Wieviel Dummheit kann man als Mensch eigentlich ertragen? Für meinen Teil kann ich wohl viel, denn ich bin gerade erst aus einem etwa zwanzigjährigen Limbo zurückgekehrt. Nun sehe ich Menschen, die sich (durchaus zurecht) beklagen, daß die Welt Scheiße ist und ihre Mitmenschen Weichbirnen sind – c’mon: Das wußten wir schon vor gut 30 Jahren! Ganzer Artikel »
Archiv für die Kategorie ‘Medien’
Und nun zum Sport …
Ein Gastbeitrag von Jens Berger
Als Sesselsportler hat man es heutzutage wirklich nicht einfach. Was waren das noch für Zeiten, als man sich für vier Uhr morgens den Wecker stellte, um sich den Weltmeisterschaftskampf von Mike Tyson anzuschauen, nur um dann festzustellen, dass der Kampf schon vorbei war, ehe man sich die erste Tasse Kaffee einschenken konnte. Those were the days my friend. Heute ist Boxen nicht nur grottenlangweilig, sondern auch durchkommerzialisiert bis zum bitteren Ende. Seit gefühlten Ewigkeiten heißen die Boxweltmeister Klitschko und langweilen das Publikum durch ihren – zweifelsohne sehr effizienten – Boxbürokratismus. Während die Kämpfe als solche bereits eine visuelle Qual sind, artet das Rahmenprogramm im Unterschichtensender RTL zu einem echten sado-masochistischen Großprojekt aus, das den Namen Kai Ebel trägt und jeden Zuschauer mit einem IQ über Zimmertemperatur bis aufs Mark quält. In meinen Phantasien springt in der Rundenpause Muhammad Ali in den Ring und knockt beide Klitschkos mit Uppercuts aus, während Mike Tyson Kai Ebel beide Ohren abbeißt. Aber wir wissen ja: They never come back! Und selbst wenn – bei RTL würde der Zuschauer davon ohnehin nichts mitbekommen, da die Rundenpausen ja mit netten kleinen Verbraucherinformationen überbrückt werden. Ganzer Artikel »
15 Jahre und ein bißchen Heise
Von Frank Benedikt
Das Online-Magazin Telepolis feiert Geburtstag und wir mit ihm. Eine Grußadresse
15 Jahre, das ist in diesen schnelllebigen Zeiten eine kleine Ewigkeit, zumal im Internet. Das Aushängeschild des Heise-Verlags (für politische Blogger ist es eben nicht die c’t, Anm. d. A.) hat in dieser Zeit einige Veränderungen gesehen, nicht nur personell und optisch, auch in der Welt und im Netz selbst hat sich seitdem viel getan – “TP” aber, wie es gerne von alteingesessenen Lesern gekürzelt wird, ist sich und seiner Linie treu geblieben. Das liegt nicht zuletzt wohl an Chefredakteur Florian Rötzer, der es verstanden hat, mit begrenzten Mitteln eine kleine, aber feine Redaktion zu schmieden und das Publikum – dem neuen Medium entsprechend – in einen vielfältigen Diskurs miteinzubeziehen. Ganzer Artikel »
Alte Hüte mit neuen Federn
Die Süddeutsche Zeitung hat also einen neuen Internetauftritt. Das ist durchaus erfreulich, denn der alte war nicht gerade durch Übersichtlichkeit gekennzeichnet. Was sich wohl leider nicht geändert hat, ist die uneinheitliche Ausrichtung der Redaktion: Neben einem Heribert Prantl, der mit Sach- und Sprachverstand kommentiert und jeder Redaktion zur Zierde gereichen würde, sind leider auch Bellizisten wie Stefan Kornelius und neoliberale Sprachrohre wie Marc Beise (der bereits über seine eigene “Anti-Fangemeinde” verfügt) Teil des SZ-Angebots. Zudem ist gerade die Süddeutsche in letzter Zeit nicht durch Liberalismus in Sachen Urheberrecht und Unterstützung freier Meinungsäußerung aufgefallen, hat sie doch – zusammen mit der FAZ – auch den Commentarist zum einstweiligen Schweigen gebracht. Wird diese Zeitung, heutzutage eher: Medium, nun besser? Ich fürchte, nicht. In den frühen Achtzigern arbeitete ich dort mit vielen Rentnerinnen, deren Rente nicht zum Leben ausreichte, in der Druckerei am Fließband, während ich gleichzeitig Freunde/Bekannte in Redaktion und Lektorat (ja, das gab es damals noch!) hatte – schon damals stand der Profit vor dem Menschen. Diese “Zeitung” ist zunehmend ein Konsumprodukt, das nicht mehr seiner eigentlichen Aufgabe dient und wird so wachsend wahrgenommen. Parteiensterben, Zeitungssterben … warum wohl?
Frank Benedikt
Aufgelesen
Eine kleine Sammlung aktueller Beiträge und Artikel, zusammengestellt von Markus Weber. Die Themen:
- Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
- Wahlzoten
- Die deutschen Parteien nach den Landtagswahlen
- Machtkampf in der FDP
- Todesstrafe weltweit
- Fukushima und der Spätkapitalismus
- Zu hohe Unternehmensgewinne
- Journalisten und Twitter
- Zukunftsverweigerer
- Zum Schluss: “Mehr als das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt”
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Aufgelesen
Eine kleine Sammlung aktueller Beiträge und Artikel, zusammengestellt von Markus Weber. Die Themen:
- Brüderles Geständnis
- Kennzeichungspflicht für Polizisten
- Demjanjuk
- Deutsche Rüstungsgeschäfte mit Gaddafi
- Die Simpsons ohne Atomkraft?
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Aufgelesen
Eine kleine Sammlung aktueller Beiträge und Artikel, zusammengestellt von Markus Weber. Die Themen:
Aufgelesen
Eine kleine Sammlung aktueller Beiträge und Artikel, zusammengestellt von Markus Weber. Die Themen:
Boulevardborderliner
Von Marc Schanz
Ganz Deutschland wird von nie da gewesenen Phantomschmerzen geplagt. Der Rücktritt unseres zukünftigen Kanzlers, ach, was sage ich da, unseres boulevardgesalbten Kaisers Karl-Theodor Dr. Freiherr zu Guttenberg hat Deutschland über Nacht enthauptet. Kopf-, führer- und zielllos rennt das Volk seitdem umher und schreit lauthals seine Schmerzen heraus: Jetzt oder nie, Monarchie! Ganzer Artikel »
Aufgelesen
Nach längerer Zeit wieder eine kleine Sammlung aktueller Beiträge und Artikel, zusammengestellt von Markus Weber. Die Themen:
- Warum wir anklagen
- Demokratie und Verstand
- Deutsche Wirtschaft: Rekordgewinne, ausbleibende Investitionen
- Atypische Beschäftigung
- Defizite der deutschen Hochschulpolitik
- Bradley Manning
- Thomas de Maizière – ein Diener mit Defiziten
- Islam-Debatte
- Internationaler Frauentag
- Militäreinsatz in Libyen? Ganzer Artikel »
Von einem, der auszog um die Linken zu hassen
Von Stefan Sasse
Die sechs Kolumnisten, die sich SpiegelOnline gegönnt hat und die an allen sechs Werktagen jeweils ihre Kolumne herausgeben, sind schon ein buntes Völkchen. Jakob Augstein ist als linksliberales Gewissen unterwegs, Sascha Lobo darf Weisheiten zum Web 2.0 zum Besten geben, das ja außer ihm niemand versteht, Steffi Kammerer schreibt Glamouröses und Georg Diez darf sich dem Feuilleton hingeben, während Sybelle Berg das “Vermischte” bedient. Und dann ist da noch Jan Fleischhauer. Ganzer Artikel »
Abenteuerland
Von Frank Benedikt
Genau danach klingt es, was Michael Schmidt da in kriegsromantischer Weise beim Tagesspiegel niedergeschrieben hat und was sowohl dort wie auch bei Zeit Online anschaulich in Klickstrecken dokumentiert wird. Keine Bilder von Verletzten und Toten, schon gar nicht von Zivilisten, der Krieg scheint ein “chirurgisch sauberer” – vor exotischer Kulisse. Ganzer Artikel »
WikiLeaks und die Informationshoheit
Von Markus Weber
Information bedeutet Macht, gerade in der heutigen Welt. Und Macht ist, auch in der heutigen Welt – und auch in scheinbar vollständig demokratisierten Gegenden -, oft in den Händen kleiner Gruppen konzentriert. Wer nun wie WikiLeaks antritt, nicht einmal um diese Machtstrukturen aufzubrechen, sondern nur, um für etwas mehr Transparenz und Informationsfreiheit zu sorgen, bekommt die geballte Macht des Systems zu spüren – der Regierungen, der Wirtschaft und der Presse. Die Regierungen beugen das Recht bis aufs Brechen, die Wirtschaft versucht (ob nun auf Anweisung der USA oder autonom spielt hier nur eine untergeordnete Rolle), WikiLeaks ökonomisch auszutrocknen. Am fatalsten ist aber die Rolle der Medien, angesichts derer man verwundert ist und sich einige Fragen stellen muss: Ganzer Artikel »
WikiLeaks – ein Nachruf
Von Frank Benedikt
WikiLeaks. Fast das gesamte Internet scheint derzeit nur noch dieses Thema zu kennen und auch die Medien greifen es momentan begierig auf. In Deutschland kommt im Netz noch der JMStV hinzu, aber das ist es dann auch mit den “großen Themen”. Nachdem sich auch dieses Blog auf WikiLeaks-Material bezogen und es auch ‘embedded’ hat, ein paar Anmerkungen zu den jüngsten Vorgängen rund um die Whistleblower-Plattform. Ganzer Artikel »
Guttenberg, Schäuble und die “vierte Gewalt”
Von Markus Weber
Zwei aktuelle Beispiele verdeutlichen einmal mehr, wie es seit langem um die deutschen Medien, die sich gerne selbst als „vierte Gewalt im Staat“ sehen und bezeichnen, bestellt ist: Sie sind längst keine kritische Gegenmacht zur Staatsgewalt mehr, sind kein auch nur irgendwie neutraler oder objektiver Beobachter, sondern gezielte Stimmungsmacher für bestimmte Interessen. Für eine fast deckungsgleiche Auffassung, als deren Konsequenz Horst Köhler noch zurückgetreten war (die Befürwortung von Wirtschaftskriegen) erntet zu Guttenberg ausschließlich Lob. Wolfgang Schäuble jedoch wird ein eher lässlicher Aussetzer schwer angelastet.
