Pro domo et mundo

Quousque tandem, Herr Minister?

Zu Guttenberg oder die Verdunklung einer “Lichtgestalt”

Von Frank Benedikt

“Wie lange noch, Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen?” Mit diesem berühmten Zitat begann im antiken Rom einst Marcus Tullius Cicero die erste seiner Reden gegen Catilina, und man ist versucht, dies in abgewandelter Form auch dem Verteidigungsminister zuzurufen, der immer mehr zu einem “Selbstverteidigungsminister” mutiert. Natürlich ist Karl-Theodor zu Guttenberg keinesfalls einem Hoch- und Landesverräter gleichzusetzen, aber er strapaziert zunehmend die Geduld des Publikums.

Zu häufig  hat der Herr der Hardthöhe durch Versäumnisse, unverständliche Personalentscheidungen und mangelnde Kommunikation geglänzt, zu häufig schien er weniger dem Amt und den ihm anvertrauten Soldatinnen und Soldaten die nötige Fürsorge angedeihen zu lassen, denn seiner eigenen Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit. Die jüngste Affäre um sein “Doktorspielchen” ist dabei nicht wirklich von Belang, denn für das Amt eines Ministers ist es unerheblich, ob dieser einen (Adels-) oder akademischen Titel führt, allerdings spielen zwei Aspekte doch eine nicht unwichtige Rolle: Hat der Minister mit Vorsatz gehandelt und sagt in der Folge bewußt die Unwahrheit? Und hat er sich zur Erlangung der Doktorwürde gar des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bedient, der nur dafür gedacht ist, die Abgeordneten bei ihrer offiziellen Tätigkeit zu unterstützen? Eine solche Selbstbedienung könnte sich schnell als “Amtsmissbrauch” gedeutet finden und sollten auch unehrliche Politiker in dieser Republik keinen Ausnahmefall darstellen – der Missbrauch des Amts jedoch wird in Deutschland auch weiterhin nicht vom Wähler goutiert.

Der smarte und stets adrette CSU-Minister, unlängst noch als “politisches Talent”, “Hoffnungsträger” und gar “Lichtgestalt” für das Erbe der Kanzlerin gehandelt, muß zunehmend erkennen, daß sich dunkle Wolken über seinem wohlfrisierten Haupt zusammenziehen. War schon im Falle Kundus die Kommunikations- und Personalpolitik seines Hauses zumindest fragwürdig (die Entlastung Oberst Kleins, wiewohl der Minister später selbst den Angriff als “unverhältnismäßig” bezeichnete, sowie die Entlassung der Generäle Schneiderhan und Hars und des Staatssekretärs Wichert), war es sein Verhalten bei der folgenden Gorch-Fock-Affäre noch mehr: Statt als oberster Dienstherr seine Untergebenen vor einer Vorverurteilung durch Medien und Öffentlichkeit in Schutz zu nehmen, sah er der Treibjagd nicht nur tatenlos zu, sondern löste, ohne die Ergebnisse einer Untersuchungskommission abzuwarten, den Kommandanten ab, was zu begreiflichem Befremden bei der Stammbesatzung des Segelschulschiffs führte. Eine Klärung des tatsächlichen Sachverhalts steht nach wie vor aus.

Damit nicht genug, tauchte fast zeitgleich die “Feldpostaffäre” im Rampenlicht der Öffentlichkeit auf – Briefe der in Afghanistan stationierten Soldatinnen und Soldaten waren geöffnet und Schriftstücke wie auch Datenträger aus ihnen entwendet worden,  möglicherweise erst in Deutschland, wie es inzwischen heißt. Auch wenn sich diese Vorgänge aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Kenntnis oder gar Anweisung des Ministers abpielten, wäre er doch gehalten, auch in diesem Fall als oberster Befehlshaber schnellstmöglich für Aufklärung zu sorgen, bevor das Vertrauen der Truppe in ihn weiter schwindet. “Le baron Teflon”, wie er in Frankreich bereits genannt wird, imitiert aber zusehends lieber die “Teflon-Kanzlerin” und läßt Kritik an sich abperlen.

