. Auch jetzt gerade habe ich keine Internetverbindung (es ist Mittwoch morgen, 00h15), da der Strom wieder ausgefallen ist. Morgen müssen wir die Zelte hier abbrechen, da die ägyptische Grenze ab Donnerstag für drei Tage geschlossen wird – Anlass ist das Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Die Trauer ist auf allen Seiten groß – Abschied nehmen in Gaza grenzt an ein Drama, da man nie weiß, ob und wann man sich wieder sehen wird. Es bleibt immer ein Stück des Herzens bei diesen armen Menschen.

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In Nahost am 13. September 2010 um 09:09

Wie eine Feuersäule

Von Gideon Levy, Haaretz

An diesem Wochenende wird ein bedeutender Israeli seinen 87. Geburtstag feiern. Auch wenn er im selben Alter wie der israelische Präsident ist und sein Einfluss auf Israels Geschichte nicht geringer als der des letzteren ist, wird das Cameri-Theater keinen Galaabend zu seinen Ehren geben, noch werden die Hohen und Mächtigen ihn mit nichtssagenden Gesten der Liebe einhüllen. Wahrscheinlich wird sein Geburtstag nicht einmal bemerkt werden.

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In Nahost am 12. September 2010 um 20:13

Der Faschismus ist bereits hier

Von Yossi Sarid, Haaretz

Wenn es keine Menschen gäbe, die protestieren, müssten Netanyahu, Livnat und Sa’ar sie erfinden. Nach allem sind diese Persönlichkeiten der letzte lebende Beweis für ein demokratisches Regierungs-System in Israel.

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In Nahost am 5. September 2010 um 16:09

„Die Lippen lachen und das Herz weint”

Von Dr. Gaby Weber

Aus dem Gazastreifen erreichte uns via Ellen Rohlfs ein Brief von Dr. Gaby Weber, den wir hier gerne wiedergeben:

Liebe Alle,

seit Samstag befinde ich mich im Gaza-Streifen und habe entschieden, dass ich versuchen möchte, statt meiner üblichen Palästina-Rundmails, eine Art Reisebericht zu verschicken, um meine Eindrücke von hier an Sie weiter zu leiten. Dies werden vielleicht nur einzelne Begebenheiten sein, oder Beobachtungen, die ich mache. Auf jeden Fall ist es eine persönliche und damit subjektive Einschätzung der Situation hier vor Ort.

Da ich keine Journalistin bin, somit professionelles Schreiben nicht gelernt habe, bitte ich, eventuelle stilistische Fehler zu entschuldigen.

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In Nahost am 5. September 2010 um 15:32

Marionettentheater

Von Gideon Levy, Haaretz

In den nächsten Wochen werden wir es wissen: Gibt es in Israel ein echtes Theater oder ist es nur ein Marionettentheater? Sind unsere Theaterkünstler wirkliche Schauspieler, Stückeschreiber und Direktoren oder sind sie Marionetten? Das israelische Theater stellt „moralische Blindheit“ dar – ein Spiel mit unendlich vielen Akten.

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In Nahost am 5. September 2010 um 15:02

Araber raus!

Von Gideon Levy, Haaretz

Nun gut, sagen wir, sie hatten Erfolg. Sagen wir, dass die rassistischen, nationalistischen Mitglieder der Knesset erreicht haben, was sie wollten: die Vertreibung der arabischen Mitglieder aus der Knesset. Nehmen wir an, dass die Hoffnungen des süßlippigen Extremisten Otniel Schneller, des „Demokraten“ Ofir Akunis und des Nationalisten Avigdor Lieberman so weit gekommen sind und die Knesset nun frei von Arabern ist.

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In Nahost am 28. August 2010 um 23:42

Wenn du Nein sagst (oder: Giftpilze)

Von Uri Avnery

Vor dem Sieg des Feminismus gab es ein populäres israelisches Lied, in dem der Junge das Mädchen fragt: „Was meinst du damit, wenn du Nein sagst?“

Diese Frage ist schon beantwortet worden. Nun bin ich versucht, weiter zu fragen: „Wenn du von Zionismus redest, was meinst du damit?“

Das ist auch meine Antwort an jene, die mich fragen, ob ich Zionist sei.

Wenn du Zionist sagt, was meinst du damit?

In letzter Zeit tauchen Verbände zur Verteidigung des Zionismus auf wie Pilze nach dem Regen. Giftpilze.

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In Nahost am 22. August 2010 um 12:00

Harakiri?

Von Uri Avnery

Wenn Gott will, dann kann sogar ein Besenstiel schießen – so schrieb ich nach der Ernennung der Turkel-Kommission. Ich zitierte ein jüdisches Sprichwort in der Hoffnung, dass trotz allem etwas herauskommen würde.