Zu erklären ist dies wohl nicht nur durch persönliche Faktoren und einen unterwürfigen Personenkult der deutschen Presse, sondern auch durch politische Gründe: Während Schäuble Steuersenkungen im Weg steht, ist Guttenberg ganz auf wirtschaftsliberaler Linie. Ganzer Artikel »
Die Hysterie-Symbiose
Ein Gastbeitrag von Jens Berger
Deutschlands Medien befinden sich wieder einmal im Ausnahmezustand: Zeitungen warnen vor Terrorismus-Hysterie und schüren eben diese; TV-Talkshows rufen zur Besonnenheit auf und untermalen dies mit dramatisch blutrünstigen Bildern vergangener Terroranschläge; Internetblogs verfallen in kollektive Hysterie vor einem Polizeistaat, der nun unmittelbar vor der Tür stehe. Und täglich grüßt das Murmeltier, es scheint fast so, als sei Terrorismus in unseren Breitengraden vor allem ein mediales Phänomen. Dabei hat sich eine merkwürdige Symbiose aus Islamisten, Sicherheitspolitikern und Terrorismusexperten, Leitartiklern und Bloggern herausgebildet, bei dem jede Seite ein überbordendes Interesse daran hat, dass das Hysterie-Karussell sich weiter dreht. Ganzer Artikel »
Angriff auf die Intelligenzvermutung
Von Stefan Sasse
Die Sarraziniade treibt seltsame Blüten dieser Tage. Auf Spiegel Online hat Bettina Röhl eine flammende Anklagerede unter dem Titel “Angriff auf die Unschuldsvermutung” gegen Sigmar Gabriel verfasst, dem sie vorwirft, die Unschuldsvermutung und damit einen rechtsstaatlichen Grundsatz frontal anzugreifen. Grund für diese Anschuldigung ist die Verve, mit der Sigmar Gabriel dieser Tage Sarrazin angreift und mit der er sich hinter den Parteiausschluss stellt. Für Röhl ist das völlig unzulässig, weil Gabriel der Chefankläger im Ausschlussverfahren sei und seine Attacken auf Sarrazin einer Vorverurteilung gleichkämen. Das allerdings sei mit dem verfassungsrechtlich garantierten Recht auf die Unschuldsvermutung und einen fairen Prozess nicht vereinbar, das auch die Parteien bände. Bereits das allerdings ist in höchstem Grade Unsinn.
Thilos willfährige Apologeten
Von Frank Benedikt
“Unangenehme Wahrheiten …”, “Die Linke vermeidet eine notwendige Diskussion …”, “… aber er hat doch recht!” Nicht der Sozialrassist und Populist Thilo Sarrazin ist das eigentlich Entsetzliche an der momentanen Debatte, sondern die Masse der Apologeten, die seine “Argumente” unkritisch aufgreifen und ihn gegen Kritik zu verteidigen suchen.
Muß man Sarrazin wahrnehmen?
Von Frank Benedikt
Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben. Das ist nichts Besonderes, das machen abgehalfterte Politiker nach dem Ende ihrer Karriere schon mal gern, so eben auch “Pöbel-Thilo”. Tagtäglich kommen in Deutschland über 200 Neuerscheinungen auf den Markt und Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab” ist nur eine davon – muß man es und ihn also wahrnehmen? Ich meine ja.
Mit vereinten Kräften
Von Frank Benedikt
Die großen deutschen Energieversorger, unter Federführung des RWE-Chefs Jürgen Großmann, bedienen sich des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), um die Regierung unter Druck zu setzen, einen atomfreundlicheren Kurs einzuschlagen. Dies kommt zwar nicht unerwartet, zumal im Sinne der Vertretung eigener Interessen, ungewöhnlich aber ist es allemal, denn der Ansatz ist neu: Eine massive mediale Kampagne, um öffentlich Druck auszuüben.
Texte von der Stange? Kein Problem!
Von Frank Benedikt
Immer häufiger finden sich in den Print- und Onlinemedien nicht nur umgeschriebene Versatzstücke, sondern komplett übernommene Agenturmeldungen. Ein besonders gelungenes Beispiel fand sich bei einer kleinen Suche, die vorhin eine Kollegin und ich unternommen haben. Sie suchte einen Beleg für eine Nachricht, die sie heute im TV gehört hatte und in der es um eine Petition ging, die eingereicht werden soll, um das zweite Tor der Engländer aus “Fairnessgründen” anzuerkennen. Dabei fanden sich drei von den ersten zehn Treffern bei Onlineausgaben bekannter Zeitungen.
Quo vadis, Qualitätsjournalismus?
Von Stefan Sasse
Henning Mankell, der Schriftsteller, war auch anbord des Gaza-Hilfskonvois und berichtet nun über seine Erfahrungen. Grund genug für die Süddeutsche, darüber zu berichten. Was aus dem Miniartikel herausgekommen ist, ist ein Lehrstück über “Qualitätsjournalismus”, denn Autor Thorsten Schmitz hat es sich aus einem unerfindlichen Grund zum Ziel genommen, Mankell persönlich zu zerstören. Ganzer Artikel »
Krisengewinnler entlarvt!
Von Lutz Hausstein
Der ARD-Presseclub brachte es an den Tag. Dem völlig unabhängigen Publizisten Hugo Müller-Vogg ist es dank seiner unnachgiebigen Recherchen gelungen, die wahren Gewinner der letzten Krise zu identifizieren. Mit der Pulitzer-Preis-verdächtigen Erkenntnis, dass Renter und Hartz-IV-Empfänger die großen Gewinner der Krise sind, da sie auch in diesen schweren Zeiten über, durch die Bundesregierung gesicherte, stabile Einkommen verfügen, gelang es Müller-Vogg, den so lange gesuchten Baustein im großen Welten-Puzzle zu finden. Die logische Schlussfolgerung des diplomierten Volkswirtschaftlers lautet denn auch, diese Krisengewinnler heranzuziehen, um deren Folgen mitzutragen. Ganzer Artikel »
Die "Kriegsakte" der Süddeutschen
Man muß ja als Leser der Süddeutschen Zeitung schon seit langen Jahren so einiges ertragen, nicht zuletzt die oft unsäglichen Kommentare eines Stefan Kornelius, aber heute, heute ist er zu weit gegangen. Diese wilden Phantastereien muß man sich nicht mehr anhören: Nordkorea hat mit der mutmaßlichen Versenkung einer Korvette einen “Kriegsakt” begangen und “sucht die Konfrontation”. Wieviel Unwissen oder aber gezielte Desinformation gehört dazu, derlei zu schreiben? Ganzer Artikel »
Alles wird gut!
So sprach’s die Dame im Fernsehen, so glaube ich das auch. Deshalb glaube ich auch daran, daß die geschätzten Leser sich selbst einen Reim auf folgende fröhliche “Fox-News” machen:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7eHTgjYg-b8&hl=de_DE&fs=1&]
Zwie- bzw. Doppeldenk? Nee, dreimal denken ist mindestens erforderlich …
[fb]
Westerwelles „Schweigende Mehrheiten“ und die Schweigespirale
Von Lutz Hausstein
In der vom FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle erneut angestoßenen scheinheiligen Debatte über Hartz-IV-Empfänger propagiert er deren „anstrengungslosen Wohlstand“. Dabei verweist Westerwelle auf eine von ihm vermutete „schweigende Mehrheit“, deren Sprachrohr er lediglich sei. Hiermit möchte er durch das demokratische Prinzip der Mehrheits-Herrschaft über Minderheiten seine völlig inakzeptablen diffamierenden Äußerungen legitimieren. Ganzer Artikel »
Junge Freiheit und kein Ende …
Man hält es doch im Kopf nicht aus! Da musste sich schon im Oktober ein lieber Kollege mit den Abmahnern der Jungen Freiheit herumschlagen und jetzt wurde auch gegen Mark Seibert, den Autor des beanstandeten Textes, doch noch verhandelt :-( Ganzer Artikel »
Wer hat's erfun…, äh – geschrieben?
Richtig. Thorsten Dörting war’s und ich habe nach langen Jahren mal wieder Spaß am (Online-)Spiegel. Eben erst haben wir einen lesenswerten Kommentar unseres Gastautors Matthias Bohlen gebracht, der sich in ruhigerer Weise mit Westerwelle und seiner Attacke gegen den Sozialstaat auseinandersetzt, und nun kommt noch Dörting mit diesem “Kracher“. Ganzer Artikel »
Annäherung an die Realität?
Der Außenminister im “nichtinternationalen bewaffneten Konflikt”
Nachdem die Bundeswehr am Hindukusch bereits das neunte Jahr die deutsche Freiheit und Sicherheit verteidigt, scheint zumindest bei der Bewertung der dortigen Lage ein Umdenken stattzufinden. Lange Jahre wurde ja das Tabuwort “Krieg” peinlichst vermieden, zunächst von Peter Struck, dann von Franz Josef Jung, die beide stets nur von einem “Stabilisierungseinsatz” sprachen, bis mit Verteidigungsminister zu Guttenberg ein neuer Sprachgebrauch auf der Hardthöhe Einzug hielt. Erstmals war die Rede von “kriegsähnlichen Zuständen“, ein Begriff, der die Lage vor Ort schon wesentlich treffender beschreibt, dann, im Januar, wollte der “Baron der Herzen” die Situation zügig als “bewaffneter Konflikt” klargestellt sehen, um “die Rechtssicherheit für die deutschen Soldaten zu verbessern”. Nun hat auch Außenminister Westerwelle in einer Regierungserklärung eine Neubewertung der Lage in Nordafghanistan vorgenommen und erstmals von einem “nichtinternationalen bewaffneten Konflikt” gesprochen. Was auf den ersten Blick wie eine realistischere und ehrlichere Einschätzung der Lage erscheint, hat jedoch auch seine Tücken. Ganzer Artikel »
Das ist doch "faul" an Hartz-IV
(Anm. d. Red.: Auf Bitten der Kollegen von gegen-hartz.de geben wir hier in voller Länge ein Focus-Interview mit Falko Maiwald wieder, das trotz Ankündigung nicht erschien. Wir bitten um freundliche Beachtung.) Ganzer Artikel »
Wissenschaft als Talkshow
Ich hasse es, den Journalisten machen zu müssen. Aber manchmal kommt man um eine tagesaktuell geartete Wortmeldung einfach nicht herum, und gegen sich nicht an. Z. B. wenn im „Nachtstudio“ des ZDF über den Krieg und seine Undefinierbarkeit quer durch die letzten paar Jahrtausende kulturvoll, also begriffslos, darauf los gepanzert wird. Ganzer Artikel »
Neues Nachrichten-Portal
Beinahe vergessen: Daniel Neun von Radio Utopie und ein paar KollegInnen aggregieren neuerdings Nachrichten via Net News Express. Einfach mal reinschauen :-)
Panoptikum
Die Entdeckung der Langsamkeit wurde gestern durch Die Zeit vorgenommen. Nicht daß dies Thema neu wäre (der AA selbst ist ein alter Informatiker, der selig der Zeiten gedenkt, als Betriebssysteme noch im ROM beheimatet waren), aber es ist doch ein eher seltenes Thema – und fast unser aller Ärgernis. Ganzer Artikel »
Ende eines Feldversuchs
Entwarnung, verehrter Leser – der Hausherr hat, trotz anderslautender Befürchtungen, nicht durchgedreht, sondern ist munter und fidel ;-) Die gestrige ‘Kampfansage’ “Ihr kommt alle dran” war der von mir kurz zuvor angekündigte “Feldversuch“, der allerdings teilweise wirklich überraschende Ergebnisse brachte. So wurde mir gesagt, ich wäre “psychisch gestört” und man könnte gar eine “Aufforderung zu Gewalt an Personen” in diesem Text sehen; ein Kollege hat gar gleich das neue Blogtivisten-Team wieder verlassen, was ich sehr bedauere. Da ich die Kollegen nicht vorab informiert hatte, habe ich die Schuld daran mir zuzuschreiben. Ganzer Artikel »
Blogger und die Publikumsgunst
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie “reizgesteuert” der Mensch anscheinend ist. Gibt es “hier” mal zwei Tage keinen “Artikel” (möglichst politischer Natur), brechen sofort die Besucherzahlen drastisch ein, auch wenn mit der gegenwärtigen Dokumentation des ersten Ali-Frazier-Kampfes mehr als genug politischer Sprengstoff zur Verfügung steht, da ja Rassismus und Militarismus seitdem nicht wirklich abgenommen haben, sondern eher wieder fröhliche Urständ’ feiern. Das “Medienverhalten” der Leser hier sehe ich mir schon genauer an, da mich doch interessiert, was meine Mitmenschen so antreibt. Da ist Analyse und Kritik nach meinem Dafürhalten unabdingbar. Ganzer Artikel »
Leichenfledderer
Nein, ich wollte wirklich nichts öffentlich dazu sagen, daß sich wieder ein Mensch das Leben genommen hat, denn das halte ich für “Privatsache”. Die Tatsache allerdings, daß dies, weil es sich um einen “Prominenten” handelt, von den Medien entsprechend ausgeschlachtet wird, die ärgert mich. Jens vom Spiegelfechter hat ja gestern schon eine entsprechende Replik geliefert und damit wäre es für mich getan gewesen, wenn denn nicht Roberto heute bei ad sinistram m.E. sprachgewaltig eine Lektion in Würde und Respekt erteilt hätte, die ich gerne hier zitieren mag: Ganzer Artikel »
Leserkritik einmal anders
Für gewöhnlich bedeutet “Leserkritik” ja die – mehr oder minder gerechtfertigte – Kritik des Lesers an einem Autoren, aber heute wollen wir den Spieß einmal umdrehen, ganz im Sinne von Handkes Publikumsbeschimpfung. Ganzer Artikel »
Der Untergang des Laberlandes
Mein alter Kumpel Michael Sailer hat es mal so getauft und – er tat recht daran. Nach dem Gestümpere, das ich eben im Cicero lesen durfte(?), bin ich endgültig überzeugt davon. Da wird des Chefredakteurs Kolumne mit Ganzer Artikel »
Junge Freiheit – Freiheit zum Abmahnen?