Ein neuer trauriger Höhepunkt war seine Meidung der Medien bei einer Pressekonferenz in Berlin, was selbst gestandene Journalisten brüskierte. Der Mann, der für mehr Ehrlichkeit und Transparenz stehen wollte, auf der Flucht vor unangenehmen Fragen, die mehr Licht in den rechtmäßigen Erwerb seiner Doktorwürde bringen sollten – eine Diskussion übrigens, die stattfindet, während gerade drei weitere deutsche Soldaten am Hindukusch getötet wurden. Die Medien, deren Liebling zu Guttenberg noch bis vor kurzem war, notieren dies allerdings nur am Rande, vielmehr konzentrieren sie sich auf seine Glaubwürdigkeit. Dies allerdings ist auch nicht unerheblich, so sich denn der Verdacht bestätigen sollte, daß er nicht nicht nur “einfach die Unwahrheit” sagt, sondern bereits bei Abgabe seiner Dissertation ein falsches Ehrenwort abgegeben und Zitate darin vorsätzlich manipuliert hat.  Damit steht nun nicht nur zu Guttenbergs Fürsorge für seine Untergebenen zur Diskussion, sondern auch seine Vertrauenswürdigkeit.

Mit all den lautgewordenen Vorwürfen scheint der Minister nicht mehr “ministrabel”; die Frage ist nur – wer sagt es ihm?

[fb]

(Update: Zusätzliche Informationen zum Verdacht des Amtsmissbrauchs und zu Rücktrittsgerüchten.)

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In Deutschland, Meinung, Politik on 20. Februar 2011 at 02:02

  1. Ich denke, daß wir spätestens Montag vormittag einen neuen Verteidigungsminister brauchen werden.

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  2. Frank, Du leidest an Geschmacksverirrung, wenn Du in einer gegelten Kurzhaarfrisur ein “wohlfrisiertes Haupt” entdecken kannst. ;-) Aber lassen wir diese Ironie, das Thema ist zu ernst.

    Ja, ok, das war auch Ironie. :-)

    Zu den Plagiatsvorwürfen kann man aber einfach nur feststellen: Auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung ist das ja dokumentiert – es handelt sich also nicht um Vorwürfe, sondern um Beweise. Wer jemals selbst eine akademische Arbeit selbst verfasst hat, weiß um die besondere Bedeutung der Einleitung – und wenn diese, wie bei Guttenberg, direkt mit einem geklauten Text inkl. lateinischem Zitat beginnt, weiß man doch, woran man ist. An einer solchen Stelle der Arbeit kann keine Fußnote “vergessen” worden sein – dann könnte man auch gleich das wissenschaftliche Fazit der Arbeit komplett als Zitat aus einer anderen Arbeit einfügen und die ganze Schrift damit ad absurdum führen.

    Trotzdem ist das ganze nur eine Randnotiz des politischen Theaters, denn fachliche Inkompetenz, Lügereien, persönliche Bereicherung und Betrug gehören ja zum Kerngeschäft der neoliberalen Bande. Insoweit überrascht uns auch der Freiherr da nicht, sondern bleibt im Rahmen dessen, was seine Kumpane aus Wirtschaft und Politik vorgeben. (Mit “Kumpane” sind übrigens auch Frauen gemeint, auch wenn Frau Fritz oder Herr Ines das nicht verstehen.)

    Es wäre begrüßenswert, wenn dieser geadelte Hanswurst die nächsten Tage politisch nicht überdauern würde – aber gewonnen wäre dadurch nichts. Der nächste Hanswurst scharrt schon in den Startlöchern und würde das wohlfrisierte Haupt nur zu gerne schnellstmöglich ablösen – ohne dass es irgendwelche Veränderungen oder Konsequenzen gäbe.

    Wir lernen also einmal mehr: Die Verknüpfung von Politik mit irgendwelchen Personen führt immer wieder dazu, dass sich politisch nichts verändert, sondern dass im Fall der Fälle stets nur die Figuren ausgetauscht werden. Das haben wir schon tausendmal erlebt, es aber immer noch nicht verstanden.

    Es macht immer viel Spaß, einen der Akteure wieder beim Lügen oder Betrügen zu erwischen, aber es ändert sich eben nichts dadurch, denn der Nächste versucht einfach, ein bisschen cleverer als sein Vorgänger zu sein. Ein korruptes System ist nicht an Personen gebunden. Ob Guttenberg nun abtreten wird oder nicht – das ist für uns alle gehopst wie gesprungen. Ob ein gegelter Freiherr die “Verteidigung unseres Grundgesetzes” organisiert oder ob das irgendein anderer Hansel tut, ist genauso wichtig wie der sprichwörtliche Sack Reis in China.

