Nun, es ist zwar nicht im ganzen Land Feiertag, aber auch bei “uns” in Bayern ;-) Da mir “besinnliche Texte” eh schwer von der Hand gehen und ich weiter mitten in der Neuinstallation meines Rechners stecke, etwas “besinnliche Musik” von Johann Pachelbel. Dieser Barockkomponist dürfte einem breiteren Publikum auch erst bekannt sein, seit Jerry C. Pachelbels “Kanon und Gigue in D-Dur” in einer Rockfassung bei YouTube präsentiert hat. Wenn ich ehrlich bin, mag ich beide Fassungen sehr und hier kommt nun eine “besinnliche” Version vom London Symphony Orchestra:
Enjoy!
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Ich glaube nicht, daß Pachelbel nun unbedingt zu den unbekannteren komponisten gehört.
Wer, aus welchem anlaß auch immer, etwas wirklich besinnliches hören mag, der höre 4′33 von John Cage. Gewiß kein geheimtip. Das ist vergleichsweise modern und wird von den wenigsten ertragen.
Liebe Mechthild, mit “breiteren Publikum” meinte ich die “U-Musik-” und nicht die “Klassikhörer” ;-) Daß letztere ihnen kennen, ist wohl anzunehmen.
Da möchte ich doch etwas beisteuern – nämlich ein Werk von Oskar Sala (einem Hindemith-Schüler). Besinnlich ist es allemal, wie schon der Titel anzeigt: “Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei”.
Der Text stammt übrigens nicht von irgendwelchen Satanisten, sondern von Jean Paul.
Das Werk wirkt intensiver, je lauter es abgespielt und je dunkler die Umgebung ist … :-) Anhören kann man es hier:
http://soundcloud.com/swooshy/oskar-sala-rede-des-toten
“Starres, stummes Nichts” – oder: “Wie ist jeder so allein in der weiten Leichengruft des Alls” – diese Zitate sind nur ein Vorgeschmack auf den Erkenntnisprozess, den dieses Werk auslösen kann. Viel Spaß beim Genießen … :-)
Danke, lieber Charlie, für diesen “hochkulturellen Beitrag” ;-) Jean Paul gehört leider bei mir zu den “verlorenen Autoren”, d.h. ich habe mit Lesen aufgehört, bevor ich auch ihn erreichte.
Mail muß ich Dir übrigens noch schuldig bleiben, da mein “neuer” PC noch nicht über Mail verfügt. Zum Wochenende aber hoffentlich …
LiGru
Frank
Lieber Frank,
als »klassikhörer« möchte ich aber nicht diffamiert werden! Charlie trifft mit seinem hinweis meinen nerv relativ gut.
Liebe grüße
Mechthild
Das wird nie wieder geschehen.
Lieber Frank, mit dem “Lesen aufhören” sollte man doch bitte nie … denn nur dort, zwischen den Buchdeckeln dieser Welt, liegt die Wahrheit.
Wegen der Mail mach Dir mal keinen Stress – Du scheinst momentan anderweitig gebunden zu sein. Tu mir nur den Gefallen und nimm Tucholsky nicht zu sehr als Vorbild, ok? :-)
Hoffnung, mein Freund, Hoffnung – nur die liegt dort. “Wahrheit”, das ist so ein großes Wort – können wir sie auch nur berühren, ohne daran zu verbrennen?
Diese Diskurse werden mir fehlen, aber sie sind ja nicht von einem Blog abhängig. Dann machen wi halt weiter auf Deinem oder kommunizieren anderweitig. Seit ich dies verstanden habe, geht es mir wieder besser.
Herzlichst
Frank