Da wollte ich doch nach langer Plackerei gerade endlich in’s Bettchen kriechen, als ich eine morgendliche Mail Peters vom Womblog erhielt. Neben Privatem mußte ich da lesen, daß die Junge Freiheit ihn abmahnen läßt – für einen Artikel, den nicht er geschrieben, sondern nur unter Creative Commons übernommen hat, und der im Original bisher auch nicht abgemahnt wurde. Das ist doch wohl die Höhe! Ja wo leben wir denn? (Sorry, lieber Leser, aber beim Thema Meinungs- und Pressefreiheit geht mir immer der Hut hoch, außerdem haben wir in München derzeit Wies’n ;-)
Leider kann ich mich, dank der Arbeit mit der neuen Aktion, frühestens Samstag eingehender mit dem Thema beschäftigen (und erst Montag den Rat meines Anwalts einholen), aber, liebe “Freunde” von der Jungen Freiheit: Zieht Euch schon mal warm an, denn Ihr seid dummerweise in ein Wespennest getreten!
[fb]
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Toll! Die SPD ist weiter im Aufwind, wie der Cicero zu berichten weiß. Ändert das irgendwas? Wir werden für fünf(!) weitere Jahre eine Kanzlerin Merkel haben, die einer – wie auch immer gearteten – Koalition der sozialen Grausamkeiten vorstehen wird.
- Mehr Merkel: Die FAZ riskiert einen Blick auf “Die Fremde“. Fremd? Wieso? Die paßt doch hervorragend zu diesem Land …
- Mal wieder ein wenig Hintergründe zu ‘den Taliban’, ebenfalls bei der FAZ. Die durchaus komplexe Situation “am Hindukusch” so runterzubrechen, wie es in der öffentlichen Diskussion hier gerne gemacht wird, ist halt nicht hinrei-chend.
- Reizend. Die NPD verschickt vor der Wahl Heimreise-aufforderungen an ausländische Mitbürger. Can this be true? Nachzulesen beim Fokus(!).
- Oho! Frau Merkel meint im Interview mit der Frankfurter Rundschau, ganz im Gegensatz zu Guttenberg und Steinbrück, nach der Wahl Einschnitte vermeiden zu können. Wäre ja nett, wenn sich dei Regierugschefin von morgen um ihre Sprüche von gestern kümmern würde.
- Tom Strohschneider plädiert beim Freitag gegen die Idee einer “Wahlpflicht” und ich gebe ihm recht. “Pflicht” sollte es doch allen Bürgern auch ohne “Druck von oben” sein – es liegt doch in ihrem ureigensten Interesse, eine bestmögliche Regierung zu bekommen.
- Noch wird über die Arbeitsplätze bei Opel und anderen großen Konzerne gesprochen, während die mittelständischen Unternehmen durch “Heuschrecken” systematisch ausge-plündert werden und Jobs en gros wegfallen. Zu lesen heute in der Jungen Welt.
Aus der Nachbarschaft:
- Paulinchen sagt es ganz klar und simpel: Jeder kann wissen, was er oder sie wählt, oder es aber einfach bleiben läßt. Wer seinen A*** nicht hochkriegt, um sich für seine Rechte einzusetzen, ist selber schuld. Punkt.
- Daß irgendetwas mit unserer Gesellschaft wohl nicht stimmt, keiner aber daran schuld sein will, schreibt heute erneut Antiferengi. Die Pointe (“Conclusio” für die Frickeler hier) habe ich aber vermißt, denn die gehört nun mal dazu ;-)
- Interessante Notiz seitens eines Gastkommentators bei der Chefarztfrau: “No pasarán!” Leider kommen “sie” durch und “wir” werden entweder ohnmächtig zusehen oder unsere Är***e hochbekommen.
Ja, sorry, es hätte imo noch einiges zu erwähnen gegeben, manches zur Diskussion zu stellen, aber auch mein Tag hat eben nur 24 Stunden :-( Gute Nacht, Deutschland – wo immer Du bist ;-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Daß die Krise inzwischen auch die Geldbörsen der Menschen erreicht hat, findet sich bei der heutigen Frankfurter Rundschau. Zum zweiten Mal in Folge sind die Reallöhne gesunken. Ist das nur der ‘Krise’ oder nicht auch dem neoliberalen Kurs der Regierung geschuldet?
- Ausgerechnet Zbigniew Brzezinski warnt Israel vor einem Angriff auf Iran und droht mit Konsequenzen. Nachzulesen in der Jungen Welt.
- Martin Ling hält im Neuen Deutschland fest, daß die Armen bein G 20-Gipfel in Pittsburgh mal wieder keine Stimme haben haben. Wenigstens ein ‘Katzentischchen’ wäre als dekoratives Feigenblatt doch angebracht gewesen, meine Damen und Herren ‘Entscheider’!
- Beim Perlentaucher gibt es eine interessante Preview zur heute erschienenen Mehring-Biographie von Carl Schmitt. Einen Buchauszug gibt es obendrein. Leseempfehlung!
- Nicht zu unrecht weist das Erwerbslosen Forum Deutschland darauf hin, daß die Bürger doch zur Wahl gehen sollten. Mit stumm zuhause rumsitzen ändert sich auch nichts, es bestätigt nur die Verfechter der “Agenda 2010″ und eines neoliberalen Kurses. Quelle: PR-SOZIAL
- In die Klimadebatte kommt wohl langsam wieder etwas Bewegung: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, Bush dem Dümmeren Jüngeren, sieht Barack Obama anscheinend das Bedrohungspotential der sich abzeichnenden Klima-katastrophe und will gegensteuern. Gefunden beim SPON ;-)
- “Feind hört mit!” So boshaft könnte man titeln, wenn man den Staat per se als ‘Feind’ betrachten würde ;-) Die Süddeutsche weiß heute von einem signifikanten Anstieg der Telefonüberwachungen zu berichten – vor allem in Bayern. Hey, da werde ich meine ’subversiven’ Telefonate mit Euch aber einschränken müssen :-)
- Auch das Thema ‘Folter’ darf nicht in Vergessenheit geraten! Bei der taz ist heute was über Folterung bis zu Hirnschäden zu lesen. Wichtig!
- [Erg.] Leider vorhin völlig vergessen: Reinhard Jellen hat für Telepolis ein ausführliches Interview zur Hartz IV-Sanktionierungspraxis geführt. “Lesebefehl” ;-)
Aus der Nachbarschaft:
- Zwar “von gestern”, aber noch aktuell: Weissgarnix zur Wahlempfehlung der FTD, zur “inhaltslosen Kanzlerin” und mit dem Aufruf, wählen zu gehen.
- Angesichts des jüngsten Amoklaufes hält der 7Schläfer fest, daß weiterhin nur an den Symptomen herumgepfuscht wird, anstatt sich endlich mal mit den gesellschaftlichen Wurzeln dieses Phänomens zu befassen. Lesenswert!
- Chris von f!xmbr ist mal wieder sehr kritisch mit den Piraten, aber das tut imho auch not. Die Lapsi und Fehler häufen sich in letzter Zeit und auch ich bin nicht bereit, weiter eine Partei zu unterstützen, die anscheinend weder ein klares Programm noch eine klare Abgrenzung zu den Rechten hat.
- Auch beim Spiegelfechter, der den Piraten anfangs – wie ich – mit großer Sympathie gegenüberstand, mehren sich die Bedenken. “Klarmachen zum Kentern?“, fragt der Jens heute und die Fragen, die er aufwirft, sind m.E. berechtigt. Nach dem ‘Nachweis’ der Unkenntnis der politischen Landschaft in Deutschland durch ihre Führungsspitze, der fehlenden Abgrenzung nach Rechts, und die generelle Monothematik, die ganz wesentliche Aspekte der Gesellschaft einfach ausläßt, muß sich die ‘Maus-schubserfraktion’ doch mal fragen lassen, ob sie denn nicht als IG oder AG oder AK in einer der vorhandenen Parteien besser aufgehoben wäre. ‘Bürgerinitiative’ wäre natürlich auch eine Möglichkeit … Für eine ‘Partei’ ist es derzeit jedoch definitiv zu wenig.
Entschuldigung, lieber Leser, wenn das heutige “Aufgelesen” erst so spät kommt, aber ich war heute irgendwie anders ‘verplant’ ;-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Sehr schön – nach den Wahlen wartet schon die nächste kleine soziale Grausamkeit auf die Bürger: Die gesetzlich Krankenversicherten sollen ab 2010 einen Zusatzbeitrag an die Kassen zahlen, so der NRW-Sozialminister Laumann (CDU) in einem Interview mit der Welt. S. dazu auch den Beitrag in der Jungen Welt von heute.
- Die HSH Nordbank muß sich zwar vom Staat (und damit den Steuerzahlern) vor der Insolvenz retten lassen, hat aber anscheinend noch Geld zu verschenken. Wie heute bspw. bei der FAZ zu lesen ist, hat die Bank Goldman Sachs 45 Millionen Dollar ohne jede Zahlungsverpflichtung trans-feriert, was in Bankerkreisen – laut einem Bericht des NDR – als “Geschenk” bezeichnet wird.
- Beim Deutschlandradio findet sich die dürre Notiz, daß die CSU nach der Wahl die Einkommenssteuer in zwei Schritten senken will. Ah ja, und wie soll das gegenfinanziert werden? Höhere indirekte Steuern oder weitere Einsparungen in den Bereichen Soziales und Bildung? Auch die FTD ist da einstweilen nicht schlauer.
- Wieder ‘Überhangmandate’: Der Fokus spricht im Titel doch glatt von “verfassungswidrig“, wiewohl sie ein letztes Mal vor einer Neuregelung zugelassen wurden. Ja was denn nun?
- Die Löhne sinken wieder und die Frankfurter Rundschau schlüsselt es ein wenig auf.
- ‘Überhangmandate’, die hoffentlich letzte (nicht ganz – von Jens gibts jetzt noch was Komplexeres bei TP dazu). Laut FTD gehen einige grüne Bundestagskandidaten nun dazu über, ihre potentiellen Wähler darum zu bitten, die Erststimme der SPD zu geben.