    Nicht die Repräsentanten des Systems (auch wenn sie Ekel erzeugen mögen) sind wichtig, sondern die Bekämpfung des Systems selbst.

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    • Charlie, ich gebe Dir ja gerne recht, gerade auch beim letzten Satz, aber wir haben in internen Diskussionen festgestellt, daß wir G. für eine “Gefahr” halten. Keiner von uns hat Lust auf mehrere Legislaturperioden des Pomadisierten … ;-)
      Grundsätzlich aber bleibt es beim Kampf für ein anderes Leben, nicht bei dem gegen einzelne Vertreter eines abgewirtschafteten Systems.

      Schönen Sonntag
      Frank

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    • Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie recht ich Dir gebe!

      Der Abgang des “Leistungsträgers” Guttenberg würde nur das Nachrücken eines neuen, demselben System entsprungenen, “Leistungsträgers” Müller/Meier/Schulze nach sich ziehen.

      Langsam müsste es doch nun wirklich auch der Allerletzte merken. Dieses System bringt ganz besonders bevorzugt all die “Leistungsträger” vom Schlage eines Guttenberg, Köhler/Schröder, Sarrazin, Zumwinkel, Middelhoff, Maschmeyer und und und hervor und trägt genau diese nach “oben”. All die Guttenbergs sind dabei nur Symptom, nicht Ursache. Und genau deshalb ist es systemisch.

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  3. [...] zu Guttenberg auch morgen um diese Zeit noch ebendieses Amt bekleiden wird. Wie hier nachzulesen ist, bin ich sogar willens, jede Wette dafür [...]

  4. Bei aller Zustimmung: Es wird oft vergessen, dass wir noch so eine Witzfigur als Minister haben, und sogar als Vize-Kanzler: Guido Westerwelle. Für mich ist ein Mann einfach untragbar, wenn der vor versammelter FDP-Mannschaft hinsteht, und meint “Ich bin die Freiheitsstatue” von Deutschland. Fazit: Von Zu Guttenberg soll gehen, und Westerwelle, Von der Leyen, Schröder & Konsorten gleich mit – alles Witzfiguren, da können Blogger noch bessere Minister darstellen.

    Gruß
    Bernie

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    • Immer einen Schritt nach dem anderen ;-) Westerwelle war ja schon “reif”, nur hat sich da “Gutti” plötzlich heldenmutig in die Schußbahn geworfen und bekommt nun das mediale Kreuzfeuer ab :-)
      Aber nach ist dann wieder Gesterwelle dran …

      LG
      Frank

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  5. Fast hätt’ ich’s vergessen: Merkel hält sich, als bekennende Thatcheristin, für Maggie Merkel. Fazit: Es gibt nur eine Maggie Thatcher, und Merkel soll, ob diesen Blödsinns, gleich Platz machen, und Ackermann, !: die Graue Eminenz hinter Merkel, gleich als Kanzler bestimmen. Wir benötigen keine Deutsche-Bank-Marionette als Kanzlerin, und wählen lieber das Original.
    Gruß
    Bernie

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    • BOBbewahre – dann wäre die Politik ja sogar für Lieschen Müller durchsichtig und wir Kaffeesatzleser würden “arbeitslos” ;-)

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  6. Ich frage mich zunehmend, was die Ursache für die immer offensichtlicher werdenden PR-Pannen ist. Liegt es vielleicht daran, dass sich die Emporkömmlinge naturgemäß mit den Ihnen genehmen “Beratern” umgeben, die selbst nicht weiter zu blicken in der Lage sind?

    Lieber Frank, alles in allem gefällt mir der Artikel ganz außerordentlich, die Wette allerdings würde ich halten und freue mich schon darauf, wenn Du sie einlösen musst. Da komme ich doch gerne mal wieder nach München.

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    • Da kuckst Du am besten unter [->] “Peter-Prinzip”; Marc Schanz hat das die Tage erst wieder in seiner Glosse zum Führungswechsel bei der Bundesbank angesprochen.