Die Kommission war in Sünde geboren. Diejenigen, die sie ernannten, waren nicht daran interessiert, die Wahrheit zu entdecken, sondern zu verhindern, dass eine internationale Untersuchungskommission aufgestellt wird oder eine israelische staatliche Untersuchungskommission. Der „Aufgabenbereich“, der der Kommission zugeteilt wurde, war äußerst eng. Anfangs war die Kommission nicht einmal ermächtigt, Zeugen zu zwingen, auszusagen.

Kurz gesagt: eine Kommission ohne Flügel, ein Besenstiel ohne Besen.

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In Nahost am 16. August 2010 um 20:09

Nur uns ist es erlaubt

Von Gideon Levy, Haaretz

Die Libanesen, diese Bastarde, sie verändern die Regeln. Skandalös. Da ist ein Brigadekommandeur, der entschlossen ist, die Souveränität seines Landes zu schützen. Einfach skandalös.

Die Erklärung dazu war, dass er „seine Soldaten indoktriniert habe“ – doch ist dies natürlich nur uns erlaubt – und dies war „die Einstellung des Kommandeurs“ und er ist damit „ eng mit der Hisbollah“ verbunden. So eine Frechheit!

Und jetzt, da wir bis zum Erbrechen die Propaganda der IDF wiederholt haben, was sich am Dienstag an der Nordgrenze zugetragen hat, sollten die Fakten genauer angesehen werden.

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In Nahost am 10. August 2010 um 01:47

Universalismus und Israels Universitäten

Von Menachem Klein, The Jerusalem Report

Durch Israels akademische Welt wehen keine guten Winde. Während das Land unter dem Druck der internationalen Arena steht, wächst die Anzahl der Leute in Machtpositionen in der Regierung und den Universitäten, die danach drängen, akademische Loyalität gegenüber dem Staat zu mobilisieren – auf Kosten der universalen humanistischen Werte, die im Zentrum westlicher akademischer Bemühungen stehen.

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In Nahost am 1. August 2010 um 16:06

Rosemaries Baby

Von Uri Avnery

Seit ich in meiner Kindheit den Aufstieg der Nazis in Deutschland miterlebte, juckt meine Nase jedes Mal, wenn ich etwas Faschistisches rieche, auch wenn der Geruch noch schwach ist.

Als die Debatte über die „Ein-Staaten-Lösung“ begann, fing meine Nase zu jucken an.

Bist du verrückt geworden, sagte ich zu meiner Nase, dieses Mal hast du absolut unrecht. Dies ist ein Plan der Linken. Er wird von Linken mit unzweifelhaften Referenzen vorgebracht, von den größten Idealisten in Israel und im Ausland, sogar von Marxisten.

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In Nahost am 26. Juli 2010 um 00:42

Gerissener Bibi

Von Gideon Levy, Ha’aretz, 15.07.2010

Israel hatte seit Menachem Begin viele rechte Politiker, die “viele Elon Morehs” [1] versprochen haben, aber noch keinen wie Netanjahu, der dies durch Täuschung erreichen will

Dieses Video sollte nicht für Minderjährige ausgestrahlt werden. Dieses Video sollte aber in jedem Haus in Israel gezeigt, dann nach Washington und Ramallah geschickt werden. Es sollte Kindern nicht gezeigt werden, damit sie nicht verdorben werden, aber im ganzen Land und in aller Welt verteilt werden, sodass jeder erkennen wird, wer die Regierung Israels anführt. Kanal 10 präsentierte: das wirkliche und betrügerische Gesicht von Benjamin Netanjahu. Es wurde ausgestrahlt am Freitagabend in „Diese Woche mit Miki Rosenthal,“. Es wurde 2001 heimlich bei einem Besuch des Bürgers Netanjahu aufgenommen, als er im Haus einer trauernden Familie in der Siedlung Ofra war – und erstaunlicherweise hat es keinen Aufruhr verursacht.

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In Nahost am 18. Juli 2010 um 15:26

Zwei Sitzstreiks

Von Uri Avnery

In diesem Augenblick finden in Jerusalem zwei Kilometer von einander entfernt zwei Sitzstreiks statt. Der eine in West-Jerusalem, wo die Familie Shalit in einem Protestzelt vor der Residenz des Ministerpräsidenten sitzt und schwört, so lange dort zu bleiben, bis ihr Sohn zurückgekehrt ist. In Ost-Jerusalem sind es drei Mitglieder des palästinensischen Parlaments, die sich im Gebäude des Internationalen Roten Kreuzes aufhalten.