- Sehr ernüchternd heute Hans-Jürgen Jakobs in der Süddeutschen; der Tenor – egal, wie es kommt, Merkel bleibt uns als Kanzlerin erhalten. Noch ernüchternder seine Anmerkung: “Mit einer perfekten Demokratie hat dies alles wenig zu tun.”
- Und weil’s gar so hübsch ist: “Piraten fordern Internetminister“, so die heutige taz. Kollegen, geht’s noch? Ist ja sehr nett von Euch, daß Ihr an die “sozial Schwachen, älteren Menschen und Geringqualifizierten”, die irgendwie unterversorgt und unterbelichtet sind, denkt, aber dafür gleich ein weiteres Ministerium schaffen? Reicht da nicht eine Abteilung in einem der bestehenden Ministerien, die sich mit Sozialem, Wissenschaft, Kultus etc. beschäftigen, aus? Irgendwie bekomme ich zunehmend Zweifel an Eurer Kompetenz …
Aus den Blogs:
- Bei ad sinistram hat der gute Roberto mit Konsequenz und beredt richtig geschrieben, daß Demokratie aus einer Kultur heraus enstehen muß, und ihr nicht oktroyiert werden kann. Lesenswert, da sehr ernsthafte Gedanken!
- Antiferengi setzt sich ironisch mit dem angedachten Sparkurs von “Gutti” & Co. auseinander; sparen wir uns nicht endlich mal Hartz IV?
- “Flatter” bringt es bei Feynsinn imo auf einen Nenner: “… dann wählt mal schön!” Zu all dem Absurden um uns herum, zu all dem Irrationalen, gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen.
- Die Opposition stärken will Chris von fx!mbr. Sehr löblich, aber wohl nicht “zielführend”, da (unter seiner Prämisse der Fortsetzung der GroKo) weder Grüne noch FDP imho als “Opposition” gewertet werden dürften.
Und jetzt ist ‘Feierabend’ – ich will mal was essen und dann vielleicht noch Die Grünen niederschreiben :-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Einen recht unkritischen Nachruf auf Irving Krystol kann man heute bei der FAZ lesen. Krystol, der am Freitag im Alter von 89 Jahren starb, war einer der Vordenker und Führer der amerikanischen Neocons und seit den Achtzigern von großem Einfluß auf die Politik der Republikaner.
- In Afghanistan will die CIA ihre Präsenz ausbauen, um verstärkt gegen den Widerstand vorgehen zu können, da die Taliban ihre größte Stärke seit 2001 erreicht hätten, wie heute die L.A. Times berichtet.
- Über die “wahren Bürger in Uniform” schreibt Hans Wallow beim Freitag. Kritische Meinungsäußerungen bei den Streitkräften werden immer noch nicht gerne gesehen und immer wieder auch sanktioniert.
- Im Tagesspiegel verweist Harald Schuman auf den Widerspruch zwischen den Wahlkampfparolen und den Steuersünden der Parteien in den letzten Jahren. Seine Forderung: “Macht euch ehrlich“
- Von “Wahlbetrug” ist bereits die Rede, da Grüne und SPD eine Regierung, die nur durch Überhangmandate zustande kommen sollte, für “illegitim und verfassungswidrig” halten, so die heutige taz. Zu Geschichte und Rechtskonformität der Überhangmandate findet sich Näheres in der gestrigen Zeit.
- Ebenfalls in der taz kann man lesen, wie sich auch hochqualifizierte Migranten hier oftmals mit Putzjobs über Wasser halten müssen, da ihre Abschlüsse und Diplome in Deutschland häufig nicht anerkannt werden.
Aus den Blogs:
- Beim Saarbreaker sieht Arno Hirsch das System festgefahren und votiert für ein Umdenken in der Gesellschaft – für mehr Verantwortungsbewußtsein und Solidarisierung statt Vereinzelung.
- Über den Irrtum, daß Wahlstimmen für kleine Parteien automatisch Schwarz-Gelb stärken schreibt heute unser Spiegelfechter Jens.
Soweit die ‘Medienschau zum Tage’; heute war irgendwie nicht viel geboten, wie ich finde ;-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Fast fühlt man sich an eine Bananenrepublik erinnert, wenn man liest, daß die OSZE Beobachter für die Bundes-tagswahlen in Deutschland entsandt hat. Der Cicero hat den Missionschef in Berlin besucht.
- „Peak-Oil“? Wohl eher „Oil Rush“ in Afrika. Die FAZ berichtet über neuentdeckte Öl- und Gasvorkommen auf dem Schwarzen Kontinent und die Chancen wie Probleme, die damit einhergehen.
- Die Lohndrücker sind wieder unterwegs. In der Jungen Welt von heute ist nachzulesen, wie die Bahn AG versucht, die Löhne im Regionalverkehr zu drücken – teils um bis zu 25 Prozent. Fi donc!
- Eine „Entfesselung staatlicher Gewalten“ und „eine Militarisierung der inneren Sicherheit“ beklagt der Bürgerrechtler Rolf Gössner im Neuen Deutschland. Nicht zu unrecht konstatiert er einen „permanenten Ausnahme-zustand„.
- Thomas Mitsch hält bei Nachrichten Heute fest, daß gemäß einer neuen Analyse von SIPRI die Rüstungsexporte weiter steigen und Deutschland weiterhin drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist. Dazu auch der Song von Konstantin Wecker, den ich vorhin eingestellt habe.
- Weitere schwere Fehler wirft der SPON dem Oberst Klein vor: So habe dieser nicht nur wahrheitswidrig behauptet, daß eine akute Bedrohung vorgelegen habe, sondern auch das Angebot der Piloten, zunächst eine Machtdemonstration vorzunehmen, einfach abgelehnt.
- In den USA wird derweil der Krieg zunehmend unpopulärer. Laut Tagesspiegel ist mittlerweile eine Mehrheit von 51% der US-Bürger der Ansicht, daß Afghanistan den Kampf nicht wert sei.
- Afghanistan zum Dritten: Matin Baraki, Afghanistan-Experte von der Uni Marburg, schätzt gegenüber der Berliner Umschau, daß die NATO eine Million Mann benötigen würde, um Afghanistan zu sichern.
- Wie die Mafia Schiffe mit Atom- und Sondermüll im Mittelmeer versenkte, darüber schreibt Michael Braun bei der taz. Vermutlich mehr als 30 Frachter mit nuklearen Abfällen liegen vor Italiens Küsten auf Grund.
- Daß die Kanzlerin und die CDU angeblich “sozial-demokratisiert” sein, dieser Propagandaente nimmt sich heute Albrecht Müller auf seinen NachDenkSeiten an. Ein weiteres Beispiel dafür, wie die großen Medien desinformieren und manipulieren.
Aus den Blogs:
- Antiferengi hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar Worte zu Joschka Fischers neuer Beratertätigkeit für BMW zu finden. Fein, denn dann muß ich das nicht machen ;-)
- Zur Plausibilität der jüngsten Terrordrohung gegen Deutschland macht sich flatter beim Feynsinn so seine Gedanken. Das besagte Video von Bekkay Harrach findet sich bspw. in der Röhre.
- Luise schreibt bei Duckhome was zum “Bauernaufstand in Europa” und findet die Solidarisierung der Milchbauern so bemerkenswert wie vorbildhaft.
- [Erg.:] Tammox hat heute mal einen Blick auf die Pharmalobby riskiert und an zwei Beispielen ihre Verflechtung mit hochrangigen Politikern belegt.
Soweit die ‘Medienschau zum Tage’. Nach Mitternacht gibt es dann eine neue “Wut zum Sonntag”, denn Andreas war wieder fleißig ;-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Nachdem sich unlängst bereits der DIW-Chef Zimmermann für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aussprach, stößt nun der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes (HWWI) in’s selbe Horn. Für den SPON entwirft er eine “Agenda 2020“, die u.a., neben einer weiteren Senkung der Lohnnebenkosten, die Forderung enthält, die indirekten Steuern anzuheben. Den Verbraucher wird’s freuen …
- Neues über den Luftangriff weiß die FTD zu berichten: Anscheinend hat der deutsche Oberst unter Vorspiegelung der falschen Tatsache, man stünde “in direktem Feindkontakt” , den Luftschlag befohlen.
- Laut GFP stellten gestern äthiopische Menschenrechtler Strafanzeige gegen die Bundesregierung wegen ihrer langjährigen Unterstützung der Regierung in Addis Abeba, der schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Der deutsche Botschafter, Claas Dieter Knoop, bezeichnete 2006 das Land in einem ‘Sonderbericht’ an die Hanns-Seidel-Stiftung als “von besonderer Rolle für die deutsche Außenpolitik”.
- Der Gerichtspsychiater Norbert Nedopil schreibt in der heutigen Süddeutschen über die Entwicklung jugendlicher Gewalttäter und warum diese von Geburt an ohne Chancen wären.
- Wie einer Reuters-Meldung zu entnehmen ist, steht die WestLB kurz vor der Gründung der ersten “Bad Bank”. Risikopapiere im Wert von über 80 Milliarden Euro sollen in der Folge in diese ausgelagert werden.
- Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster zum Kraftwerksbau in Datteln (Andreas schrieb hier eine bissige Polemik zu dem Thema) mußten gestern die Bauarbeiten wenigstens teilweise eingestellt werden. Die taz schreibt von “Klimakiller vor dem Aus” und einer “gigantische[n] Investitionsruine“, die E.ON dort in die Landschaft gesetzt hat.
- Signore Berlusconi scheint etwas weniger lernresistent als seine deutschen Kollegen, denn er will nach dem jüngsten Vorfall die italienischen Truppen möglichst schnell vom Hindukusch heimholen. Nachzulesen in der heutigen online-Zeit.
- Einen dramatischen Laugeneinbruch im Atommüllager Asse meldete heute Mittag der Fokus. Beim Betreiber herrscht nun Alarmbereitschaft, da es “im schlimmsten Fall zu einem unbeherrschten Zustand” kommen könne.
- ‘Armut abschaffen durch HiTech-Waffen’ – so boshaft könnte man wohl reimen, wenn man der aktuellen Studie des Think Tanks EUISS folgen mag. Darin wird die Vorbereitung für den Militäreinsatz gegen Armutsflüchtlinge gefordert, wie heute wieder bei der Neuen Rheinischen Zeitung zu lesen ist. [Anm.d.A.: Dazu möchte ich gerne was schreiben, doch hat die Studie 175 Seiten, die ich erst noch lesen muß]
Aus den Blogs:
- Antiferengi hat einen weiteren Teil seiner Serie “Wer uns wirklich regiert” fertiggestellt und nimmt heute die ‘Wissenschaftsjournalisten’ ein wenig unter die Lupe.
- Über das Ende der “Eiszeit” zwischen Washington und Moskau schreibt heute mein ‘Cheffe’, der Spiegel-fechter-Jens. Nach der einstweiligen Einstellung des Raketenschirm-Projekts in Osteuropa dürften sich die bilateralen Beziehungen wieder verbessern, wenn auch einige NeoCons und Politiker in Polen und Tschechien vor Wut mit den Zähnen knirschen und sich unsere Kanzlerin wieder mal auf der Gewinnerseite wähnt.
- Ein Gedicht zur Lage der Praktikanten fand ich heute bei Zeitgeist: “Deutschland – ein Sommer- wie Wintermärchen“. Metrisch nicht ganz einwandfrei, dafür aber gut die Situation beschreibend.
Soweit die ‘Medienschau zum Tage’, ich muß jetzt mal wieder was arbeiten ;-)
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Die europäischen Milchbauern gehen wieder auf die Barrikaden und streiken, wie bspw. der Tagesspiegel zu berichten weiß. Anlaß ist die Liberalisierung des Milch-marktes durch die EU und der Druck von Lebens-mitteleinzelhandel und Molkereien auf die Bauern, die inzischen in der Verlustzone operieren.