      Nicht, daß Du dann aber nicht kommst, wenn Du das Bier ausgeben mußt … ;-)

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  7. Meiner bescheidenen Meinung nach werden euer Herrlichkeit wichigere Aufgaben harren und stellt somit sein Stuhl zur disposition,nicht gleich denn das wirkt anrüchig aber die Weichen werden gestellt .
    Der Mann ist beim besten Willen nicht mehr tragbar und hat das Amt schwer beschädigt ,remember, das Amt unseres einstiger Grüßaugust war bei weitem nicht so lädiert.Die Hüterin der Richtlinienkompetenz hat bekundet sie stehe hinter ihm ,so wie Brutus hinter Caesar ;-) der “Transporter” Schäuble meint ein Rücktritt sei absurd …und der weis von was er spricht nach dem Einsatz als ” Mann mit dem Koffer ” ;-).Allein das er also verneinend vorgreift zeigt das man den gefallenen Blindgänger lieber heute als morgen auf die galante Art los währe … die Frage ist nicht ob sondern nur wie und wer wird folgen.Wir sind schliesslich im Superwahljahr !!
    Das man egal mit welchen Ersatz,Pest mit Cholera tauscht, steht ausser Frage… Business as usual eben,leider!
    Trotzdem bleibt es spannend ;-)

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    • Sehr gut beobachtet, wobei ich es für möglich halte, daß er vorübergehend in die Wirtschaft wechselt; das “Drehtür-Prinzip” ist ja hinlänglich bekannt. “Freunde” gibt es in der Politik bekanntlich nicht, weshalb ich weder Merkel noch Schäuble bzgl. Loyalität nicht mal so weit traue, wie ich spucken kann …
      Ich denke, “Gutti” ist spätestens im Herbst fällig, wenn seine Chefin eine Kabinettsumbildung vornehmen sollte.

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  8. Hier läuft schon eine Online-Wette zum Thema, der Trend verheißt uns wohl ein Bier von unserem verehrten Frank… ;-)

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    • Na – die Mehrzahl tippt ja auf einen Rücktritt; da schwimmst Du gegen den Strom ;-)

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      • Nein, ich versuche doch nur, meinen Hintern zu retten! :D

        Im Ernst, Wettschulden sind Ehrenschulden, und ich bringe gerne mal vernünftiges Bier nach Bayern! *g*

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        • Bier nach Bayern? Das ist wie Eulen nach Athen … ;-)

          Kannst aber auch gerne ohne vorbeischauen, solange Du nur wieder die leckeren Würste mitbringst; fürs Bier sorg dann schon ich :-D

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  9. Die Quote will ich sehen ;-) LOL

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    • Ich seh schon – das gibt ein Riesenbesäufnis, wenn Baron Teflon abtritt. Wohnst Du weit von München? *g*

      Nachtrag: Mit Ägypten, Tunesien, bald wohl auch Libyen und weiteren arabischen Ländern gäbe es noch mehr zu feiern ;-) Die Chinesen werden auch schon nervös …

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  10. Knapp 2000 KM .. LOL aber das währ’s wert ;-)

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  11. Wie Joke ? Wir sind hier bei London ..freie KFZ und Motoradwerkstatt :-D

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  12. Nein wir arbeiten fuer our Brothers und haben nach unserer diaspora in’s Charter London gewechselt.

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  13. Ich bin’s und ein paar andere auch .. hier sind etliche nicht gut auf Cameron zu sprechen ;-) der gibt hier den Schroeder,Sparmassnahmen,Sozialabbau ..Arbeitslosigkeit selbe Scheisse wie in Deutschland aber das ist ein anderes Thema.Nur soweit ,auch Biker grade die aelteren sind schon interssiert und wissen was Scheisse laueft … Ich komme viel rum und es schlimm zu sehen wie es den Leuten immer beschissener geht,perspektivelosigkeit ueberall,und dann die gelackten Schaumschlager ..uebel . lassen wir das ;-)

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  14. Du ,in dem bin ich seit gut 20 Jahren ;-)

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  15. @ all: Guttenberg erwägt angeblich den Rücktritt: http://m.sz.de/inm/sz/2mu1wjeq0×9t

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  16. Ich hoffe, der Mann ist Mann genug und tritt zurück.

    (Lasst es Euch schmecken! Egal, wer nun das Bier mitbringt.)