Das Wort, das beide verbindet, ist: Hamas.

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In Nahost am 11. Juli 2010 um 02:38

Am Käfig rütteln: Israelis wollen keinen Frieden

Von Larry Derfner, Jerusalem Post

Bald nachdem ich vor 25 Jahren in dieses Land kam, erfuhr ich, dass unter meinen Verwandten eine wirkliche Araberhasserin war, “Tali”. Sie war die extremste Rechte in der Familie. „Für Tali ist ein guter Araber ein toter Araber, nicht wahr?“ neckte sie einer meiner Cousins am Freitagabend. „Falsch,“ sagte sie, „ für mich ist tot noch nicht genug. Er muss auch noch 40 Meter tief begraben sein.“ Ganzer Artikel »

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In Nahost am 10. Juli 2010 um 23:02

Ein Besenstiel kann schießen

Von Uri Avnery

Ein Sieg ist ein Sieg. Ein großer Sieg ist besser als ein kleiner, aber ein kleiner Sieg ist besser als eine Niederlage.

In dieser Woche haben wir einen Sieg davongetragen.

Unmittelbar, nachdem die Turkel-Kommission aufgestellt war, um den Vorfall mit der Flottille zu untersuchen, reichte Gush Shalom dem Obersten Gerichtshof ein Gesuch ein. Wir verlangten die Ernennung einer vollqualifizierten staatlichen Untersuchungskommission. Die Gerichtsanhörung war auf letzten Mittwoch festgelegt. Aber am Dienstagmachmittag rief das Büro des Justizministers unsere Anwältin, Gabi Lasky, an und informierte sie über eine Veränderung: der Ministerpräsident habe im letzten Augenblick entschieden, der Kommission mehr Vollmachten zu geben, und die Regierung sei dabei, die Veränderung zu bestätigen. Deshalb bat uns der Staatsanwalt, die Anhörung um zehn Tage zu verschieben .

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In Nahost am 4. Juli 2010 um 12:52

Wach auf, Amerika!

Von Jonathan Ben-Artzi

Vor mehr als 20 Jahren entschieden viele Amerikaner, sie könnten nicht länger die Rassentrennung in Südafrika mit ansehen. Veranlasst durch eine Ungerechtigkeit ein paar Tausend Kilometer entfernt, verlangten sie von ihren Gemeinschaften, ihren Kollegen, ihren Gemeinden und ihrer Regierung einen klaren Standpunkt einzunehmen.

Martin Luther King jr. sagte: „Ungerechtigkeit irgendwo ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit überall.“
Heute findet eine ähnliche Diskussion auf den Universitäts-Campussen überall in den USA statt. Zunehmend hinterfragen Studenten die Moral der Verbindungen der US-Institutionen, die sie mit den ungerechten Praktiken haben, die in Israel und in den besetzten Gebieten ausgeführt werden. Studenten sehen, dass diese Praktiken oft nicht mehr nur „ungerecht“ sind. Sie sind rassistisch. Demütigend, unmenschlich und brutal.

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In Nahost am 27. Juni 2010 um 12:19

Angriff auf Völkerrecht

Hintergrund. »Free Gaza« – oder was die freie Welt unter Freiheit versteht

Von Norman Paech, in: Junge Welt, 16.06.2010

Nun, da das letzte Schiff unserer Flotte, die »Rachel Corrie« aus Irland, von der israelischen Kriegsmarine aufgebracht und nach Aschdod entführt worden ist, können wir ein kurzes und vorläufiges Resümee ziehen. Und dieses kann durchaus lauten, daß das Projekt gescheitert ist: Wir haben die 10000 Tonnen ziviler und humanitärer Güter nicht an ihr Ziel nach Gaza bringen können. Sie waren dafür gedacht, den Wiederaufbau voranzubringen. Die Frachtschiffe sollten auch dringend benötigtes medizinisches Gerät, welches Israel nicht durch die hermetisch abgeriegelte Grenze läßt – wie Rollstühle, eine vollständige Zahnarztpraxis und Tonnen von Medikamenten – sowie Unterrichtsmaterial für die Kinder nach Gaza liefern. Die wiederholten Anschuldigungen, es sei beabsichtigt worden, auch Waffen zu schmuggeln, haben sich definitiv als falsch erwiesen. Denn alle Frachter wurden von den Israelis in Aschdod gelöscht, nicht eine Rakete oder Pistole wurde gefunden. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 20. Juni 2010 um 12:42

In Bewegung spezial zum israelischen Angriff auf die "Freedom Flotilla"