- In Afghanistan wird anscheinend auch die Haupstadt Kabul zunehmend das Ziel von Angriffen “der Taliban”: Laut FAZ wurden bei einem Anschlag mindestens 16 Menschen, darunter sechs italienische Soldaten, getötet.
- Über die möglichen Konsequenzen der Wahlmanipulation in Afghanistan schreibt Lutz Herden beim Freitag. Kurz, aber prägnant.
- Eine gute Zusammenfassung der sehr persönlich geschil-derten Erlebnisse und Gespräche von Jürgen Todenhöfer in Afghanistan gibt es bei der Jungen Welt. Grundlage bildet eine Reportage bei der Frankfurter Rundschau. Sein Gegenüber zu verstehen, ist m.E. immer der erste Schritt zur Auflösung von Konflikten.
- Laut SPON wurde der Kopf hinter der Sauerland-Zelle von einer US-Drohne getötet. Frage an Radio Eriwan: Sind wir jetzt wieder ein Stück sicherer? Radio Eriwans Antwort: Im Prinzip ja, aber …
- Präsident Obama hat es wahrlich nicht leicht mit seinem honorablen Versuch, den US-Amerikanern endlich eine vernünftige und erschwingliche Krankenversicherung zu bescheren: Die Widerstände, gerade seitens diverser Lobbies, scheinen einfach zu stark und und er muß sich sowohl mit rassistischen, “Sozialismus”- und Lügen-Vorwürfen herumschlagen. Der republikanische Abgeordnete Joe Wilson bspw. nennt Obama einen “Lügner”, wie die SZ berichtet, und hat damit einen Eklat verursacht. Die Zeit sieht gar die Reform-Pläne des Präsidenten als “so gut wie gescheitert” an.
- Der Tagesspiegel (unter Bezugnahme auf Die Zeit und dpa) meldet, daß Präsident Obama wohl “keine baldige Truppenverstärkung” in Afghanistan plane – auch gegen die Begehrlichkeiten des eigenen Militärs.
- Wikileaks erfährt durch die heutige online-Zeit eine ‘Aufwertung‘. Im Sinne von Transparenz, Demokratie und “Aufklärung 2.0′”ist dies nur zu begrüssen ;-)
- Eine Reuters-Meldung, die mich zum Stutzen brachte: “Iran ist keine ernste Bedrohung” Aha? Seit Jahren wird allerorten das Gegenteil behauptet, es werden Kriegsszenarien angedacht und Sanktionen verhängt, und nun kommt ausgerechnet Ehud Barak, der israelische Verteidigungsminister(!), mit dieser Aussage daher. Verkehrte Welt …
Aus den Blogs:
- WEISSGARNIX hat wieder zwei sehr feine Beiträge gebracht: Eine liebevolle Buchempfehlung zu Ernst Noltes “Geschichte Europas 1848-1918” und eine ‘Solidaritäts-erklärung eines Besserverdienenden‘. Chapeau!
- “Wie hart Steuerbord segeln die Piraten?“, fragt Chris bei f!xmbr. Eine berechtigte Frage, denn die Positionen der Partei sind alles andere als klar und die jüngsten Fehler im Umgang mit der Jungen Freiheit lassen hinsichtlich der politischen Orientierungsfähigkeit Arges schwanen.
- Mein ‘guter alter Jens’, seines Zeichens Spiegelfechter, ist der merkwürdigen Geschichte um die Arctic Sea ein wenig mehr auf den Grund gegangen, findet weitere Ungereimtheiten und merkt an, daß wohl lieber keiner was Genaues wissen will …
Soweit subjektiv aus den Medien und Blogs – ich mach jetzt mal Mittagspause ;-) Nachher gibt es noch einen Themenschwerpunkt zum Ende der US-Raketenabwehrpläne in Europa.
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Nichts dazu gelernt, und den Rest vergessen: So ließe sich wohl am ehesten ein Fazit zum Lehman-Debakel ein Jahr danach ziehen. In der Jungen Welt kommt dazu heute Joseph Stieglitz zu Wort, der davor warnt, daß das internationale Finanzsystem noch unsicher als vor einem Jahr sei.
- “Berlin bleibt das Armenhaus Deuschlands“, weiß der Tagesspiegel zu berichten. Im Mai dieses Jahres hatten die ALG II-Empfänger einen Anteil von 18,6% an der Stadtbevölkerung – der Spitzenwert in Deutschland.
- Den ‘Vormarsch’ der EU nach Zentralasien verfolgt German Foreign Policy mit kritischem Blick. Einflußnahme und Einmischung dort scheinen auf der politischen Agenda zu stehen.
- Seehofer im Wahlkampf: Nachdem er sich für eine Vervierfachung des Schonvermögens für ALG II-Empfängern ausgesprochen hat, spricht sich das Erwerbslosen Forum Deutschland bei PR-Sozial sarkastisch für “zehn Schippen drauf” aus und verweist zurecht darauf, daß kaum ein ‘Hartzie’ über die Mittel verfügt, um derlei Rücklagen anlegen zu können.
- Beim SPON findet sich heute die Meldung, daß Israel mit allen diplomatischen Mitteln gegen den Gaza-Bericht der UN (ich verlinkte den bereits gestern) vorgehen will, damit er nicht vor den Weltsicherheitsrat oder den Internationalen Srafgerichtshof kommt.
- Laut der Süddeutschen sieht der UN-Generalsekretär die Klimaschutz-Verhandlungen in einer Sackgasse. Verantwortlich dabei seien vor allem die USA, die sich mit Europa nicht einigen könnten.
- Eva Völpel schreibt bei der taz über Niedrig- und Niedrigstlöhne, führt ein Beispiel aus der Praxis an und nennt die diesbezüglichen Wahlprogrammpunkte der Parteien. (S. auch meinen Beitrag zu Niedriglöhnen hier.)
- Afghanistan und kein Ende (abzusehen): Wieder wurden acht deutsche Soldaten verwundet, wie die FAZ berichtet. Kein Krieg?
- Bei den Wahlen in Afghanistan gab es offenbar massiven Betrug. Wie die EU-Wahlbeobachterkommission mitteilt, sind offenbar mehr als ein Viertel der Stimmen gefälscht bzw. stehen unter dem Verdacht einer Manipulation, so heute der Tagesspiegel.
- Von einem besonders grausamen Fall eines Hinrichtungsversuches in Ohio ist bei der Zeit zu lesen. Ohne Worte …
- Roberto macht sich bei ad sinistram zurecht Gedanken über die Sinnhaftigkeit einer posthumen Ordensauszeichnung für das Opfer von München. Leider instrumentalisieren inzwischen auch schon die Politiker den Vorfall …
- Beim Antiferengi gibt es heute wieder was zum “Globalen Denken“, ein paar Zahlen und Relationen. Nachdenkenswert!
- Sprachregelungen, “vorweggenommene Sterbefälle” und manche Politiker bechäftigen gerade Tammox. An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen …
Soweit für heute meine subjektiven Wahrnehmungen, morgen gibt es neue ;-)
Mythen und Manipulationen
Wie die Parteien und Medien (mit Ausnahmen) versuchen, die öffentliche Meinung zu manipulieren, zeigt heute wieder ein Beitrag von Albrecht Müller auf seinen Nachdenkseiten. Anhand des “Lehman-Mythos” (ich nenne das mal so) zeigt er auf, wie das Meinungskartell den Bürgern zu suggerieren versucht, daß die gegenwärtige Krise nur auf den Fall von Lehman zurückzuführen und auch kein hausgemachtes Problem sei. Dazu führt er auch einen interessanten Beitrag an, der gestern bei Plusminus lief und in dem die “Lehman-Legende” deutlich entlarvt wird.
Daß das ganze System marode war und ist, dazu hat auch unser Spiegelfechter Jens gestern beim Freitag klare Worte gefunden. Er sieht die Lehman-Pleite gar als “Schockstrategie” und hält ferner fest, daß man aus der Krise bisher nichts gelernt habe.
Derweil hat das Finanzcasino wieder geöffnet und das Große Spiel setzt von neuem ein.
Weitere Lesetips zu dieser Materie: NZZ und Die Zeit
Soweit mein heutiger Tagestip, ein neues “Aufgelesen” kommt nachher.
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Deutschlandradio berichtet, daß der Mindestlohnausschuss sich zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen hat. Immerhin ein Anfang …
- Werner Vontobel kritisiert beim Freitag fachkundig Sinns Verteidigung der Agenda 2010. Das Format ist leider verunglückt :-(
- Die Lage in Gaza nach dem letzten israelischen Angriff ist katastrophal, wie die Junge Welt zu berichten weiß. Wirtschaftslage wie Wasserversorgung geben Anlaß zu größten Bedenken.
- Interessante Fragen von LobbyControl an die Bundestagsparteien, auch interessante Antworten ;-)
- Israel sieht sich – laut NZZ – in einem neuen UN-Bericht mit dem Vorwurf zahlreicher Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen konfrontiert.
- Ziemlich dreist: Der Verfassungsschutz beobachtet alle Bundestagsabgeordneten der Linken. Nachzulesen bspw. bei der Süddeutschen.
- “Land of the free”. Freiheit auch zum Hungern. Der Tagesspiegel macht die Rechnung auf, daß 35 Millionen US-Amerikaner aktuell von Hunger bedroht sind. Geld für Rüstung, Kriege und die Sanierung des Finanzcasinos ist aber da …
- Die Piratenpartei legt zunehmend ein seltsames Gebahren an den Tag. Jetzt wurde der Junge[n] Freiheit ein Interview gewährt, wie die taz kritisiert.
- Feynsinn wendet sich gegen die Verteufelung der Linken und nennt sie als einzige Partei “außenpolitisch verfassungstreu”.
- Mit der Nutzlosigkeit von “TV-Duellen” und dem Zustand der Parteiendemokratie befaßt sich heute der 7Schläfer. Sein Fazit: Würfeln oder eine Casting-Show daraus machen ;-)
- Last but not least: Roberto hält bei ad sinistram ein glühendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit und ‘Moral’ – wider die rein nüchtern-sachliche Betrachtung der Dinge.
Soweit vom Tage. Ist heute leider spät geworden, da ich anderweitig eingespannt war und es auch vieles zu lesen gab.
Aufgelesen
Die selektive Medienwahrnehmung vom Tage:
- Beim Freitag kommentiert Jakob Augstein süffisant das gestrige “Duell” von Merkel und Steinmeier und hält fest, daß es eigentlich ja schon wichtige Streitpunkte geben würde. Richtig.
- Immerhin scheint die scheidende Regierung doch noch etwas Nützliches zustande zu bringen: Wie der SPON zu berichten weiß, wird das Kabinett wohl noch vor der Wahl 40 Hochsee-Windparks absegnen.
- Ein umfangreiches Dossier zum “Lügengrab Asse” und der Gefahr der Freisetzung von 126.00 Tonnen Atommüll findet sich in der heutigen online-Version der Zeit. Lesenswert!
- Heribert Prantel bricht in der SZ nach der tödlichen Attacke von München eine Lanze für die Zivilcourage und appelliert an den Staat, seine Bürger dabei zu unterstützen.
- Beim Oeffinger nimmt sich Stefan Wolfram Weimers an, der im aktuellen Stern eine üble Breitseite gegen Lafontaine und Die Linke abgefeuert hat.
- Matthias Matussek und Norbert Bolz sind heute das Thema einer differenzierten Betrachtung von WEISSGARNIX. In Hinblick auf die aktuelle ‘Matussek-Diskussion’ sehr inter-essant.