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  17. [...] Quousque tandem, Herr Minister? “Wie lange noch, Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen?” Mit diesem berühmten Zitat begann im antiken Rom einst Marcus Tullius Cicero die erste seiner Reden gegen Catilina, und man ist versucht, dies in abgewandelter Form auch dem Verteidigungsminister zuzurufen, der immer mehr zu einem “Selbstverteidigungsminister” mutiert. Natürlich ist Karl-Theodor zu Guttenberg keinesfalls einem Hoch- und Landesverräter gleichzusetzen, aber er strapaziert zunehmend die Geduld des Publikums. Quelle: Binsenbrenner [...]

  18. Im übrigen kann ich mit der Qualifizierung Catilinas als “Landesverräter” nichts anfangen; “Hochverräter” ist eine andere Frage – wiewohl ich Ciceros Agitation eher als Diffamierung begreife, eher wie heute getönt wird: Wie lange wollen wir uns noch Kommunisten gefallen lassen…

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    • Dies ist – ich bitte um Nachsicht – der deutschen Sprache geschuldet, die spätestens seit den unseligen Nazi-Zeiten diesen Begriff verinnerlicht hat.
      Und zum historischen Verständnis: Wir könnten uns auch gerne über die Gracchen unterhalten …

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  19. Ein Guttenberg als Afghanennminister zur Sicherung der Schürfrechte ist so überflüssig wie die Bundeswehr dort, oder eine leyenhafte Führung des Arbeitsamtsministeriums oder eine FDP mit über 5 %.
    Ist alles nur Scheindemokratie.
    Wichtig ist die von der Monetative ausgehende Idee zu Überwindung des Weltfinanz-Betrugssystems
    http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/monetative.htm .

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    • BGE? Müssen wir diskutieren, denn wie manche – “wirtschaftsweisere”, aber durchaus aufgeschlossene – Freunde sehe ich da noch Probleme.

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  20. Sehr geehrter Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg *)

    bitte beenden Sie das unwürdige Gezerre um Ihren Doktortitel / Ministeramt / Deutsschlands Zukunft.

    Lassen Sie sich von Oberst d. R. Frank-Jürgen Weise nach einen Militärputsch zum 1. Millenium-Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation von Amerikas Gnaden ausrufen, in der, nach einer gewissen Übergangszeit, die EU-Staaten angeschlossen werden**).
    Die ersten elf Jahre könnten dann per Militär-Notverordnung o.ä.***) wesentlich einfacher durchregiert werden (z.B. Auflösung der Parteien und des Parlamentes, Kritiker und unwillige Ausländer in Umerziehungslager, Langzeitsarbeitslose an die Arbeitsfront zum Bau einer deutschen Autobahn Berlin-Moskau-Bombay, junge deutsche Frauen müssten nach dem Abitur mindestens fünf Kinder bekommen, etc.)
    Die meisten der Deutschen wollen jetzt endlich eine starke Hand spüren.
    Und wer nicht mitziehen will: Siehe oben!!!
    Bitte retten Sie Deutschland!!!

    *) Namenszitat Quelle:: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg
    **) http://www.bertelsmannkritik.de/weltmacht.htm
    ***) http://www.studis-online.de/HoPo/art-1166-zivil_oder_militaer.php

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  21. “Natürlich ist Karl-Theodor zu Guttenberg keinesfalls einem Hoch- und Landesverräter gleichzusetzen, aber er strapaziert zunehmend die Geduld des Publikums.”

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn man folgendes Dossier durchliest, scheint Guttenberg mindestens eine Marionette des US-Imperialismus zu sein:

    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

    Sein Vorgehen als Wirtschafts- und Kriegsminister dient mit Sicherheit nicht dem Wohl des Volkes.

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  22. [...] hat endlich die Konsequenzen gezogen und ist nach einem unwürdigen Rückzugsgefecht, wie auch hier gefordert, zurückgetreten. Der “Lügenbaron” hat zuletzt wohl eingesehen, daß angesichts einer [...]

  23. [...] hat endlich die Konsequenzen gezogen und ist nach einem unwürdigen Rückzugsgefecht, wie auch hier gefordert, zurückgetreten. Der “Lügenbaron” hat zuletzt wohl eingesehen, daß angesichts einer [...]