Aktuelle Aktionen und Aufrufe

  • Avaaz-Petition für eine Untersuchung und das Ende der Blockade
  • Menschenkette in München Ganzer Artikel »
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In In Bewegung, Nahost am 3. Juni 2010 um 20:45

Blutiges Ende der "Freedom Flotilla"

Nun ist es also doch geschehen: Nach einem Reuters-Bericht hat die israelische Marine in der Nacht die Schiffe der “Freedom Flotilla”, die Hilfsgüter in den Gaza-Streifen transportieren wollte, eingekreist und geentert. Dabei kamen mindestens 10 Menschen, nach israelischen TV-Berichten sogar bis zu 19, ums Leben und es gab eine bisher unbekannte Zahl von Verletzten. Die Türkei reagierte bereits sehr scharf und fordert eine UN-Sondersitzung und auch aus Europa kommen kritische Stimmen, die ihre Bestürzung ausdrücken und eine Untersuchung fordern. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 31. Mai 2010 um 14:30

Lasst die Boote nach Gaza gelangen!

Von Gush Shalom

Die Gush Shalom–Bewegung ruft die Regierung auf, die Hilfsflotte aus acht Booten aus aller Welt die Küste des Gazastreifens erreichen zu lassen, wo sie nächste Woche ankommen und die humanitäre Ladung ausladen sollen. Die Ladung wird dringend von den Bewohnern benötigt. In einem Brief an den Verteidigungsminister Barak bittet Gush Shalom, sofort die Instruktionen, die er der israelischen Flotte gegeben hat, um die Flotte mit den Hilfsgütern vor der Gaza-Küste aufzuhalten, zurück zu nehmen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 30. Mai 2010 um 14:06

In Bewegung – Die Flottille der Freiheit

Gegen die andauernde Blockade des Gaza-Streifens hat die Free-Gaza-Bewegung eine Flottille von Hilfsschiffen zusammengestellt, die in den nächsten Tagen nach Gaza durchbrechen soll, um rund 5.000 Tonnen Hilfsgüter dorthin zu bringen. Auch fünf deutsche Aktivisten, darunter zwei MdBs, befinden sich an Bord eines der Schiffe. Die Pressemitteilung findet sich hier, weitere Infos  stehen auf der Aktionsseite. Zur aktuellen Lage schreiben auch Matthias Jochheim und Norman Paech,  die beide an dieser Aktion teilnehmen, in ihrem Blog.

Wie schon länger bekannt, ist die Situation im Gaza-Streifen desaströs, weshalb ich alle Kolleginnen und Kollegen bitte, sich des Themas anzunehmen, so Ihr es nicht schon getan habt. Und auch die Leser können etwas tun – beispielsweise spenden oder den Appell unterzeichnen. Danke.

Frank Benedikt

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In In Bewegung, Nahost am 25. Mai 2010 um 12:06

Hallelujah, die Welt ist gegen uns!

Von Uri Avnery

Eine lokale Fernsehstation berichtete uns in dieser Woche von einer Gruppe Israelis, die an Verschwörungstheorien glauben.

Sie glauben, dass George W. Bush die Zerstörung der Zwillingstürme plante, um seine niederträchtigen Pläne voran zu bringen. Sie glauben, dass die großen pharmazeutischen Gesellschaften den Schweinegrippenvirus verbreitet hätten, um ihre wertlosen Impfstoffe zu verkaufen. Sie glauben, dass Barack Obama ein Geheimagent des militärischen Industriekomplexes sei. Sie glauben, dass dem Trinkwasser Fluoride beigegeben werden, um Männer zu sterilisieren, damit die Menschheit um genau zwei Milliarden reduziert wird. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 24. Mai 2010 um 15:09

Unterzeichner unter Beschuss

Die Klugen sollen nicht schweigen

Von Yossi Sarid, Haaretz

Zum Glück haben wir lang genug gelebt. Seit 2000 Jahren – oder mindestens seit 43 Jahren – erwarteten wir diese Stimme aus der Höhe, aber sie zögerte. Keiner kann die 3000 jüdischen Intellektuellen, die einen Brief unterzeichnet haben, der heute dem EU-Parlament vorgelegt wird und der Israel aufrufen soll, mit dem Bau von Siedlungen in der Westbank und in Jerusalem aufzuhören, als Israelhasser anklagen. Keiner kann den französisch-jüdischen Philosophen Bernard-Henri Levy oder Alain Finkielkraut als selbst-hassende Juden bezeichnen. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 9. Mai 2010 um 14:06

Flammen über Nahost?

Von Frank Benedikt

Syrien hat angeblich “Scud”-Raketen an die Hisbollah geliefert – droht ein neuer Waffengang in der Region?

Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass Israel mit Luftschlägen und schließlich auch Bodentruppen im Libanon einfiel, um die radikal-islamische Hisbollah-Miliz zu zerschlagen. Weit über tausend Tote, mindestens eine halbe Million Flüchtlinge und eine breitflächig zerstörte Infrastruktur waren die Folge. Nun mehren sich in der internationalen Presse und auch bei den Bloggern die Stimmen, die auf die Möglichkeit einer Neuauflage dieses Konfliktes hindeuten. Neben “den üblichen Querelen” kommt nun ein schärferer Ton ins Spiel, denn israelischen und amerikanischen Quellen zufolge wurde die schiitische Miliz von Syrien mit ballistischen Flugkörpern vom Typ “Scud-D” ausgerüstet und Israels Regierungsoffizielle greifen zu massiven Drohungen. Geht es aber wirklich nur um Raketen? Ganzer Artikel »

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In Krieg, Nahost, Politik am 2. Mai 2010 um 20:08

Palästinensischer Arzt verbreitet die Botschaft von Leben, Tod und Frieden

Israelische Granaten töteten drei seiner Töchter – aber ein palästinensischer Vater weigert sich zu hassen

von Oakland Ross, Toronto Star

Wenn jemand im Nahen Osten das Recht hat zu hassen, so ist es ein palästinensischer Vater, Arzt und jetzt das erste Mal Autor: Izzeldin Abuelaish.

Aber hier liegt das Paradox: Abuelaish weigert sich zu hassen.

Stattdessen bleibt er sehr engagiert für die israelisch-palästinensische Versöhnung. Und jetzt hat er einen lebendigen, eindringlichen und beinahe herzzerreißenden Bericht dieses Engagements geschrieben, eine Position, die zu verlassen er sich weigert, sogar angesichts einer Provokation – dem gewaltsamen Tod dreier Töchter und einer Nichte. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 25. April 2010 um 01:58

Neuer IDF-Erlass soll Massendeportation von der Westbank ermöglichen

Von Amira Hass, Haaretz

Ein neuer Militärerlass, der Infiltration verhindert, wird diese Woche in Kraft treten. Er macht es möglich, dass Zehntausende von Palästinensern der Westbank deportiert werden oder dass sie angeklagt werden und mit sieben Jahren Gefängnis bestraft werden können. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 18. April 2010 um 18:33

Ein Geburtstagsgeschenk

Von Uri Avnery, 17. April 2010

Gestern ging ich zur Klinik, um eine Spritze zu bekommen. Es war ein schöner Tag, sonnig, aber nicht zu heiß. Der Weg zur Klinik hin und zurück, einschließlich des Wartens benötigte nur etwas mehr als eine Stunde. Während dieser Zeit machte ich folgende Erfahrungen: Ganzer Artikel »

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In Nahost am 18. April 2010 um 13:06

Interview mit Dr. Hanan Ashrawi

Natasha Mozgovaya, Haaretz, 7.4.2010

Dr. Hanan Ashrawi, die 1. Frau, die als Mitglied des PLO-Executive-Komitees gewählt wurde, ist skeptisch, ob Ministerpräsident Benyamin Netanyahu und der Präsident Mahmoud Abbas der PA vorankommen, wenn US-Präsident Barack Obama tatsächlich mit einem neuen Nahostfriedensplan vorangeht. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 12. April 2010 um 23:39

Das große Wagnis

Von Uri Avnery, 10.4.10

Ich traf vor zwei Wochen Salam Fayad, den palästinensischen Ministerpräsidenten, und war wieder beeindruckt von der Ruhe und Bescheidenheit, die von ihm ausgehen.

Gewöhnlich treffe ich ihn bei Demonstrationen, wie denen am Trennungszaun bei Bilin. Auch dieses Mal gab es nur die Gelegenheit für ein flüchtiges Händeschütteln und ein paar höfliche Worte. Ganzer Artikel »

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In Nahost am 11. April 2010 um 11:34

EINE Stimme der Vernunft

Frieden durch Hass? Nein – Frieden durch Verständigung und Versöhnung!

Seit nunmehr 61 Jahren befinden sich Israelis und Palästinenser de facto im Kriegszustand – zwei Generationen voller Leid und Elend. Seit sieben Jahren gibt es nun das “One Voice Movement“, das eine Verständigung zwischen den beiden Seiten herbeiführen möchte und sich überwiegend aus Palästinensern und Israelis zusammensetzt, die “mit einer Stimme” sprechen wollen. Ganzer Artikel »

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In Politik am 6. August 2009 um 00:40