Soweit der Überblick zum Tag, im Laufe des Abends folgen noch Updates und Ergänzungen.
Aufgelesen
Die selektive Medienschau zum Tage:
- [Erg.:] Während sich Deutschland noch auf amerikanische Verhältnisse im Gesundheitswesen zubewegt, steuert US-Präsident Obama mit seiner geplanten Gesundheits-reform in die entgegengesetzte Richtung. In der Zeit ist nachzulesen, welch erbitterten Widerstand ihm dabei die Lobbyisten leisten.
- [Erg.:] Die Wirtschaftswissenschaflerin und Buchautorin Utsa Patnaik sieht in der Jungen Welt Indien “in der Globalisierungsfalle” und spricht sich für eine Verringerung der Getreideexporte aus.
- [Erg.:] Außenminister Steinmeier spricht vom Abzug aus Afghanistan und nennt erstmalig die Voraussetzungen. Zu finden beim SPON. S. dazu auch die Junge Welt.
- HRE und kein Ende: Die Hypo Real Estate benötigt, einem Bericht der Zeit zufolge, weitere Milliarden, um bisher noch nicht öffentlich bekannte Risiken abzudecken. Da freut sich der Steuerzahler …
- Albrecht Müller setzt sich auf seinen Nachdenkseiten mit dem vermeintlichen Linksschwenk des vormaligen Spiegel- Kulturressortleiters, Matthias Matussek, auseinander und hält sie für zweifelhaft.
- Im August hat sich ein neues Bündnis für einen Hartz IV-Regelsatz von 500 Euro konstituiert, da Mangel-ernährung infolge des bisherigens Satzes vorprogrammiert scheint. Nachzulesen bei PR-SOZIAL.
Soweit der erste Überblick, Ergänzungen und Updates folgen am Abend (ich bin ja nachmittags auf der Kundgebung gegen die Gesundheitsreform).
Aufgelesen
Die subjektive Medienschau zum Tage:
- [Eil] Schweres Erdbeben in Venezuela. [Update:] Bisher gibt es keine Berichte über Opfer oder Schäden. Quelle: dts
- [Erg.:] Die Opfer des Kapitalismus ’schlagen’ mit denselben Mitteln zurück: Die FTD weiß zu berichten, daß die Indianer nun in der Finanzbranche ‘auf den Kriegspfad’ gehen ;-)
- Zwar schon von gestern, aber dennoch ein ansehnlicher Kommentar bei der FAZ, wenn ich auch die Idee der “Rückkehr der Al Qaida” und gar die von Kernwaffen für die Taliban nicht teile. In jedem Fall ‘lesenswert’.
- Roberto de Lapuente macht sich bei ad sinistram wieder mal Gedanken zu Politiker-Sprache und deren Aussagegehalt.
- Mit den alltäglichen Belästigungen eines Menschen, der sich eben auch öffentlich einbringt und engagiert, muß sich erneut die Geheimrätin rumschlagen. Toll – wenn Frauen mal das Maul aufmachen, sind sie ja auch erst recht bevorzugte Opfer :-(
Soweit für heute, wir lesen uns morgen wieder (also in etwa einer halben Stunde ;-).
Aufgelesen
Die subjektive Medienschau vom Tage:
- “Das ist ein Krieg!“, meint im Cicero Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und sieht ihn zunehmend verloren gehen. Bedauerlicherweise bezweifelt sie aber nicht die völkerrechtliche Grundlage.
- Die Tobin-Steuer, seit Jahren von Globalisierungsgegngern gefordert, scheint nun langsam auch der SPD-Führung einzuleuchten. Steinmeier und Steinbrück wollen sich – laut FTD - auf dem nächsten G-20-Gipfel für eine globale Finanzmarktsteuer einsetzen.
- [Erg.:] Jakob Augstein, der Verleger des Freitag, spricht sich in einem Videokommentar für einen geordneten Rückzug aus Afghanistan aus. Seiner Argumentationslinie kann ich im übrigen nur uneingeschränkt beipflichten.
- [Erg.:] Der erste Offshore-Windpark Deutschlands soll laut Informationen von SPON jetzt nordwestlich von Borkum entstehen und nach Fertiggstellung 400.000 Haushalte mit Strom versorgen.
- [Erg.:] Interessanter Artikel in der Online-Zeit über Einkommensverteilung und Ungleichheit in den USA und deren Ursachen.
- Tammox schreibt vom “großen Konsens” und meint damit den Versuch der ‘Kriegsparteien’ im Bundestag, eine Afghanistan-Debatte erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das hätten die wohl gerne!
Das ist es für soweit für heute, wir lesen uns morgen ;-)
Aufgelesen
Der völlig subjektive Blick auf die Medienlandschaft:
- “Sag mir, wo die Gebühren sind” – fragt Michael Hanfeld in der FAZ zurecht und stellt fest, daß die Öffentlich-Rechtlichen einen Teil der Rundfunk-Gebühren bei Banken wie der HRE angelegt haben …
- Solms I statt Hartz IV? Die FDP macht’s möglich … Beim Freitag sieht sich Wolfgang Ratzel die Pläne der FDP für ein “Bürgergeld” mal näher an und kommt zu erschreckenden Einsichten.
- Zur Debatte um eine mögliche Fehlentscheidung des Obersten Klein schreibt Peter Blechschmidt in der Süddeutschen und konstatiert “Wut statt Antworten“.
- In der Zeit reflektiert Richard David Precht gleichermaßen erfrischend wie erschreckend über die Parteien und die Wähler. Sein Fazit: “Wir wählen alle nur uns selbst”
- “Unser aller Jens” macht sich beim Spiegelfechter Gedanken über Zustand und Zukunft der SPD. Sozen, hört die Signale!
- Sind Politiker zu blöd, vernünftige Gesetze zu machen oder kalkulieren sie nur kühl? Am Beispiel Riester-Rente versucht Egghat der Frage nachzugehen.
- Mit der Problematik von Bezahl-Content und “Geld verdienen mit dem Internet” beschäftigt sich heute Chris bei f!xmbr.
- Tammox klärt ein wenig über kulturelle Leistungen auf, die unter dem Islam erbracht wurden und weiß von einer “Fangprämie” für Kirchgänger zu berichten.
[Update:] Die späte ‘Nachlese’ ist fertig, morgen wird es hoffentlich wieder früher.
Aufgelesen
Der subjektive Blick in die Medienlandschaft:
- Linke auf dem Vormarsch. Gemäß dem stern/RTL-Wahltrend liegt die Linke nun bei 14 Prozent, was nicht zuletzt der aktuellen Afghanistan-Debatte zugeschrieben wird. Die Linke fordert nämlich, als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien, konsequent einen Abzug aus Afghanistan.
- Trotz eines scharfen Appells von Kanzlerin Merkel an die Verbündeten, nicht voreilig Kritik zu äußern, kritisieren vor allem Frankreich und Großbritannien das deutsche Vorgehen in Kundus heftig und fordern “umfassende Ermittlungen”. Quelle: FTD
- Der frühere SPD-Abgeordnete Jörg Tauss wird laut einer Eilmeldung der Süddeutschen von der Staatsanwaltschaft wegen des Besitzes von kinderpornographischem Material angeklagt. Tauss, dessen Immunität am Dienstag vom Bundestag aufgehoben wurde, wechselte unlängst zur Piratenpartei.
- [Erg.:] Interessantes Interview von Jürgen Rose mit dem vormaligen pakistanischen Generalleutnant Asad M. Durrani. In der Jungen Welt erörtern sie die Situation in Pakistan und Afghanistan.
- [Erg.:] Die Süddeutsche zitiert einen vorläufigen NATO-Bericht, nach dem der deutsche Bombardie-rungsbefehl nicht berechtigt war.
- [Erg.:] Albrecht Müller erläutert auf seinen Nachdenkseiten Methoden der Manipulation und konkretisiert sie anhand der jüngsten Afghanistan-Debatte.
Update um 22.53h: In meinen bevorzugten Blogs herrscht weitgehend Windstille, die Tagespresse macht bisher auch einen müden Eindruck – ich werf noch mal einen Blick in die Runde …
Aufgelesen
Die völlig selektive Medienlese zum Tage:
- Im aktuellen Cicero äußert sich Juli Zeh besorgt über den gezielten Abbau der Bürgerrechte unter dem Deckmäntelchen der Terrorismusbekämpfung.
- Der Soziologe Wolfgang Streeck, seines Zeichens Direktor des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft in der FAZ die Frage auf, was passieren würde, wenn jetzt noch eine zweite Krise käme, und findet kritische Worte für die “Hegemonie des Kapitals”.
- “Leiden an Afghanistan” konstatiert Kai Beller in einem Kommentar für die Financial Times Deutschland und fordert von der kommenden Regierung klare Entscheidungen, wo es denn nun lang gehen soll.
- Im Krieg wird ‘der Feind’ immer gerne verteufelt. Kein Wunder also, daß sich Rüdiger Göbel in der Jungen Welt über die rassistischen Fahndungsbilder im Bundeswehr-magazin Y aufregen kann.
- Albrecht Müller sieht auf seinen Nachdenkseiten die FDP als “Klientelpartei” an und fragt sich (m.E. nicht zu unrecht), warum soviele Bundesbürger diese wählen.
- Die derzeitige Offensive in Pakistan findet zumindest mal in der Süddeutschen ihren Niederschlag: Mindestens 47 Menschen sollen dort heute getötet worden sein. Irgendwie gehen die Kämpfe dort m.E. vor lauter ‘Afghanistan’ medial ein wenig unter, wobei doch ein direkter Zusammenhang besteht.
- ‘Unser aller Joschka’ (mein ganz spezieller Freund) ist zurück in Brüssel und betreibt Lobbying für die Nabucco-Pipeline, wie die taz zu berichten weiß. Na denn …
- Der Spiegelfechter beschäftigt sich heute mit der Trans-formation der Bundeswehr von einer reinen Verteidigungs-, hin zu einer Einsatzarmee und macht sich seine Gedanken zum Afghanistan-Einsatz.
- Eine Politik der Phrasen sieht Frank Luebberding von WEISSGARNIX beim deutschen ‘Stabilisierungseinsatz’ gegeben und fordert von der Politik endlich klare Worte und konsequentes Handeln.
- Bei ad sinistram kritisiert Roberto die zunehmende Militarisierung der Sprache und den Geist, der dahinter steckt.
Das ist es soweit aus des Auto-Anthropophagen bevorzugten Blogs, auch die Selektion aus der Tagespresse ist inzwischen ergänzt. Der Kommentar zur deutschen Afghanistan-Politik folgt dann irgendwann zwischen Mitternacht und Morgen ;-)
Aufgelesen
Die subjektive Medienschau zum Tage:
- Beim Freitag hält Tom Strohschneider fest, daß die deutsche Wirtschaft keine rot-rot-grüne Regierung wünscht und dazu wieder mit dem alten Argument der “Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit” aufwartet. Macht sie das nicht vor jeder Wahl?
- Chris schreibt, angeregt durch einen Artikel Volker Zastrows in der FAS, bei f!xmbr über den “Untergang der SPD”.
- [Update] Der Spiegelfechter versucht, ein wenig die Nebel zu lichten, die sich über dem Vorfall am Kundus ausbreiten. In gewohnter Manier stellt Jens unbequeme Fragen, bietet auch interessante Details und die eine oder andere Erklärung, und stellt erneut die Frage, wie das eigentlich weitergehen soll.
- [Update] Beinahe hätte ich doch vergessen, Robertos wirklich bitterbösen Kommentar dazu, daß es ja “nur Taliban” waren, zu verlinken. Schmerzhaft legt er bei ad sinistram mal wieder den Finger in die Wunde.
- [Update] F.LUEBBERDING attestiert Jung “Feigheit vor der eigenen Truppe” und fordert von ihm Verantwortung ein. Lesenswert, wenn ich auch nicht alle seine Gedanken und Analysen teile.
- [Update] Nochmals Chris von f!xmbr, der klipp und klar festhält: “Deutschland befindet sich im Krieg” Man kann das m.E. nicht oft genug betonen, denn was da geschieht, ist kein “Stabilisierungseinsatz”, nicht einmal mehr ein “Polizeieinsatz” (wobei dieser Begriff bei den Nazis ja sehr dehnbar war), sondern ein Kampfeinsatz im Rahmen von kriegerischen Handlungen – kurzum: Krieg! Und jeder, der das noch schönzulügen versucht, soll in der Hölle schmoren und von Karl Kraus alle 35.000 Seiten der “Fackel” um die Ohren gehauen bekommen, da er mit seinen Euphemismen die vielen Tausend Opfer verhöhnt, die dieser Krieg schon gefordert hat!
Tut mir leid, daß ich heute fast ausschließlich nur die Blogosphäre zitiere, aber die großen Medien sind mir beim Thema Afghanistan einfach zunehmend zu wachsweich, während die Blogger noch klare Worte finden.
[fb]
Aufgelesen
Ausgewählte Berichte und Meinungen zum Tage:
- Noch sind die Zahlen nicht bestätigt, aber beim NATO-Luftschlag in Afghanistan scheint es doch mehr Opfer gegeben zu haben, als auf der Hardthöhe bisher zugegeben wird. Wie bspw. die SZ zu berichten weiß, geht die NATO inzwischen von etwa 125 Toten aus, was vom Verteidigungsministerium jedoch bestritten wird. Im Tagesspiegel merkt der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold an, daß es “keinen Handlungsdruck” gegeben habe und die Staatsanwaltschaft Potsdam zieht gemäß Agenturberichten und Spiegel Online in Erwägung, gegen den verantwortlichen Offizier ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Wieviel Tote braucht es eigentlich noch, bis in Berlin die Erkenntnis reift, daß “wir” am Hindukusch nichts verloren haben, aber alles verlieren werden, wenn nicht endlich eine “Exit-Strategie” vorgelegt wird? Auf die Einsicht , daß dieser Krieg völkerrechtswidrig ist, hoffe ich bei den “hohen Herren” gar nicht mehr …
- Mehr Afghanistan: Kabul (dts) – Der amtierende Präsident Afghanistans, Hamid Karzai, hat seinen Vorsprung nach Auszählung von drei Vierteln aller Stimmen der Präsidentschaftswahl weiter ausgebaut. Karzai kommt bislang auf 48,6 Prozent der Stimmen, sein wichtigster Herausforderer Abdullah Abdullah erreicht 31,7 Prozent. Sollte Karzai keine absolute Mehrheit erreichen, wird eine Stichwahl im Oktober notwendig. Gleichzeitig werden immer mehr Manipulationsvorwürfe gegen das Karzai-Lager laut. Bei der amtlichen Beschwerdekommission sind bereits über 2.300 Einwände eingegangen, fast 700 davon sollen den Wahlausgang beeinflussen können. Quelle: dts
- Was will Steinmeier eigentlich? Unbedingt in die Opposition? Weder will er die Große Koalition fortsetzen, noch mit der Linken zusammen-arbeiten. Was bleibt denn dann noch? “Ampel”? Irgendwie scheint der Außenminister unter zunehmendem Realitätsverlust zu leiden. Bezeichnend auch, daß er im Falle von Schwarz-Gelb von “sozialen Grundsatzkonflikten” spricht – hat er denn schon vergessen, daß er und die SPD ganz wesentlich zu einer drastischen Verschärfung der sozialen Lage in Deutschland beigetragen haben? Die Einschläge kommen näher …
Soweit vom Tage, Updates werden folgen ;-)
Aufgelesen
Die völlig subjektive Medienschau zum Tage:
- Die taz, ja als “grünenfreundlich” bekannt, läßt doch glatt Sebastian Heiser was darüber schreiben, wie “die Grünen Heuschrecken fütterten“. 2002 machten sich die GRÜNEN nämlich noch für eine Deregulierung der Finanzmärkte stark, während sie nun Krokodilstränen weinen. Tja, hinterher ist man immer schlauer …
- Laut Reuters will die SPD in Thüringen nun doch mit der Linken Koali-tionsverhandlungen führen – jedoch im Verbund mit den Grünen.
- Während bei den Medien und den meisten Agenturen zum Luftangriff auf die Tanklaster in Afghanistan von 50 bis 90 Toten die Rede ist, sprechen Augenzeugen von mindestens 150 toten Zivilisten. Quelle: dts
[Update: Auch "meine" Agentur hat die Verluste inzwischen nach unten korrigiert. Dennoch bleibt es widerwärtig und die Staatsanwaltschaft Potsdam erwägt ein Verfahren wegen eines Tötungsdeliktes. Quelle: dts]
Soweit die Früh”news”, Updates und Ergänzungen erfolgen im Laufe des Tages.
[Update]: Unser aller Spiegelfechter Jens befasst sich beim Freitag mit den Positionen der Parteien zu Afghanistan. Den “Teaser” gibt’s – wie üblich – bei ihm; die vorliegende Analyse ist kurz, aber profund.
[fb]
Aufgelesen
Die tägliche Medienschau:
- Zwar bereits von gestern, dennoch aber interessant: Heiner Geißler zieht in der SZ gegen Neoliberale vom Leder und wünscht sich eine Neuauflage der Großen Koalition.
- Mindestens 90 Tote nach einem Luftangriff der NATO in Afghanistan. Laut Reuters-Meldung hat die Zahl der bei Luftschlägen getöteten Zivilisten weiter zugenommen und liegt allein für den Zeitraum von Januar bis Mai bei etwa 800.
- Gemäß einer Emnid-Umfrage hat Rot-Rot-Grün in der Folge der Landtagswahlen aufholen können und steht nun gleichauf mit Schwarz-Gelb. Die Wahl wird jedenfalls spannend, wenngleich Steinmeier ausschließt, mit Hilfe der LINKEn Kanzler werden zu wollen.
- Eine bissige Wahlprognose findet sich beim 7Schläfer. Ich neige dazu, Markus Ernst hinsichtlich einer weiteren “GroKo” recht zu geben – vor allem, wenn sich der jüngste Trend (s.o.) bis zum Wahltag halten sollte.
- Bei ad sinistram teilt Roberto De Lapuente mal wieder eine volle Breitseite aus und verabschiedet Althaus in das politische Nirwana. Ironie vom Feinsten!
- ANTIFERENGI übt in einem offenen Brief Kritik an der Piratenpartei. Monothematik reicht eben nichts aus – die Piraten sollten doch mal endlich Position beziehen und Profil zeigen!
- Der Feynsinn macht sich feinsinnig Gedanken zum (nicht stattfindenden) Wahlkampf, zum Zustand der Sozialdemokraten und über eine Karriere als Buddhist oder Astronaut. Hat bei mir ein morgendliches Schmunzeln bewirkt ;-)
- “Ist die LINKE regierungsunfähig?“, fragt der Oeffinger und plädiert für Pragmatismus. Den Beitrag sehe ich als ‘kontrovers, aber zur Diskussion nötig’ an, weshalb ich ihn verlinke.
- WEISSGARNIX mokiert sich munter und humorvoll über den Adel und Hofschreiberlinge, hat aber m.E. nicht herausgearbeitet, daß es sich bei der Villeroy & Boch-Sache ganz wesentlich auch um den Tatbestand einer ‘politischen Erpressung’ handelt; das hat Roberto bei ad sinistram sehr viel deutlicher zur Sprache gebracht.
- Last but not least hat Jens Berger den Schlingerkurs (nicht nur) der thüringischen SPD pointiert dargestellt. Den ‘Teaser’ findet Ihr beim Spiegelfechter, den ganzen Artikel bei Telepolis.
Weitere Updates folgen im Laufe des Tages – ich muß ja zwischendrin auch mal schlafen und lesen ;-)
[fb]
Aufgelesen
Was mir am Tage so auffiel:
- In der SZ spricht Heribert Prantl offen von der Verwahrlosung der öffentlichen Verantwortung und meint damit den rigiden staatlichen Sparkurs bei der Betreuung von Kindern und Alten. Ein guter Kommentar! [Update: Prantl hat heute auch noch einen zweiten guten Kommentar geschrieben - diesmal zu Althaus und zur Demut von Politikern.]
- Obwohl heute nicht der 1. April war, durften wir bspw. im Schweizer Tagesanzeiger lesen, daß Muammar al-Gaddafi die Auflösung der Schweiz verlangt. Eins muß man ihm lassen – der Mann hat Humor ;-)
- Albrecht Müller scheint unter die “VTler” gehen zu wollen. Auf den Nachdenkseiten äußert er den Verdacht, daß die SPD-Führung in Wahrheit für andere Auftraggeber arbeitet. Nein, Herr Müller! Die sind einfach tatsächlich so dumm :-(
- Roberto wird mal so richtig “renitent” und ärgert sich bei ad sinistram (zurecht) über den Versuch des Saarländer Keramikherstellers Villeroy & Boch, mittels direkter Drohungen Einfluß auf die Regierungsbildung zu nehmen.
- Und da Christian Füller beim Freitag die Debatte um die Bildung erneut angeheizt, und der “Bildungswirt” darauf geantwortet hat, ein Wort von Kurt Tucholsky: “Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.” Wie die Zeiten sich ähneln …
Das war es, was mir heute so in’s Auge gestochen ist – von Themen, die man überall anders auch schon lesen kann, nehme ich lieber Abstand ;-)
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Aufgelesen
Doch wieder eine “kleine Medienschau” (sollte ich das nicht besser mit den Hosen und Burgess Horrorschau nennen?), weil mir dieses und jenes in’s Auge stach:
- Franz Walter schreibt beim Cicero über die “gelb-grüne Republik” und die akademische Klientel von FDP und GRÜNEN. Lesenswert!
- In Ergänzung zu meinem kleinen Afghanistan-Exkurs: Über 200 Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten haben an den Verteidigungsmi-nister einen offenen Brief geschrieben, daß sie sich nicht für diesen Krieg instrumentalisieren lassen möchten.
- Noch mehr Afghanistan: Franz Josef Jung spricht von einem “Erfolg”, doch die Realität sieht – laut Tagesspiegel – anders aus.
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Aufgelesen …
Was die Anderen schreiben:
- Peter Richter sieht im blogsgesang Parallelen zwischen Obama und Gorbatschow und den US-Präsidenten in Nöten.
- Menachem schreibt in der Endlosrekursion etwas Interessantes zu “Stallgeruch” und warum man lieber unter “seinesgleichen” bleibt
- Über ein halber Zentner Plutonium lagert laut Tagesspiegel in Asse. (Das reicht meines Wissens für ca. drei Atombomben …) Die Sargnagelschmiede macht sich ihre Gedanken dazu.
- Mit Westerwelles Abenteuerlust und Karl May beschäftigt sich Kurt Kister in der SZ von heute.
- Markus Kompa legt bei Telepolis den fünften Teil seiner sehr lesenswerten Serie zu General Lemnitzer vor.
- Daniela Dahn befaßt sich im Neuen Deutschland mit Monika Melchert und dem Werk von Christa Wolf.
Soweit meine kleine “Medienschau” zum Tage ;-)
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Die Niederschreibung des Oskar Lafontaine
Der Spiegel läßt das Sausen nicht – Oskar weiter im Visier
Manchmal graust es mir. Vor dieser Gesellschaft, vor den Politchargen in Berlin – und vor allem vor den deutschen Medien. Da entblödet sich beispielsweise der Spiegel nicht, ein weiteres “subtiles” Pamphlet gegen Oskar Lafontaine vom Stapel zu lassen, der ja “auf seiner letzten Mission” sei. Herr, laß Hirn vom Himmel regnen!
Die Massenmedien können diesen Mann noch hunderttausendmal totsagen, ihn einen “Populisten” schimpfen und Schlimmeres – Fakt bleibt, daß er die Courage hatte, bereits im Vorfeld der “Wiedervereinigung”, die ja nur ein “Anschluß” war (aus dem Bundespräsidialamt heißt es diesbezüglich “Beitritt”), seine Bedenken zu äußern und sowohl vor einem NATO-Beitritt eines vereinigten Deutschlands, wie auch vor “nationaler Besoffenheit” zu warnen.
Auch war er 1999 einer der wenigen deutschen Abgeordneten, die sich mit scharfer Stimme kritisch gegenüber dem NATO-Einsatz in Rest-Jugoslawien zu Wort meldeten – ein Einsatz, der, wie man inzwischen weiß, mehr als fragwürdig war und mit einer Lüge begann. Im März 1999 legte er ohne Bedrängnis seine Ämter als Parteivorsitzender und Bundesfinanzminister nieder – ein Verhalten, das ich für “mustergültig” halte und für das ich in der jüngeren Geschichte Deutschlands kein Analogon finde. Gerade auch die Arbeitnehmerfeindlichkeit und das persönliche Gerieren des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder haben wohl den Ausschlag gegeben.
Wenn Lafontaine auch im Falle Metzler/Daschner meines Erachtens falsch lag und er Otto Schily bei seiner Forderung nach Einreiselagern für afrikanische Migranten unterstützte, steht er doch für ein klares Sozialprogramm im Sinne von Arbeitnehmern und Rentnern.
Man kann sicherlich einiges Negative an Okar Lafontaine finden, aber ich halte ihn für konsequent und ehrlich – eigentlich eher für eine Ausnahme unter “Politikern”. Eine “Niederschreibung” á la Spiegel hat er somit nicht verdient!
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P.s: Und ich bitte genau zuzuhören bei der verlinkten Dokumentation – dieser Krieg war völkerrechtswidrig!
P.p.s.: Ich hätte den Beitrag auch “Die verlorene Ehre des Oskar Lafontaine” titeln können – ich habe aus bestimmten Gründen darauf verzichtet.
[Anm.d.A.] Lesenswertes zum Kosovo-Krieg:
- Dirk Eckert bei Telepolis
- Kurt Köpruner, “Reisen in das Land der Kriege”
Päpstlicher als der Papst…
Das ist ja meist das Problem mit Konvertiten: Sie nehmen ihren neuen Glauben ernster, als es das Dogma vorschreibt, und zeichnen sich gerne durch Übereifer aus.
Jens hat im heutigen Spiegelfechter vier Konvertiten beim Spiegel unter die Lupe genommen und macht dies in gewohnt vergnüglicher und scharfsinniger Manier. Leseempfehlung ;-)
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Der fliegende Holländer?
Weil der Spiegelfechter-Jens und ich halt nun mal irgendwie “verbandelt” sind, und ich seine Schreiberei schätze, ein Link zum aktuellen Artikel, welcher zumindest bei mir “Spekulatius” aufwirft: “Klabautermann führt das Geisterschiff”
Sehr merkwürdige Geschichte, Aufklärung bleibt abzuwarten ;-)
“Ich” bin heute jedenfalls platt und hoffe auf Donnerstag – meinVorzugstag der Woche ;-)
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Bloggen? Bloggen!
Das ist irgendwie “hübsch” – einfach mal so zwischen Tür und Angel ein paar Sätze ausspucken und dem – mehr oder minder – geneigten Publikum zur Verdauung überlassen. Warum fällt mir bei “Publikum” just eben nur Tucholsky ein?
Nun, ich blogge neuerdings auch, du, sie, er, es bloggen schon lange. Ist eigentlich auch nix Neues mehr, denn inzwischen wird längst getwittert und gebleepert, was das Zeug hält. Das Jungvolk hängt bei Facebook und diversen “VZ”s rum und chattet wie wild. So whats new?
Eigentlich nichts. Die Möglichkeiten der Kommunikation haben sich erweitert und verlagert, aber es sind genau dieselben “Netzwerke”, die ich noch “aus meinen Punktagen” Anfang der Achtziger kenne. Es sind immer wieder dieselben Leute, auf die man stößt, mit immer demselben Hintergrund. Iregndwie schon beinahe langweilig … Immerhin trifft man dann und wann jemanden, den man bisher noch nicht gekannt hat, aber der “Background” ist stets derselbe.
Hmm … was will ich eigentlich sagen? Will ich überhaupt etwas sagen? Einfach mal die Fresse halten wäre doch auch nicht verkehrt ;-)
Nun, simpel gesagt finde ich die Bloggerei zunehmend lustig, denn es muß ja keiner lesen, und ich kann mich ein wenig abreagieren, womit die ganze Kiste einen therapeutischen Anstrich bekommt.
Ein Blog als Therapie(ersatz)? Interessanter Gedanke :-D
Nein, das allein ist es nicht. Es ist auch ein guter Weg, Gleichgesinnte und neue Freunde zu finden, und vor allem – sich selbst zu finden, da man sich ja doch erbarmungslos dem “Lichte der Öffentlichkeit” und folglich der Kritik aussetzt. “Was schreibe ich heute” und “was werden nur die Leser denken” sind nur zwei der Fragen, die sich dann plötzlich neu einstellen – für mich kann ich sie (noch) nicht zufriedenstellend beantworten.
Mein Fazit: Leute, auch wenn es irgendwo “neben der Spur” ist – bloggt, denn es bringt Euch und uns weiter und wir lernen uns dabei einfach kennen!
Meine zwo Cent …
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Menschen? Zeitung? MenschenZeitung!
Tagtäglich werden im Netz neue Projekte gestartet, tagtäglich entstehen auch neue Blogs und “Zeitungen” – oft unter der Prämisse, den althergebrachten Medien etwas entgegensetzen, eine “Gegenöffentlichkeit” herstellen zu wollen. Durch einen der seltsamen Zufälle, an denen das Leben so reich ist, wurde ich auf die Menschenzeitung aufmerksam und kam mit ihrer Herausgeberin ins Gespräch.
Ein Interview mit Denise Langner-Urso, Herausgeberin und Chefredakteurin der MenschenZeitung
AA: Denise, du hast mit der MenschenZeitung ein eigenes Online-Zeitungsprojekt gestartet. Was hat dich dazu gebracht?
DLU: Hauptsächlich die Unzufriedenheit mit dem Kanon der Mainstream-Medien, und auch Unzufriedenheit damit, dass die Online-Zeitung, für die ich bisher geschrieben habe, nicht sonderlich professionell agiert und dort zunehmend auch Leute von – für mich – eher zweifelhafter Einstellung schreiben.
AA: Was sind deine Ziele? Was willst du erreichen?
DLU: Im Wesentlichen möchte ich Vorgänge und Sachverhalte zu Bewußtsein bringen, die von den sogenannten Mainstream-Medien oft vernachlässigt oder gar unterschlagen werden. Da benötigen wir meines Erachtens eine neue Aufmerksamkeit, ein neues Bewußtsein, wenn du so willst.
AA: Die klassischen Zeitungen sterben ja langsam, und bei den Online-Medien sieht es, spätestens seit der Wirtschaftskrise, auch nicht so rosig aus. Auch wird die Aufmerksamkeit der Netizens durch ein Überangebot an – zudem meist mangelhafter – Information strapaziert. Was denkst du, was kannst du anders machen, anderes anbieten?
DLU: Zunächst ist da mal der Punkt mit der Qualität. Wir versuchen zu informieren, und nicht einfach nur Meinung zu machen. Das heißt, wir überlegen uns sehr genau, was wir bringen und inwieweit wir das kommentieren. Mit “wir” meine ich übrigens das gesamte Team, denn bei der Menschenzeitung schreiben mehr Autoren und Autorinnen als nur ich. Meist sind das Blogger, die Beiträge einreichen oder die von uns auf interessante Beiträge hin angesprochen werden. Wir verifizieren das natürlich auch und haben ein eigenes kleines Lektorat – für Online-Journalismus eher ungewöhnlich in diesen Zeiten, aber es dient der Qualität.
Zudem versuchen wir eben, ein paar Nachrichten zu bringen, die sonst kaum wo zu finden sind – sei es, weil sie unbequem sind, sei es, weil sie als nicht wichtig genug angesehen werden. Da haben wir ein Auge drauf, und auch Freunde, die sehr aufmerksam sind.
AA: Was ist da dein persönlicher Hintergrund? Wie kommst du zum Schreiben, wie zu deinem Engagement?
DLU: Nun, ich war eigentlich schon immer ein sehr politischer Mensch, war früher in der FDP [lacht] , später aktiv in der PDS. Heute gehöre ich zwar keiner Partei mehr an, bin aber weiterhin sehr an Politik und Gesellschaft interessiert. Mit dem Schreiben habe ich um 1980 angefangen und seitdem auch ein paar Bücher publiziert. Nichts Großartiges, wie mein Verlag meint, denn die haben mir nie Geld überwiesen [lacht erneut].
AA: Hast du denn mal Journalismus oder ähnliches studiert?
DLU: Nein. Ich habe Medizin, und später Jura studiert, aber nichts davon beendet. Mein Schreiben kommt aus mir heraus und ist – wenn du so willst – autodidaktisch.
AA: Wie steht es denn mit Mitarbeitern? Ist das ein One-Woman-Projekt?
DLU: Erneut ein Nein. Ich habe da Hilfe vom Freund meines Sohnes, der das technisch betreut, dann sind da einige Blogger, die stark dazu beitragen und neuerdings haben wir auch eine Redaktion, so hochtrabend das klingen mag.
AA: Eine abschließende Frage – warum MenschenZeitung? Ist der Name nicht etwas merkwürdig?
DLU: Wieso? Es soll eben eine Zeitung von Menschen, mit Menschen, über Menschen und für Menschen sein. Welchen Namen würdest du da wählen?
AA: Ich danke dir für das Gespräch und wünsche dir viel Erfolg.
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P.s.: Das Interview entstand, bevor ich beschloß, selbst an diesem Projekt mitzuarbeiten. Ein “Interessenkonflikt” bestand zu diesem Zeitpunkt also noch nicht ;-)
Dummheiten bei Telepolis :-(
Ich schätze das Online-Magazin aus dem Hause Heise ja und habe es auch verlinkt, aber was Rudolf Maresch heute postulierte, stößt mir mehr als sauer auf:
Schon aus diesem Grund könnte man hoffen und wünschen, dass Obamas Traum von einer „atomwaffenfreien Welt“, die er neulich in Prag formuliert hat, niemals Wirklichkeit werden wird. Ganzer Artikel »







Aus für den “commentarist”?
Von vielen Kolleginnen und Kollegen in der Nachbarschaft anscheinend noch gar nicht richtig wahrgenommen, scheint das neue Meinungsportal commentarist.de bereits wieder vor dem Aus zu stehen. Drohende Rechtsstreitigkeiten mit zwei deutschen Verlagen erzwangen die vorläufige Abschaltung des Portals. Ganzer Artikel »
Abdruckrechte, commentarist, Medien, Meinungsfreiheit, Meinungsportal, Zitierrecht
In Medien am 6. Februar 2011 um 11:55